PHOBOS UND DEIMOS

Die Rache meiner Frau.

4.4
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Veröffentlicht am 8. Mai 2022

Mit einem Mal kroch der Winter in die Ritzen der Stadt und Dunkelheit legte sich über sie wie der Deckel eines Sargs. Als hätte man ihn nicht schon längst erwartet – und doch kam er irgendwie überraschend. Auf die eine oder andere Weise sind wir erfüllt von einer kindlichen Ignoranz, dass diesmal vielleicht das Unausweichliche ausbleiben werde. Offenbar sind Hoffnung und Realität zwei unterschiedliche Gestirne. Glauben wir wirklich, dass der Mond nicht da ist, nur weil wir nicht hinsehen?

Die Rache meiner Frau habe ich mir rückblickend selbst eingebrockt. Diese war ihre ausgeklügeltste und perfideste Eskapade. Zugegeben: sie schlug mich mit meinen eigenen Waffen.

Als sie wieder einmal beruflich ausser Landes war schickte sie mir eine Nachricht, in der sie mir auftrug mich um den Haushalt zu kümmern. Sie sandte eine detaillierte Liste der zu erledigenden Dinge, mit denen ich den halben Samstag beschäftigt wäre. Was mir meine ursprünglichen Pläne durchkreuzte, da ich meine freie Zeit bereits minutiös mit meinen Spielchen verplant hatte, die ich in ihrer Gegenwart ständig entbehren musste. Ich freute mich auf einen Tag zu Hause, den niemand mit seinen Begehrlichkeiten durchkreuzen würde, den ich mit Kaffee, Zigaretten und Pornos beginnen würde, ganz nach meinem Gutdünken. Sie hatte mich zwar wohlweislich in den Schwanzkäfig gesteckt, ehe sie weggefahren war, aber ich habe noch immer einen Weg gefunden, mich aus diesem lächerlichen Spielzeug zu befreien. Wenn ich wollte konnte ich mich winden wie ein Aal, eine meiner Charaktereigenschaften, die sie zuverlässig zur Weißglut treibt und die sie mit dieser Disziplinierungsmaßnahme in den Griff zu bekommen gedachte.

Geilheit durch Gehorsam und Orgasmus als Belohnung.

Orgasmus habe ich durch sie jedoch schon lange keinen mehr bekommen. Ich habe ihn mir gestohlen in den Momenten, die ich für mich hatte: Vor einem Bildschirm kauernd, keuchend vor perverser Anspannung.

Ich vermisse das Gefühl einer Muschi und die menschliche Nähe beim Orgasmus, aber ihre Nähe ist mir zu langweilig, also geile ich mich an der Vielfalt der Pornos auf, die einfach zu jeder Stimmung passen.

An diesem Morgen jedoch kam es anders als üblich. Sie hatte mich einen neuen Schwanzkäfig anprobieren lassen, der mit einem Gürtel um die Hüften angelegt wird und mit einem dünnen Stahldraht wie ein String zwischen den Pobacken den Käfig an seinem Platz fixiert.

Während sie sich endlich anschickte das Haus unter ihren üblichen Abschiedsfloskeln zu verlassen, „tu bitte Dies und Jenes …“, „vergiss nicht Folgendes …“ und „wie wäre es, wenn du …“, versuchte ich meine fiebernde Ungeduld vor ihr zu verbergen und ging in Gedanken bereits in die Dusche, um meinen Steifen unter kaltem Wasser zum Abschwellen zu bringen und ihn aus seiner Zwangslage in die Freiheit zu holen.

