REISELUST REISEFRUST – VORBEREITUNG

Demütigung durch Schnapsidee, Korruption durch Macht.

3.3
(4)
Veröffentlicht am 5. April 2022

Christiane

Verdammt! Die Panik bekämpfend, leere ich meine Flasche Rotwein während ich auf den Koffer starre. Ich will das wirklich nicht tun, aber ich habe es mir selbst eingebrockt. Ich kann nicht mehr zurück. Entschlossen ziehe ich meine Pullover aus und stehe im gelben Tanktop im Raum.

Unterstützung suchend blicke ich zu meinen beiden Freundinnen, die mich auffordernd beobachten. Zuerst Tanja. Etwa einen halben Kopf größer als ich hat sie die selbe etwa Schulter lange Frisur wie ich, auch wenn ihr Haar im Gegensatz zu meinem Kupferrot tief schwarz ist. Ansonsten erkennt man sie vom Aussehen nach nicht als das traditionellen Schwarzwaldmädel das sie ist. Sie kommt klar nach Ihrem Vater, einem in der benachbarten Kaserne stationierten afroamerikanischen US Soldaten. Somit ist sie in unserem kleinen deutschen Städtchen das exotischste Mädchen weit und breit. Von ihr kann ich im Augenblick keine Unterstützung erwarten. Wir hatten diesen Urlaub mehrere Jahre geplant, und jetzt bin ich schuld dass er nicht so wird wie erhofft. Nunja, nicht ich sondern dieser Virus, aber von uns dreien hatte er eben lediglich auf mein Leben Auswirkungen. Mein Blick wandert weiter zu Kathi in deren Wohnung wir gerade sind. Eigentlich Katharina, aber niemand außerhalb Ihres Jobs nennt sie so. Nicht einmal ihre Mutter. Mit ihrer goldenen Mähne und einer Körpergröße, dass ihre Brüste beinahe auf meiner Augenhöhe sind blickt sie grinsend auf mich herab. Ihre Weltsicht ist einfach. Ich hatte die Idee, ich habe zugestimmt, also habe ich es auch zu tun. Ich ziehe die Hose aus und mein Höschen kommt zum Vorschein. Ein wenig peinlich ist es mir schon die einzige von uns zu sein, welche nicht komplett angezogen ist, aber wir haben uns schon in deutlich weniger Stoff gesehen.

Auch wenn es gerade vielleicht nicht so scheint, sind wir drei richtig gute Freundinnen. Bereits seit unserer Schulzeit. Wir waren legendär, oder zumindest hatten wir einen Ruf. Mann nannte uns die Walküre, die Prinzessin und den Hobbit. Ja, ich war mit meinen 1,55m der Hobbit. Und auch wenn ich an meinem Körper nichts (zumindest nichts großes) auszusetzen habe bin ich im Vergleich zu den beiden doch eher unscheinbar. Wenn man einmal von meinen vielen Sommersprossen absieht. Auch dass meine B Körbchen kleiner sind als die C’s der beiden hilft nicht unbedingt. Aber wir waren legendär. Und diesen Urlaub planten wir seit unserem letzten Schuljahr. Es war abgemacht. Wir machen unser Abitur, beenden unsere jeweilige Berufsausbildung und machen dann eine zweiwöchige Luxus Verwöhnreise durch Frankreich. Und dann kam Corona. Für Tanja bedeutete dies beinahe unzählbare Überstunden. Als angehende Bio-Laborantin war sie an vorderster Front bei der Auswertung der Tests. Auch für Kathis Boss brachte der Virus einen Gewinn. In Zeiten von Ausgangsbeschränkungen haben Scheidungsanwälte anscheinend viel zu tun.

Vorsichtig lege ich mich in den Koffer wobei ich mich stark verrenken muss. Auch wenn ich die Kleinste hier bin ist es nicht zu übersehen, das dieses Teil nicht für Menschen gedacht ist. Aber ich weiß wie es geht. Dies ist nicht das erste mal, sondern die Generalprobe vor unserer Fahrt.

Das Restaurant in dem ich meine Ausbildung zur Köchin machte ging pleite und somit stehe ich ohne Berufsausbildung und ohne festen Beruf da. Und bei meinem Versuch unsere Reise so günstig wie möglich zu machen vergeigte ich es. Ich verglich die Preise so lange, bis am geplanten Urlaubsbeginn nur noch Plätze im Fernbus frei waren. Zwei Plätze für uns drei.

