NAPOLI

Ehefrau unterwirft sich einem Freund des Ehemannes.

3.8
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Veröffentlicht am 1. Februar 2022

Das Spiel lief an diesem Abend nicht so zäh, wie am letzten Freitag. Es machte mal wieder richtig Spaß. Die Mannschaften waren ausgeglichen, und jeder einzelne Satz hart umkämpft. Auf beiden Seiten entstand echter Teamgeist, und jeder Sieg wurde begeistert bejubelt. Beate spielte so gut wie noch nie, wurde einfach mitgerissen und vergaß dabei irgendwie ihre spielerischen Grenzen. Sie spielte nicht mehr als Individuum, sondern als funktionierendes Glied eines Mannschaftsgefüges, gesteuert von einem kollektiven Willen. Nahezu alles schien ihr zu gelingen. Alfred, der neben ihr spielte, war so erstaunt, daß er es bald unterließ, ihr, wie sonst immer, die Bälle wegzunehmen. Vor allem wurde nun jeder Versuch dieser Art von den Mitspielern lautstark mißbilligt. Beate spielte sich frei. Sie war in höchstem Maße konzentriert, aber nicht verkrampft. Sie mußte sich nicht zur Konzentration zwingen, mußte auch nicht auf ihre Bewegungen achten, es kam alles von selbst. Dabei spielte sie nicht spektakulär, oder wie der Star der Mannschaft, aber sie spielte sicher und fast fehlerlos. Unversehens wurde sie zum Matchwinner. Nach fast zwei Stunden wurde das Netz abgebaut. Abgekämpft, aber in bester Stimmung, gingen alle zum Duschen und Umziehen. Die Duschräume hallten wider vom rauschenden Wasser und vom Scherzen, Lachen, Schulterklopfen und Rache Schwören für nächsten Freitag. Zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte sich Beate wieder richtig gelöst. Erst jetzt unter der warmen Dusche merkte sie, wie groß ihr körperlicher Einsatz gewesen war. Doch es war nicht Müdigkeit, die sie verspürte. Sie ließ das warme Wasser auf ihre Haut prasseln und fühlte, wie sich ihre Muskeln entspannten. Sie hatte diesen Zustand noch nicht oft erlebt, denn sie war eher träge und konnte sich nur sehr selten zu sportlichen Anstrengungen überwinden, doch Alfred hatte ihr schon oft davon vorgeschwärmt, wenn er vom Joggen nach Hause kam. Das mußte es sein, dieses Gefühl höchster Lebendigkeit, das jede Faser des Körpers beherrscht. Die anderen Frauen waren zum größten Teil schon im Umkleideraum verschwunden, da stand Beate immer noch in diesem herrlichen warmen Regen, der sie mit seinem Dampf und seinem Rauschen vor der Welt abzuschirmen schien. Alle dunklen und bedrückenden Gedanken der letzten Zeit waren verscheucht. Erst als alle anderen den Raum verlassen hatten, griff sie seufzend nach ihrer Waschlotion und begann sich einzuseifen.

Als sie fertig angezogen ihre Tasche packte, war niemand mehr im Raum. Auch die Vorhalle war menschenleer. Hatte sie so lange gebraucht? Den Gedanken, bei den Männern zu klopfen, verwarf sie sofort wieder. Sie hatte noch nicht vergessen, wie Klaus sie in der Dusche überrascht hatte. Also schlenderte sie in Richtung Ausgang. Auf dem Parkplatz traf sie auf die Anderen. Sie standen unschlüssig zusammen und beratschlagten darüber, wie der verbleibende Abend zu verbringen sei. Klaus hatte den Vorschlag gemacht, diesen Abend einmal eine neue Kneipe ausprobieren. Er hätte jetzt schon öfter davon gehört. Es müsse wirklich etwas Besonderes sein, und sie könnten sie sich doch mal anschauen. Alle waren etwas überrascht, denn ihre Stammkneipe lag nur um die Ecke, und noch niemand war irgendwie unzufrieden damit gewesen. Der Weg, den Klaus beschrieben hatte, war nun wirklich recht weit, und einige beschlossen, sich schon jetzt zu verabschieden. Der andere Teil wollte es Klaus zuliebe mal versuchen. Beate selbst wäre am liebsten gleich nach Hause gefahren. Diesen Moment gänzlicher Zufriedenheit mit sich und der Welt hätte sie gerne für die Nacht gerettet. Aber natürlich waren Sie wieder mit Klaus und Elfi gefahren und mußten sich nach ihnen richten. Während die Anderen losfuhren, warteten Beate und Elfi auf ihre Männer, die immer etwas später kamen, da Klaus noch die Lichter löschen und die Türen verschließen mußte.