Als sie endlich weg ist und ich an mir herumhantiere, stelle ich fest, dass das neue Ding überall so eng anliegt, dass auch das glitschigste Gleitgel mich nicht herauswinden lässt. Je länger ich werke, desto nervöser fummeln meine Finger an dem Käfig herum, umso lauter werden die Flüche, die ich gegen ihn ausstosse. Ich kann nicht glauben, dass es nicht irgendeinen Ausweg geben soll. Aber je unerreichbarer mein Schwanz in der Eisenkammer wird, desto mehr fluche ich gegen mich selbst und dass ich mich darauf eingelassen und mir mein Wochenende ruiniert habe. Taub und gefühllos klemmt mein bestes Stück da drin, obwohl ich es praktisch anfassen kann! Es liegt direkt unter meiner Hand! Ich kann nicht begreifen, dass dieser Millimeter Stahl und meine überzogene, arrogante Zustimmung mich plötzlich von meinem verdienten Spaß abhalten sollen. Dass sich meine Frau den Zugang zu meiner Lust erschlichen hat! Oh, welch schäumende Wut! Wie gut für sie, dass sie hunderte Kilometer weit weg ist! Nein, nein und nochmals nein, ein einziges Wochenende endlich einmal allein für mich und dann das!?

Und wo soll das hinführen, wenn ich nur mehr kommen dürfte, wann es ihr gefällt? Viel schlimmer: WIE es ihr gefällt? Keine geilen Geschichten mehr, keine jerk off Videos, in denen mir schamlose Frauen befehlen wie ich zu kommen habe, keine stundenlangen Erektionen vor meinen Fetischvideos?

Zur Beruhigung hole ich mir einen Whiskey und schütte ihn hinunter.

Dann beginne ich mit dem Ausbruchsversuch von Neuem.

Es ist zwecklos.

Ich fasse es nicht.

Wutentbrannt arbeite ich ihre bescheuerte Liste ab um mich abzureagieren und wieder klar denken zu können, gehäßig schleudere ich ihre Sachen in die Waschmaschine, mache nachlässig das Bett und zerre den Staubsauger gegen Zimmerecken. Als ob es irgendjemanden kümmerte. Wie auf Entzug kreisen meine Gedanken um das eine Problem. Als ich fertig bin, sehe ich ihre Nachricht auf meinem Handy.

„Und, wie gehts dir, Schatz?“

„Gut, mein Schatz, und dir?“, heuchle ich. Ich werde ihr weder meine Verzweiflung noch ihren Triumph auf die Nase binden.

„Wenn du mit der Hausarbeit fertig bist, habe ich eine kleine Überraschung für dich vorbereitet. Dazu erlaube ich dir, dass du meine schwarze Strumpfhose anziehst. Damit etwas von mir dir nahe ist und du mich spüren kannst. Ich will, dass du dir die Klammern auf die Nippel setzt und die Fußfesseln anlegst. Dann geh ins Arbeitszimmer, dreh das Chatvideo auf und warte auf mich.“

Überraschung? Was soll das sein?

Ein Ersatzschlüssel?

Das ist es! Das Gebot der Stunde ist Taktik, nicht Gewalt.

„Ja, mach ich, Schatz! Du, das neue Spielzeug, ich mag es nicht, es schnürt mich so ein, ich glaube ich halte keine Nacht mehr darin aus!“, werfe ich schon mal ein, um Land zu gewinnen.

Kurz darauf sitze ich nackt bis auf ihre schwarze Strumpfhose, die mein neues Gefängnis umkleidet im Arbeitszimmer und komme mir lächerlich und gedemütigt vor. Aber ich würde alles tun, um mich zu befreien und meine Geheimnisse zu schützen. Die Klammern lege ich mir nicht an, da ich nicht weiß, wie lange es dauern wird, bis sie online gehen wird. Und es gibt noch Kampfgeist in mir. Also verbringe ich die Wartezeit mit Porno schauen. Ich öffne mein Lieblingsvideo, jene Zusammenschnitte erstklassiger Videos, die jeweils so kurz gehalten sind, dass sie nur aufblitzen und schon wieder wechseln ehe man sie erfasst hat. Sie erzeugen eine hypnotische Erregung in mir.