Woher hätte ich wissen sollen, dass jetzt nachdem der Impfstoff da ist so viele weg wollen?

Und so kam es, dass ich im Scherz meinte, die beiden könnte mich ja in einen Koffer packen, und als Gepäck mitnehmen. Wir waren betrunken und testeten es aus. Kathi hatte tatsächlich einen Koffer in den ich hineinpasse. Wenn auch nur knapp und unbequem. Bei unserem ersten Testlauf schrie ich vor Schmerzen als sie den Koffer aufstellten und in der Wohnung herumfuhren. Die veränderte Lage brach mir beinahe die Gelenke. Wir lernten und verbesserten unsere Technik.

Ich liege auf der Seite, die Oberschenkel auf den Bauch gezogen und den Kopf auf die Brust. Kathi ist gerade dabei eine Decke auf mich zu legen damit die Spanngurte nicht einschneiden. Auch wenn mir der Ablauf klar ist muss aufstöhnen als sie diese festzurrt und mich somit sicher und nicht verrutschbar an den Hartschalen Koffer bindet. Dabei testet sie, ob alles gut sitzt und streicht mit ihren Händen immer wieder die Decke glatt damit alles passt. Irgendwie fühlt es sich beruhigend an, wenn ihre Hände immer wieder über meine Hüfte und Schulter fahren. Meine Arme sind vom Rest meines Körpers so eingeklemmt dass ich sie kaum bewegen kann. Insbesondere kann ich selbst die Gurte nicht lösen, was der Hauptgrund für meine Panik ist. Ich hatte Zeit mich darauf einzustellen. Wir haben das schon getestet. Wir wissen, in dieser Position kann man den Koffer aufstellen, und die Gurte halten mich. Wir haben ebenfalls erfahren, dass es richtig warm wird. Darum mein Striptease vorhin. Ich versuche mich zu bewegen. Trotz des vielen Alkohols in mir wird mir bewusst, dass ich komplett hilflos den beiden ausgeliefert bin. Und wenn alles nach Plan geht, werde ich Heute drei Stunden so verbringen um mich auf die vierstündige Fahrt vorzubereiten. In völliger Dunkelheit. Ich schlucke die Angst hinunter und verdränge das Gefühl als müsste ich vor Angst auf die Toilette.

Tanja

Schmunzelnd bemerke ich, dass Kathi nicht nur testet dass die Gurte gut sitzen, sondern viel öfter als nötig über Christianes Körper, insbesondere Hüfte und Busen streicht. Ein Blick in Kathis Gesicht, und ich bin mir sicher, dass sie mein Vorhaben unterstützen wird. Wenn sie betrunken ist unterstützt sie immer die dümmsten Ideen. Insbesondere die bei denen sich andere blamieren. Sicher, dass wir sie so transportieren wollen ist böse, und Chris kann nichts für den Verlust ihrer Arbeit, aber dieser Urlaub war lange geplant. Und am späten buchen war sie Schuld! Wenn schon nicht zwei Wochen Luxus Urlaub, dann auf jeden Fall zumindest eine Woche normalen Urlaub. Nachdem Chris gut verschnürt ist, hole ich aus meiner Tasche den Ball-knebel hervor. Was man doch alles so bei Amazon kaufen kann.

Chris Augen weiten sich in Panik beim Anblick, noch bevor sie sich weigern kann. Egal ob es die Angst ist, die eingeklemmt Lage oder der Alkohol, es gelingt ihr lediglich stammelnde Worte auszusprechen, und ich kann nicht anders, ich muss lachen. Nachdem wir uns alle wieder beruhigt haben, erkläre ich es. Wenn wir dies durchziehen, dann darf Chris die gesamte Fahrt über nicht gehört werden. Kathi nickt bestätigend, und merkt an, dass ansonsten noch die Polizei gerufen werden könnte. Schließlich stimmt Chris zu und vorsichtig lege ich ihr den Knebel an indem ich den Verschluss des Bandes hinter ihrem Kopf verschließe. Das Klicken wirkt auf mich lauter als ein Gewehrschuss. Das Bild ist köstlich. Die arme kleine Chris, mit ihren weit aufgerissenen Augen, unfähig sich zu bewegen oder gar sich zu befreien. Grinsend schließt Kathi den Hartschalenkoffer und lässt aus Prinzip das Vorhängeschloss klicken.