Die beiden Frauen standen in der Dunkelheit, scherzten miteinander über die Langsamkeit ihrer Männer und lachten über das Spiel, in dem Elfi diesmal keine so gute Figur gemacht hatte. Beate lehnte sich mit dem Rücken an Elfi und ließ sich zärtlich umarmen, glücklich eine solche Freundin zu haben. Elfi war so anders als sie, und ihr doch so vertraut. Wäre ihre Beziehung zu Alfred in letzter Zeit nicht so schwierig gewesen, sie hätte Elfi ihr Geheimnis vielleicht preisgegeben. Aber jetzt war alles so kompliziert geworden. Nur ihr war es zu verdanken, daß Beates Verhältnis zu Klaus sich wieder ein wenig entspannt hatte. Elfisch Vertrauensarbeit war doch nicht ganz wirkungslos geblieben. Beate schreckte nicht mehr so leicht vor Klaus zurück, wie nach jenem Vorfall in der Dusche. Doch immer noch spürte sie eine latente Bedrohung von ihm ausgehen, nicht mehr so manifest, aber doch deutlich genug, um auch weiterhin auf Distanz zu achten. Inzwischen war ihr auch klar geworden, daß dieses Erschrecken nicht erst an jenem Abend begonnen hatte, sondern viel früher, vielleicht schon von Anfang an. Vielleicht war die Faszination, die sie bei der ersten Begegnung empfand, nur eine andere Spielart dieses Schreckens. Warum hatte sie sich bei diesem Gespräch, es war ja nur ein Verkaufsgespräch gewesen, so provoziert gefühlt. An nichts in seinen Worten, Blicken oder Gesten konnte sie sich erinnern, das über eine selbstbewußte, forsche Freundlichkeit hinausgegangen wäre. Dennoch hatte sie vom ersten Augenblick an gespürt, wie sie taxiert und gefordert wurde. Und so hatte sie ihr Bestes gegeben, daß es sogar Alfred bemerkt hatte. Wie auch immer, ob Faszination oder Schrecken, sie fühlte sich sicherer, wenn sie Klaus aus der Ferne betrachten konnte. Er war ihr nicht geheuer. Es ging eine Intensität von ihm aus, deren Wirkung sie nicht abschätzen konnte und die sie zu meiden versuchte, wo es immer ging. Vor allem Elfi, doch auch Alfred dienten dabei als hilfreiche Pufferzonen.

Als sie zu viert in den Wagen stiegen, waren die Anderen schon lange weg. Erstaunlicherweise schienen sie trotzdem als Erste anzukommen. Es war niemand da. Alles war dunkel, und nur mit Hilfe der Scheinwerfer konnten sie die Schrift an der Tür entziffern: „Wegen Betriebsferien geschlossen.“

Auch Alfred war nicht besonders erpicht auf den Kneipenbesuch, so daß er sich, wie auch Beate, nicht die Mühe machte zu rätseln, warum Klaus nicht noch wartete, um sich mit eventuellen Nachzüglern abzusprechen. Die beiden hatten es sich auf dem Rücksitz bequem gemacht, und Beate kuschelte sich versöhnlich an ihren Mann. Sie wollte die Stiche vergessen, die er ihr zugefügt hatte, und ihm wieder ganz nah sein. Sehnsüchtig wünschte sie sich jenes harmonische Gleichgewicht der Gefühle zurück, das sie schon erreicht hatten und das nun verloren schien. Doch jetzt lehnte sie wieder an seiner Seite, liebevoll gehalten von seinem Arm. Es war wie früher.