Ich werde überflutet von makellosen Körpern, arrangiert in allen erdenklichen Posen und während ich noch den Ausdruck im Gesicht suche, den Bewegungen folge und die Szene erfassen will, finde ich mich schon in eine neue hineingeworfen, wie eine Abfolge halluzinatorischer Illusionen. Erotik als Droge, vielfältiger als die Phantasie, zuverlässiger als reale Spiele und machtvoller als die Realität. Manche von ihnen finden unerwartet eine Fortsetzung oder auch Wiederholung. Schnelle Szenen wechseln mit Stillbildern, Distanzaufnahmen mit übergroßen Nahaufnahmen. Eine weibliche Zunge auf einer glattrasierten Muschi wechselt mit einem ejakulierenden Schwanz zwischen zwei Arschbacken. Eine gefesselte Frau in Strümpfen wird gefickt und ehe man alles mit den Augen abgetastet hat, steckt ein überdimensionaler Schwanz in einem Arsch. Finger rotieren um eine spermagetränkte Muschi. Eine langbeinige Brunette in High Heels versenkt sich einen Steifen in ihrer Möse. Gespreizte Lippen einer glattrasierten Venusfalle fangen tropfendes Sperma in einem See. Er versenkt sein Gesicht zwischen ihren Arschbacken. In einer schwarz-weißen Nachtaufnahme nimmt sie seinen Schwanz zwischen ihre Lippen. Zwischen seinen Stössen taucht rhythmisch ihr willenloses Gesicht im Kameraausschnitt auf. Man sieht ihren Torso reiten, Ekstase im Gesicht.

Mein Schwanz aber bleibt alldem gegenüber völlig taub als gehöre er nicht zu mir. Er presst sich prall in sein Gefäß, aber keine Manipulation erreicht ihn. Ein Orgasmus ist undenkbar. Und gerade deswegen randaliert in meinem Kopf die Geilheit.

Sie schiebt ihren Slip mit zwei flinken Fingern beiseite und führt sich seinen Schwanz bis zum Anschlag ein.

Man will erst recht, was man nicht haben kann.

Drrrriinngg, ddrrriiinnggg.

Das Läuten des Chatprogramms reißt mich aus einer tumben Welt.

Drrrriinnnggg, drrriinnnngggg.

„Verflucht, was …!“ Ich ärgere mich über die Störung, ehe ich begreife, dass meine Frau anruft. Hastig drücke ich Tasten um Spuren zu verwischen, die sich in der Hektik nicht vertreiben lassen. Ich fahre mir übers Gesicht um meine Erregung zu vertuschen.

Neckisch leckt sie an seinem ausfließenden Schwanz. Ihre Füsse baumeln verspielt im Hintergrund.

Drrrriinngg, ddrrriiinnggg.

Ich verbanne sie und tausche gegen das Video meiner Frau, das kein Feuerwerk mehr in meinem Kopf entzündet.

„Wie geht es, Schatz?“

„Gut“, antworte ich knapp und um Fassung bemüht.

„Du hast gemacht, was ich dir aufgetragen habe?“ Sie stellt ein zufriedenes Lächeln im Großformat ins Bild. Ich stelle mir vor, wie ich ihr wütend mein Sperma ins Gesicht schleudere.

„Zeig mir dein neues Spielzeug.“

Ich zieh die Strumpfhose runter und zeige es ihr.

Ihr Lächeln weitet sich zu einem süffisanten Grinsen aus, das von einem Ohr zum andern geht.

„Schon entkommen?“

Ich fühle mich ertappt,

„… nein.“

Weiß sie, dass ich sonst immer entkommen konnte?

„Nein, wie kommst du darauf?“, versuche ich es.

„Nur so“, trällert sie.

Das ist eine Sackgasse. Ich kann nicht weiter in sie dringen.

„Ähh, was hast du für eine Überraschung für mich?“ Ich versuche meine Egozentrik als Interesse zu tarnen. Aber das Interesse an ihr habe ich schon lange verloren.

„Du wirst schon sehen. Ausserdem hast du sie dir nicht verdient – wo sind die Klammern?“

Ich stutze. Die Klammern! Ich habe sie in der Hektik vergessen.

„Ach ja, ich wollte noch auf dich warten …“

„Nun bin ich ja da …!“

Ich nehme die erste zwischen Daumen und Zeigefinger, fixiere mit der anderen meine Brust und setze die Klammer auf. Sie quetscht meine Brustwarze flach und macht einen scharfen, ziehenden Schmerz in meiner Brust, den ich geil finde und der mich anwidert zugleich. Sie lehnt sich in einem schwarzledernen Schreibtischsessel zurück und gibt den Blick auf ein bieder-dekadentes Hotelzimmer frei. Wie fern wir sind.