Ich kann nicht anders. Meine sadistische Ader ist geweckt. Gut gelaunt, und laut genug, dass auch Chris mich hören kann frage ich Kathi „Wir habe jetzt doch drei Stunden Zeit. Eigentlich könnten wir beide doch etwas einkaufen gehen“. Ohne zu zögern greift Sie zu ihrer Handtasche und öffnet mir grinsend die Tür „Das hört sich hervorragend an. Ich hätte gerade so richtig Lust auf Sushi.“

Eine Stunde und einer kleinen Portion Maki später bezahlen wir unsere Rechnung und gehen noch schnell auf Toilette bevor wir zurück zu Chris wollen. Auf dem Weg schüttelt Kathi den Kopf „Wir müssen bei der Busreise daran denken vorher keinen Alkohol zu trinken. Ich habe keine Lust auf die Bustoilette zu müssen.“ Noch während sie redet fällt uns beiden etwas ein. Chris hat mehr getrunken als wir. Chris ist kleiner als wir. Wir müssen dringend auf Toilette, während sie bewegungsunfähig im Koffer ist. Wortlos sehen wir uns an. Uns beiden ist klar, dass es richtig wäre, das Ganze jetzt und hier zu beenden. Ich kann nicht anders und breche das Schweigen „Wir haben noch zwei Stunden. Was würdest du vorschlagen?“ Mit ebenfalls neutralem Blick antwortet Kathi „Naja, gehen wir Schaufenster bummeln und sehen wohin uns der Wind treibt.“

Christiane

Verzweifelt versuche ich erneut zu rufen, aber es ist mir klar, dass das vergeblich ist. Wie konnten die beiden mir das nur antun. Wie konnten sie mich alleine zurücklassen. Alleine in der Dunkelheit. Bewegungsunfähig. Und verdammt nochmal, das mit dem Druck auf der Blase war definitiv nicht eingeplant!

Ich hatte geschmunzelt, als die beiden davon sprachen, mich alleine zu lassen. Das würden sie niemals tun. Ich hatte das Gespräch der beiden und das Zufallen der Tür gehört, und stellte mir grinsend vor, wie die beiden warten, dass ich in Panik aufschreie. Ich wollte tapfer sein und nichts sagen. Doch Ewigkeiten vergingen, und ich hörte keine Geräusche. Ich schrie gegen meinen Knebel. Keine Antwort. Ich zerrte an meinen Fesseln. Meine Panik wächst. Meine Atmung wird schneller. Bei jedem Atemzug spüre ich wie die Spanngurte zerren. Immer schneller atme ich gegen den Knebel und dennoch fühlt es sich an, als bekäme ich weniger Luft. Obwohl es um mich herum schwarz ist habe ich den Eindruck, dass meine Sicht verschwimmt.

Langsam schaffe ich es mich etwas zu beruhigen. Noch einmal schreie ich so laut es geht gegen den Knebel. Nichts. Meine beiden besten Freundinnen hatten mich verlassen. Hilflos. In der Dunkelheit. Und zum Henker nochmal, der Druck steigt immer weiter!

Hilflos höre ich auf den Straßenlärm und zähle die Autos, welche an Kathi’s Wohnung vorbeifahren. Jede Ablenkung ist willkommen. Jeder Gedanke weg von meiner Hilflosigkeit. Jeder Gedanke, der mich von meiner Blase ablenkt. Verbittert beiße ich die Zähne zusammen. Noch verbitterter presse ich meine Oberschenkel aufeinander. Es darf nicht geschehen. Ich bin kein Kindergartenkind mehr!

Kämpfen!

Krämpfe.

Durchhalten!

Aufgeben.