Sicher wären die beiden eingeschlafen, hätte sie nicht Klaus mit seinem Entschluß überrascht, noch woanders hinzugehen. Sie hatten angenommen, er hätte sein Vorhaben nun aufgegeben. Als er von hinten Alfreds müden Protest hörte, beruhigte er ihn und meinte, es sei doch nur für ein klitzekleines Bier. Doch die Fahrt zog sich hin, und Alfred und Beate mußten für eine Weile eingenickt sein, denn plötzlich fuhren sie durch eine Art Industrie- oder Gewerbegebiet. Sie mußten irgendwo am Stadtrand sein. Alfred fragte Klaus irritiert, wohin er denn jetzt noch wolle, doch der bremste und erklärte strahlend, wie einer, dem eine Überraschung geglückt ist, sie seien doch schon da. Er parkte am Straßenrand und bat alle auszusteigen. Elfi legte den Arm um die gähnende Beate, die noch zu verschlafen war, um ihre Umwelt richtig wahrzunehmen. Klaus ging mit Alfred voraus und erklärte ihm, daß er mit den Besitzern dieses Schuppens gut bekannt sei, denn so ohne Weiteres käme man hier gar nicht hinein. Das Gebäude, soweit es sich in der Dunkelheit erkennen ließ, konnte Alfred nicht besonders nobel finden. Eine Disco würde man vielleicht darin vermuten, doch dafür war es dann wieder zu dunkel und zu still. Nur unübersehbar groß war der Komplex. Dagegen war der Eingang recht unscheinbar. Es zierten ihn lediglich die Worte „Napoli-Club“ in der etwas verblichenen Schrift einer Leuchtreklame.

Klaus drückte eine Klingel, und kurz darauf öffnete sich ein Fensterchen in der Tür. Die Stimme klang hocherfreut, als sie Klaus und Elfie mit ausgesucht höflichen Worten begrüßte. Es wurde aufgemacht, und der Türsteher, ein Mann von guten Manieren, aber mächtiger Statur, bat sie alle herein. Durch eine zweite Tür betraten sie dann einen Raum, den wohl niemand in diesem Gebäude vermutet hätte. Er war eingerichtet im Stil eines gehobenen italienischen Restaurants. Fast alles war mit dunklem Holz gearbeitet, Täfelungen, Verzierungen, selbst Einlegearbeiten überall. Die über sechs Meter lange Theke war ein einziges Prunkstück. Aus der Küche roch es, wie es eben nur aus italienischen Küchen riecht, nach dieser besonderen Mischung aus Olivenöl, Gewürzen und gekochten Muscheln. Alle Tische waren mit Kerzen beleuchtet, obwohl sie nur etwa zu einem Drittel besetzt waren. Es waren vor allem Paare verschiedenen Alters und einige einzelne Gäste, die vor einem Glas Wein oder einer dampfenden Mahlzeit saßen.

Beate war sofort aus ihrem Halbschlaf erwacht, als sie den Raum betreten hatten. Die Überraschung war Klaus geglückt. Niemand hätte hier ein Lokal mit solcher Atmosphäre vermutet. Auch Alfred mußte gestehen, sich zu früh geärgert zu haben. Beide waren beeindruckt und bekamen tatsächlich Lust, den Abend hier auf nette Weise zusammen abzurunden.

Bevor sie sich setzen konnten, stürmte ein kleiner, grauhaariger Herr in einem auffälligen Seidenmantel auf die Vier zu, küßte Elfi auf die Wange und umarmte Klaus. Auch Beate und Alfred begrüßte er herzlich und stellte sich als der italienische Besitzer des Lokals vor. Er betreibe es eigentlich nur als ein Steckenpferd, nebenberuflich sozusagen. Es sei im Grunde ein Erbe, das er damit verwalte. Seit vielen Generationen sei das Lokal im Besitz seiner Familie gewesen, bis er als Erster dieser Tradition untreu geworden sei. Er habe mit Immobilien gehandelt und sei dabei reich geworden, doch um den Preis seiner Heimat. Wenigstens als eine symbolische Erfüllung seiner Familienpflicht habe er das Lokal vor dem Verfall oder Verkauf gerettet und hierher bringen lassen. Und hier würde es nun auch wieder betrieben werden, wenn auch nicht ganz regulär, nur für Leute vom Geschäft, oder für ganz spezielle Gäste. Dabei nahm er Beates Hand und küßte sie lächelnd. Sie seien ja Freunde von Klaus und als solche immer willkommen. Er führte sie zu einem Tisch und ließ vom Kellner eine Flasche Rotwein kommen. „Auf Kosten des Hauses“, sagte er und schenkte fünf Gläser ein. Dann erhob er eines davon und rief:“Auf Ihren ersten Besuch bei Salvatore!“ Er blinzelte Beate zu, setzte das Glas an seine Lippen und leerte es in einem Zug. Die vier Gäste tranken nun ebenfalls von ihren Gläsern und bedankten sich für Salvatores Gastfreundschaft. Der entfernte sich mit einer Verbeugung und mit den besten Wünschen für den Abend.