Sie angelt eine Zigarette aus einer Packung am Tisch und legt ihre Beine hoch. Ich kann ihre schwarze Strumpfhose sehen und ihre Beine, die wie ein Übertragungsfehler ein schwarzes Dreieck in die Bildecke legen. Ihre Füsse sind zensuriert. Die Szene wechselt zur Überblicksaufnahme, aber es fehlen ihr Geschwindigkeit und Kick. In ihrem Gesicht kann ich keine Erregung erkennen, nur Genugtuung und etwas, das mir neu vorkommt, wie Gelassenheit oder Überlegenheit oder auch einfach nur Distanz? Sie sagt kein Wort, sondern bläst wie als Antwort Rauch gegen die Kamera.

Wie ein Flashback taucht das Bild der Brunetten MILF vor meinem geistigen Auge auf, die mich in ihrem Video angeleitet hat zu wichsen, während sie völlig angezogen am Sofa saß und rauchte, bis ich mich über mich selbst ergoss. Ihre Füsse steckten in High Heels, aber es war mir verwehrt sie zu sehen als es mir kam …

Ihrem Gesichtsausdruck und einer langen Kette enttäuschender Erinnerungen nach zu schließen hat meine Frau nichts dergleichen mit mir im Sinn. Bisher war es am günstigsten, wenn sie glaubte meinen Schwanz unter Kontrolle zu haben und ich heimlich meinen perversen Machenschaften nachgehen konnte. Momentan hat sich die Situation eindeutig verschlechtert. Und nach ihrem sexuellen Interesse zu schließen, das de facto nicht vorhanden ist, wird sie mich vermutlich in dem Ding versauern lassen bis mir das Sperma aus den Ohren läuft und mich an einem kurzen Gängelband führen. Keine erfreulichen Aussichten.

Aber ich werde noch einen Weg finden ihr auszukommen, die Zeit ist mein Komplize, in einer ruhigen Stunde werde ich eine Kopie des Schüssels anlegen …

Mit diesem Gedanken wird das ganze zum neckischen Spiel, wie von Maitress Madeleine aus dem Käfig geholt zur werden, nur um rittlings mit nach hinten gezogenem Schwanz in ihrem Slip auszufließen. Oder von gesichtslosen Händen aus dem Käfig geholt und umgehend zum Abspritzen gebracht werden. Es dauerte keine Minute. Wie lange muss der arme Kerl da dringesteckt haben? Da darf er endlich einmal raus und alles was er bekommt sind zwanzig Sekunden Abwichsen! Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, lässt sie ihn los als es ihm kommt. Dabei wird er zur allgemeinen Verhöhnung noch auf Video aufgezeichnet und veröffentlicht. In der einzigen Ekstase, die ihm gegönnt wird, ruiniert sie seinen Orgasmus und lässt ihn vor Allen ausrinnen. Sie nimmt einfach ihre Hand weg und legt sie auf seinen Schenkel, direkt neben seinen zuckenden Schwanz! Ich könnte, aber ich will nicht: „Fuck you.“ Sie hat es garantiert genossen. Und kaum hat er an Größe verloren, stopft sie sein verschmähtes Ding in den Käfig und läßt ihn dort verschmoren. Was für ein armer Teufel!

Nun, ich weiß, dass meine Frau zu wenig durchtrieben ist um solch perfide Bestrafungen durchzuziehen, aber ich werde mich auch nicht zu einem Sklaven ihrer Frigidität machen und mich der Freude in meinem Leben berauben lassen!

So oder ähnlich dachte ich in kurzen, aufflammenden Bildern, als sie sich in ihrem Sessel zurechtrückte und die ersten Züge ihrer Zigarette nahm. Als dabei die Absätze ihrer schwarzen High Heels ins Bild rückten, war ich überrascht wie viel Erotik sie doch ausstrahlen konnte – naja, kein Wunder mit einem Steifen in der Hose und mehreren Sexvideos intus.