Ohne es zu realisieren, spüre ich als erstes die Tränen welche mir über die Wangen laufen. Ich kann nicht mehr. Meine Körperspannung lässt nach und ich spüre die Wärme, welche sich in meiner Hüftgegend ausbreitet. Seltsamerweise fühlt es sich beruhigend, schützend, ja sogar tröstend an. Gleichzeitig regt sich mein Verstand. Die Demütigung und Erniedrigung sind wie ein Schlag in meine Magengegend. Die Tränen kommen weiter. Niemand hört wie ich mich vor Erschöpfung in den Schlaf weine.

Kathi

Vor Aufregung gelingt es mir kaum den richtigen Schlüssel in das Schloss meiner Wohnung zu stecken. Oder ist es Erregung? Die ganzen zweieinhalb vergangenen Stunden musste ich an Chris denken, wie sie so köstlich hilflos in den Koffer gestiegen ist, und wie sich die Macht anfühlte, das Schloss zu klicken zu lassen. Die ganze Zeit zusammen mit Tanja scheint mir ein Traum zu sein.

Schweigend betreten wir meine Wohnung. Ich sehe den Koffer, doch weder sehe noch höre ich eine Regung. Es fühlt sich an, als würden sich meine Gedärme zu einen Knoten verschnüren. Haben wir es übertrieben? Ist Chris etwas geschehen? Lebt sie noch? Bin ich Schuld am Tod meiner…?

Rennend eile ich zum Koffer und drehe den Schlüssel, den ich im Vorhängeschloss gelassen hatte. Beinahe reiße ich den Reißverschluss auf.

Im ersten Moment bin ich erstarrt, als sie sich nicht regt, doch dann geht ein kleines Regen durch Ihren Körper. Hat Sie geschlafen? Hat sie das Ganze so gut weggesteckt? Langsam öffnen sich Ihre Augen, und wie ein Reh im Licht der Scheinwerfer starrt sie mich an. Wie ein kleines Kätzchen. Der Knebel und das tränenverschmierte Gesicht vervollkommnen das Bild.

Erst als es aufblitzt bemerke ich, dass Tanja ihr Handy herausgeholt hat, und nun einige Bilder von unserer Chris macht. Erst jetzt bemerke ich, dass sich die Decke auf Hüfthöhe dunkel verfärbt hat. Mein Blick wandert zurück in Chris Gesicht. Sie ist bereits verweint, und doch kurz davor wieder loszuheulen. Ich genieße diese Macht. Ich genieße ihre Angst. Ich will sie nicht verlieren!

Ohne zu wissen was ich tue, falle ich auf die Knie und löse die Spanngurte. Greife hinter Ihren Kopf und löse den Knebel. Ich kann nicht anders. Ich packe sie und drücke sie an meinen Busen und stammle unterschiedlichste Entschuldigungen während sie schluchzt.

„Es tut mir Leid. Wir haben es übertrieben.“

Christiane

Mit brummendem Kopf blicke ich zurück zu Kathis Wohnung und erinnere mich verschwommen an die Erlebnisse des vergangenen Tages. Ich habe mich in einen Koffer sperren lassen. Ich habe mir ins Höschen gemacht. Und meine beiden besten Freundinnen wissen davon.

Diese Demütigung. Diese Erniedrigung.

Und seltsamerweise bin ich dennoch nicht wütend. Es fühlte sich gut an, als die beiden mich aus dem Koffer holten. Ich fühlte mich geborgen in Kathis Armen.

Und später, irgendwann nachdem ich mich geduscht hatte und der Jägermeister Kräuterschnaps auf den Tisch kam und noch bevor wir drei betrunken auf dem Boden eingeschlafen sind stimmte ich zu, dass ich das Ganze auch auf der echten Reise durchziehen werde. Tanja füllte mir immer wieder nach und freute sich, wie einmalig meine Idee ist, und wie mutig ich sei. Es fühlte sich gut an, nicht mehr diejenige zu sein, welche den Urlaub beinahe vermasselt hat, sondern diejenige zu sein, die dazu beiträgt, dass er legendär wird.

Das Problem ist, ich habe zugestimmt. Nicht nur das, ich habe auch einen Vertrag unterschrieben. Gestern Abend hat er sich vernünftig angehört, daran erinnere ich mich noch. An die Details nicht mehr. Verdammter Schnaps. Oh zum Henker nochmal, worauf habe ich mich eingelassen?

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Diese BDSM Geschichte wurde von Thaliae1 veröffentlicht.

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