Sobald sie sich gesetzt hatten, wurde Klaus bestürmt von Alfreds und Beates Fragen über diesen Salvatore und seine eigenartige Geschichte von diesem fast unwirklich erscheinenden Restaurant. Er konnte ihre Neugier aber nur sehr bedingt befriedigen. Salvatore hätte ihm selbst auch nie etwas anderes erzählt. Kennengelernt habe er ihn geschäftlich, auch beim Verkauf eines Autos. Salvatore sei unglaublich reich, sei aber immer sehr an fremden Menschen interessiert. Deshalb betreibe er wohl auch dieses Lokal, das jedoch nur den kleinen Teil eines großen Komplexes bilde. Es gebe auch noch einen Swimming Pool, eine Sauna, eine Tennishalle, einen kleinen Konzertraum und einige andere Einrichtungen, von denen er nur gehört habe. Fast alles werde praktisch nur privat und eben nachts betrieben, da Salvatore tagsüber sehr diszipliniert seinen Geschäften nachgehe.

Diese unerwartete, alle Grenzen des Gewöhnlichen sprengende Entdeckung bescherte Beate und Alfred dieses Gefühl des Übermuts, das einen immer dann überfällt, wenn man der grauen Normalität des Alltags eine kleine oder große Sensation abgetrotzt hat. Die Vier prosteten sich immer wieder zu und gingen scherzend die Speisekarte durch. Für eine große Mahlzeit war es schon zu spät, aber einen Salat, oder eine Vorspeise wollte man noch probieren. Alle Spannungen, Mißtöne und Zweifel, die in den letzten Wochen aufgekommen waren, schienen sich aufzulösen in ausgelassener Heiterkeit. Klaus hatte sich trotz allem wieder einmal als der Zauberkünstler erwiesen. Durch ihn, so schien es, boten sich immer wieder Gelegenheiten zum Außergewöhnlichen. Auch Beate war überzeugt, und hatte ihre Reserve gänzlich abgelegt..

Das Essen erwies sich als reinster Genuß, und die sich schnell leerende Flasche Wein wurde bald durch eine zweite ersetzt. Die Stimmung hatte sich etwas beruhigt, da man nun mehr mit den Gaumenfreuden beschäftigt war, und erst als alle gegessen hatten und sich voller Zufriedenheit zurücklehnten, bemerkte Beate, daß Klaus, der ihr gegenübersaß, sie anstarrte. Dies war kein abwesender Blick, der nur zufällig auf ihr ruhte. Nein, Klaus blickte ihr unverschämt lange und direkt in die Augen und betrachtete immer wieder unverhohlen die Wölbungen ihrer Brust. Ihre gelöste Stimmung war mit einem Mal verflogen. Wieder war sie mit dieser Kraft konfrontiert: aggressiv, unheimlich und fordernd. Immer war sie ihr ausgewichen, hatte sich weder locken, noch zwingen lassen, und jetzt war sie einfach wütend. Klaus hatte diese Stimmung der trügerischen, entwaffnenden Heiterkeit abgewartet, um Beate zu provozieren. Sie suchte den Blickkontakt mit Alfred, doch der hatte gar nichts bemerkt. Er füllte gerade sein Glas. Sie wollte zum Aufbruch drängen, den Abend beenden. Da begann Klaus:

„Beate, kannst du mir erklären, warum du an unseren Freitag Abenden immer so unpassend gekleidet bist?“

Sie sah ihn verständnislos an.