„Ich weiß, was du tust, wenn du alleine bist.“

Sie zieht genüßlich den Rauch ein und läßt ihre Worte im Nebel stehen.

Mir schnürt etwas das Herz zusammen, aber ich antworte so unbedarft ich kann:

„Was meinst du, Schatz?“

„Sag nicht Schatz zu mir!“, erwidert sie grob.

Sie zieht ihren Fuß zurück und stemmt ihn gegen die Tischplatte, die sie brutal zwischen dem Absatz und der Sohle einklemmt.

„Ich habe deine Pornos gefunden.“

„Was für Pornos?“, antworte ich wie aus der Pistole geschossen und hoffe, dass das Video nicht die Blässe in meinem Gesicht überträgt.

„Du weißt schon was ich meine. Deine Pornosammlung! Ganz schön stattlich! Ich hätte ja kein Problem damit, wenn du ab und an einen anschaust, aber das ist ja eine systematische Bibliothek, die du da angelegt hast. Sogar Namen, Bezeichnungen und Bewertungen hast du vergeben! Unfassbar …“

Sie rollt entrüstet die Augen und zieht an ihrer Zigarette wie um Luft zu holen. Luft könnte ich jetzt auch gebrauchen.

„Anhand des Datums lässt sich ablesen, wann du welchen geschaut hast und das war jedesmal, wenn ich nicht da war. Je-des-mal! Sogar nachts, wenn ich schlief! Und bevor wir miteinander schliefen! Du hast echt die Chutspe! Was glaubst du eigentlich? Hast du gedacht ich finde das nie heraus? Hast du überhaupt eine Vorstellung davon, was du da tust?“

Sie zieht tief an dem Glimmstengel und ich sitze verwirrt und beschämt ohne ein Wort der Erwiderung.

Der Schmerz der Klammern an den Nippeln zieht sich wie eine Schlinge um mein Herz. Ein dunkles, beklommenes Schweigen legt sich über mich.

„Ich habe mir nicht erwartet, dass du etwas sagen würdest. Keine Antwort ist auch eine Antwort. Nun, dann will ich dir mal meine Antwort darauf geben.“

Sie greift sich mit der anderen Hand an den Hals und lüpft ihre Halskette unter ihrer Bluse hervor, an der ein Schlüsselchen baumelt.

„Diesmal gehört er mir! Ich werde dir deine kleinen dreckigen Machenschaften schon abgewöhnen. Ab sofort kannst du soviel Pornos schauen wie du willst, aber deinen kleinen Freund kannst du vergessen. Und ich werde mich revanchieren, das kannst du mir glauben! Du wirst die Tage zählen, solange bis du dich nicht mehr erinnerst wie sich ein Orgasmus anfühlt!“

Sie atmet heftig aus und ihre Brust senkt sich als hätte sie eine Last abgeworfen, aus ihrem Mund kommt Rauch und ihr Schuh steht zuckend mit dem Vorderfuß gegen die Schreibtischkante gepresst.

Ihre Worte ängstigen und erleichtern mich zugleich. Als würde man einem Süchtigen Hilfe anbieten.

„Sie will sich trotzdem noch mit mir abgeben, mir noch eine Chance geben“, schießt es mir durch den Kopf. „Es wird gut sein, wenn sie es in die Hand nimmt, denn ich bin zu schwach, ich hätte es nie geschafft reinen Tisch zu machen. Aber es wird sicher nicht so heiß gegessen werden wie sie es jetzt darstellt, sie wird mich schon rauslassen, wenn sie selbst geil ist auf meinen Schwanz. Falls sie das jemals wieder sein wird … Aber dann werde auch ich wieder mehr Lust auf sie haben. Ein wenig so wie in dem Video …“

„Schatz“, beginne ich kleinlaut und um sie abzulenken, immer aber auch noch durchtriebenes Kalkül dabei, „kann ich mir die Klammern abnehmen, es tut so weh …“

„Untersteh dich! Du nimmst sie ab, wenn ich es dir sage, oder du kannst dir deinen Orgasmus aufzeichnen. Der Schmerz, den ich dir zufüge ist nur eine kleine Genugtuung.“

Die Klammern zerren mit ihren Eisenketten schwer an meinen Nippeln und bohren in meiner Brust. Jede Bewegung steigert es zu einem hysterischen Brennen. Ihr Gesicht ist süffisant, voll Genugtuung und … zufrieden. Mein leerer Blick hängt an ihrem Glimmstengel.

„Das ist erst der Anfang, mein Lieber! In Zukunft wirst du Pornos schauen und sehen, was du nicht bekommst – nie haben wirst. Sie werden nicht mehr geil sein, weil du dich nicht zu ihnen wichsen kannst. Sie werden dir vor Augen führen, wovon du dich endgültig abgeschnitten hast und es wird dich frustrieren, so wie es mich frustriert hat abgelehnt zu werden. Je weiter die Erfüllung in die Ferne rückt, desto mehr wird sie zu einer fixen Vorstellung werden für dich. Du wirst in deinem Saft schmoren und zu allem bereit sein. Glaub mir, das wird gar nicht so lange dauern. Und dann werde ich dich da haben, wo ich dich haben will.“

Sie zieht an ihrer Zigarette und bläst eine pixelige, weiße Wolke in die Kamera.

„Fühl den Schmerz und genieße ihn, er ist nämlich die einzige erotische Befriedigung, die dir bleiben wird. Und du kannst nun ruhigen Gewissens deine Pornos schauen, so viel du willst, und musst dich nicht mehr verstecken! Ich will sogar, dass du sie schaust, denn das macht dich geil und gefügig. Jetzt kannst du die Klammern abnehmen.“

Ich öffne sie langsam und vorsichtig, sie kleben mittlerweile an meiner Haut. Der Schmerz bäumt sich auf wie ein wildes Tier, das man von der Kette lässt. Ich beiße die Zähne zusammen. Es fühlt sich gut an, als er nachlässt. Auch der innere Schmerz wird wieder nachlassen.

„Ich habe das ultimative Sexvideo für dich, aber Vorsicht, es ist sadistisch! Aber da stehst du ja drauf …“, schließt sie mit schallendem Lachen.

Digitales Scheppern schließt den Videochat. Ein helles „Bing“, wie das klopfende Geräusch eines Messers auf Glas kurz bevor der Toast ausgebracht wird, kündigt eine Textnachricht von ihr an.

Ich klicke auf den Link und es öffnet sich ein Video, in dem meine Frau in ihrem türkisen Wollpullover sich über die Lehne einer Couch beugt, mit den Ellbögen auf der Sitzfläche aufgestützt. Vor dem Vorhang ihrer seiden-blonden Haare zündet sie eine Zigarette an und bläst eine Rauchwolke aus während sie in die Kamera blickt, als blickte sie mich direkt an. Mit der linken Hand hält sie ein rosa Feuerzeug umklammert. Am Sofa steht eine kupferne Schale für die Asche und daneben liegen ihre Schuhe – nicht zensuriert. Sie liegen dort wie hingeworfen, beide auf der Seite, aber sicherlich beschmutzt die Sohle des einen den Stoff der Couch.