„Du weißt doch, was ich meine. Eigentlich dürftest du doch kein Höschen tragen. Ich bin sicher, du trägst heute wieder eins.“

„Woher …“? Beate wurde bleich vor Scham und Wut. Er hatte sie an ihrer verwundbarsten Stelle getroffen, dort, wo dieses schwierige Geheimnis zwischen ihr und Alfred lag, geschützt durch tiefstes eheliches Vertrauen. Vor Klaus mehr als vor allen anderen Menschen hatte sie es schützen wollen. Doch mit einem Satz hatte der alle Schutzwälle durchschlagen und sie in ihrer tiefsten Seele bloßgestellt. Wo war ihre Distanz, die ihr sonst immer Sicherheit gab? Verschwunden, als hätte sie nie existiert. Beate zitterte. Sie war leichtsinnig gewesen, hatte sich täuschen lassen, wie eine Königin, die ihre Leibwache im falschesten Moment nach Hause schickt. Sie hätte aufgebracht sein müssen, doch sie war wehrlos. Sie sah Alfred an und blickte in das ungläubige Gesicht eines Mannes, der gerade mit dem Betrug des Freundes und der eigenen maßloßen Dummheit konfrontiert wurde. Er war nicht fähig auch nur nach erklärenden Worten zu suchen. Die Überraschung hatte ihn völlig gelähmt.Doch Klaus hatte erst begonnen.

„Nun, wir haben natürlich öfter über euch Frauen gesprochen. Ist ja auch ganz natürlich, wo wir doch so ähnliche Beziehungnen haben. Also, ich finde das ja toll, ein Glücksfall für eine Freundschaft. Aber wir konnten uns nie einig werden, wer die bessere Sklavin ist. Du bist sicher eine super Frau, Beate, aber Elfi kann besser gehorchen als du, behaupte ich. Nimm nur das Beispiel mit dem Höschen. Siehst du, deswegen haben wir eine Wette abgeschlossen. Wir wollten die Sache auf objektive Weise entscheiden.“

Alfred erinnerte sich natürlich an die Wette, doch nie hatte er daran gedacht, sie offen auszutragen, oder den Frauen auch nur im Spaß davon zu erzählen. Und Klaus hatte das gewußt, und auch daß Beate ihn nicht in ihr Geheimnis hatte einweihen wollen. Grenzenlose Wut stieg in Alfred auf. Das würde das Ende der Freundschaft bedeuten. Wie naiv war er gewesen! Und wie grenzenlos dumm stand er nun vor allen da. Für welchen Idioten mußte Klaus ihn immer gehalten haben? Durch seinen Kopf wirbelte ein Chaos der schlimmsten und wildesten Gedanken. Er war nicht mehr imstande es zu ordnen. Beate mußte fürchterlich enttäuscht von ihm sein, sie mußte sich verraten fühlen. Doch auf keinen Fall wollte er Klaus diesen Triumpf gönnen. Er könnte die Häme nicht ertragen, mit der er ihn einen erotischen Hochstapler und Phantasten nennen würde, der aus seiner recht gewöhnlichen Frau in seinen Geschichten nach dem dritten Bier eine geile Sexsklavin machte. Gut, er hatte Beates Vertrauen mißbraucht, aber er war kein Lügner und kein Großmaul. Das mußte er Klaus noch beweisen. Beate war sicher enttäuscht von ihm, doch er würde ihr später alles erklären, und dann konnten sie einen Strich unter die ganze Geschichte machen. Aber jetzt kam es darauf an. Jetzt mußte er alles von ihr verlangen, nur dieses Mal. Jetzt durfte sie ihn nicht im Stich lassen.

„Wollen wir also beginnen“, fuhr Klaus fort. „Elfi ist heute für diesen Anlaß auch etwas irregulär gekleidet.“ Und zu ihr gewandt sagte er kurz:“Elfi, gib mir dein Höschen!“ Elfi stand auf, trat einen Schritt zur Seite und griff, ohne sich nach den Leuten umzudrehen, unter ihren Rock, suchte nach dem Bund ihres Höschens und streifte es sich herab, bis es auf ihren Füßen lag. Dann stieg sie heraus, hob es auf und gab es Klaus. Der lächelte sie an und legte es vor sich auf den Tisch. Dieser Vorgang war keineswegs versteckt geschehen und er war auch den wenigsten Anwesenden verborgen geblieben. Doch nirgends gab es Zeichen der Empörung. Mit interessiertem Blick, so als würden sie sich gut dabei unterhalten, verfolgten die meisten Gäste die Szene. Auch als Klaus Elfi anwies, nun sein Kätzchen zu sein. Auf allen Vieren kroch sie um den Tisch herum an seinen Platz und legte ihren Kopf zwischen seine Beine. Klaus streichelte und lobte sie für ihren Gehorsam. Dann durfte sie sich wieder setzen.

Alfred wollte nachziehen. Mit belegter Stimme befahl er Beate, ihm ihr Höschen zu geben. Sie sah ihn regungslos an. Ihr Gesicht war todtraurig. Verzweifelt wiederholte er den Befehl, und seine Stimme überschlug sich. Sie blieb stumm, den Blick immer noch auf Alfred gerichtet. Aus ihren Augen rannen Tränen.

Klaus griff ein:“So geht das nicht. Du bringst das Mädchen ja zum Weinen. Komm Beate, steh jetzt auf und gib mir dein Höschen!“ Beate nahm ein Taschentuch, wischte sich ihre Tränen ab und schneuzte sich. Dann stand sie auf, beugte sich über den verdutzten Alfred, strich über sein Haar und küßte ihn auf die Stirn. Nun trat sie zurück, raffte ihren Rock und zog ihren Schlüpfer aus. Sie gab ihn Klaus. Der nahm ihn, drückte ihn an sein Gesicht und sog Beates intimen Geruch tief ein.

„Was ist nun mit meinem Kätzchen? Komm herunter und schnurre ein bißchen!“ Alfred traute seinen Augen nicht, als Beate auf alle Viere ging, zu Klaus hinüberkroch und, wie Elfi vorhin, ihren Kopf zwischen seine Beine steckte. Sie ließ es zu, daß er ihr Gesicht an sein Geschlecht drückte und mit einer Hand über ihren Rücken an den Ansatz ihres Hinterns faßte, wo er unter dem Stoff die bloße Haut spüren konnte. Mit zwei, drei Bewegungen hatte er den Rock über die Wölbung gezogen. Ihr nacktes Gesäß präsentierte sich nun den Blicken fast aller Anwesenden im Raum.

Alfred konnte nicht begreifen, was hier geschah. Er sah nur Beates offensichtliches Einverständnis mit dem, was Klaus da mit ihr machte. Vielleicht wollte sie ihn provozieren, sicher wollte sie ihn verletzen. Daß sie sich vorhin traurig von ihm verabschiedet hatte, hatte er nicht verstanden. Er wollte sich dieses Schauspiel nicht länger ansehen. Es war erwachsener Menschen nicht würdig. So stand er auf und verließ den Raum, ohne sich noch einmal umzudrehen. Er eilte wortlos am Türsteher vorbei, hinaus ins Freie. Dort rannte er die dunkle, menschenleere Straße entlang. Er rannte und rannte, das beruhigte ihn etwas. Er würde ein Taxi nehmen und nach Hause fahren. Auf keinen Fall würde er sich provozieren lassen. Sie hatten sich verrechnet, wenn sie glaubten, er würde den schäumenden, eifersüchtigen Ehemann spielen. Wahrscheinlich war alles vorher abgekartet, und er hatte sich an der Nase herumführen lassen. Wie lange eigentlich schon? War ihre Reserve Klaus gegenüber vielleicht schon immer ein Teil dieses Spiels?