Ich sehe ihr beim Rauchen zu wie ich es schon so oft getan habe und es wäre ganz gewöhnlich, wenn nicht die Schuhe auf der Couch und ihre eigentümliche Position wären. Sie blickt von unten in die Kamera, ihr Hintern ist aufgebahrt auf der Armlehne, höher als ihr Kopf und sie hält ihr Gewicht mit dem flach aufgelegten linken Unterarm, ihre schlanken Finger um das kleine rosa Feuerzeug geschlungen und auf ihren rechten Ellbogen aufgestützt, mit dem sie die Zigarette zwischen ihre Lippen führt, als jemand von hinten kommt, ihr den Rock hochzieht und seinen Schwanz in ihr versenkt. Sie lässt es geschehen wie eine Belanglosigkeit. Rauch einsaugen oder einen Schwanz aufnehmen, was macht das für einen Unterschied? Was für eine intime Gelassenheit zwischen den Beiden! Sie gibt das Rauchen auch nicht auf als er sie von hinten fickt, als wäre es nur eine Nebensächlichkeit in einem alltäglichen Bild. Aber sie stöhnt zu seinen Stössen und lässt sich bereitwillig anheben, damit er ihr den Pullover hochschieben und ihre schaukelnden Titten freilegen kann. Sie streift sich mit der Zigarettenhand die Haare aus dem Gesicht, inhaliert den Rauch und blickt in die Kamera, offen und interessiert. Der Rauch steigt vor ihrem Gesicht unablässig in dünnen Fäden auf, wie aus dem Feuer meiner Eifersucht genährt, und sie fickt jetzt ihn, sie schwingt ihre bloßen Pobacken rhythmisch gegen sein Becken und stöhnt, wenn sie ihn aufnimmt. Dann ruht ihr Becken und sie lässt sich von ihm nehmen. Er stösst sie gegen die wuchtige Armlehne und seines Stöße drücken Qualm aus ihrem keuchenden Mund. Sie drückt den Zigarettenstummel mit fahrigen Fingern aus, der Rauch erstickt auf der Stelle und sie blickt mich an.

Ich falle in ein tiefes Loch, als hätte mir jemand von hinten einen unerwarteten Schlag versetzt, der mich aus meiner kleinen, heilen Welt in eine grauenvolle, dunkle wirft. Wie gebannt starre ich auf das, was sich vor meinen Augen abspielt, kann es nicht fassen, kann aber auch nicht meinen Blick abwenden, auf keinen Fall darf ich auch nur einen Deut verpassen. Als suchte ich irgendein Anzeichen dafür, dass das nicht wahr wäre, eine bösartige, perfide Täuschung? Ich starre auf ihre Titten, die im Takt meines Verfalls sanft gegen die Couch schlagen.

Ich hoffe auf irgendeine surreale Errettung.

Sie aber legt sich mit gespreizten Beinen auf den Rücken und zündet voll genießerischer Ruhe noch eine Zigarette an und bläst den Rauch senkrecht in die Luft, gegen den steifen Schwanz, der sich über ihrem Gesicht ins Bild schiebt und beginnt ihn mit ihrer freien Hand zu wichsen. Was für schöne, lange Finger sie hat. Diese schönen, langen Finger führen die Zigarette zu ihren Lippen und da ist wieder diese stechende Diskrepanz zwischen der Ungeheuerlichkeit der Szene und der kaltblütigen Nonchalance meiner Frau. Er ejakuliert auf sie, sie erschrickt ein wenig von seinem Erguß, der sich über ihr Gesicht legt und in ihre Haare tropft, inhaliert den Zug noch zu Ende, zieht den Rauch durch den geöffneten Mund, während er ihr sein Sperma ins Gesicht schleudert und sie bläst den Rauch mit geschlossenen Augen gegen seinen tropfenden Schwanz, legt ihren Kopf in den Nacken um in ihm zu baden während sie sich mit ihren langen Fingern zwischen den Beinen massiert.

Ich suche zwischen den weißen Batzen fieberhaft nach einer Regung des Ekels, der Demütigung, zumindest einer Irritierung. Sie aber wischt sich nicht einmal ab, blickt nur mit dem gleichen festen Blick in die Kamera. Sie nimmt einen Zug und bläst ihn gegen die Kamera. Plötzlich schnurrt der Videoplayer zusammen und hinterlässt ein viereckiges, schwarzes Loch auf dem Bildschirm.

Ein fernes, unwirkliches „Bing“ meines Handys reißt mich aus meiner Erschütterung. Automatisch blicke ich auf den Display, der einen lapidaren Satz von ihr enthält: „Jetzt habe ich dich an den Eiern.“ Darunter zeigt ein Photo einen Perversen in Damenstrumpfhose, Keuschheitsgürtel und Nippelklammern.

Der Perverse bin ich.

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Diese BDSM Geschichte wurde von surenda veröffentlicht.

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