Vor Alfred tat sich plötzlich ein Abgrund auf, der ihn schwindelig machte. In den Jahren seiner Ehe hatte er nie eine Sekunde an seiner Frau gezweifelt. Es fiel ihm auch jetzt nicht leicht, dies zu tun. Beate war der Fels gewesen, auf den er sein Leben gebaut hatte. Ihr Gleichmaß, ihre innere Ruhe, ihr praktisches Wesen, aus all dem hatte er geschöpft, von dort kam seine Sicherheit, ja, sie war der Garant seines Lebens. Das Spiel mit Beherrschung und Unterwerfung war doch nur eine Episode, ein Austesten neuer Wege. Gut, er war dabei wohl nicht immer sehr sensibel für ihre gewesen, und es hatten sich gewisse Probleme daraus ergeben. Doch die stellten doch nichts Grundlegendes in Frage. Das Ganze war eben ein Experiment. Konnte Beate wirklich ihre Ehe aufs Spiel setzten, konnte sie an ihren tiefen, miteinander verschlungenen Wurzeln reißen? Nein, sie konnte es nicht. Niemals! Sie waren verwachsen miteinander, untrennbar, nicht nur wegen der Kinder. Aber was hatte dann ihr Verhalten vorhin zu bedeuten? Alfred war weiter denn je davon entfernt zu verstehen.

Bald wurde ihm klar, daß es sinnlos war, hier nach einem Taxi zu suchen. Die ganze Zeit über waren nur zwei LKWs vorbeigekommen. Die Gegend war wirklich trostlos: Spärlich beleuchtete, überbreite Straßen, Zäune oder Betonmauern, die die Grundstücke abgrenzten, Fabrikhallen, Betonkästen und zum Teil einfach verwahrlostes Gelände mit abgestellten alten Maschinen und voll von stinkendem Müll. Nicht einmal einen Hund hörte er bellen. Alfred wußte nicht, wo er war, und in welcher Richtung die nächsten Wohngebiete lagen. Ein Fußmarsch könnte eine Sache von mehreren Stunden werden, wenn er nicht gleich die richtige Richtung einschlug. Er beschloß umzukehren. Wahrscheinlich suchten sie schon nach ihm. Sein plötzliches Verschwinden hatte sie vielleicht doch erschreckt und ihr böses Spiel beendet. Er war jedoch keineswegs bereit, auch nur ein Detail, von dem was passiert war, zu vergessen. Sie hatten ihn gedemütigt, geplant und mit Absicht. Er erwartete eine Wiedergutmachung und würde sich nicht mit fadenscheinigen Entschuldigungen abspeisen lassen. Langsam machte er sich auf den Rückweg, und allmählich kehrte seine Sicherheit wieder. Das eben Erlebte wurde immer irrealer. War es überhaupt wirklich passiert, oder war er einer Wahnvorstellung erlegen. Er beschleunigte seine Schritte.

Beate kniete zwischen Klaus‘ Beinen, das Gesicht zwischen seinen Schenkeln und der Hintern entblößt. Daß Alfred gegangen war, hatte sie nicht bemerkt. Er hatte sich vorher schon für sie unerreichbar weit entfernt. Die pulsierende, sie beide verbindende Arterie ihrer Seelen hatte er brutal zerfetzt. Sie wäre verblutet und hätte nichts dagegen unternommen. Ebenso widerstandslos ließ sie es geschehen, daß Klaus sie am Leben erhielt, daß er sie auflas als herrenloses Gut, denn sie war entwertet worden wie ein Stück Sperrmüll am Straßenrand, das jeder nach Gutdünken mitnehmen, oder der Entsorgung überlassen konnte. Klaus nahm sie in Besitz, und sie war zu nichts weiter fähig, als dies für sich festzustellen. Sie wunderte sich über die Leichtigkeit, mit der ihr das gelang. Ihr Zittern hatte aufgehört, und in ihr war eine selige Ruhe eingekehrt, die sie an die Nacht nach dem Tode ihres Vaters erinnerte. Nach Stunden des Weinens hatte sie in den Armen ihrer Mutter gelegen. Der Schmerz hatte sie verlassen und einer wohltuenden, erschöpften Ruhe Platz gemacht. Auch jetzt trauerte sie. Sie hatte ihren Ehemann verloren, war verwettet worden. Erst jetzt, in diesem Augenblick vollständiger Kapitulation vor Klaus, der sie über Monate mit allen Mitteln und scheinbar chancenlos verfolgt hatte, und sie nun zum Niedrigstpreis,ja eigentlich gratis, erwarb, merkte sie, wie stark die Kraft gewesen war, gegen die sie sich so lange behauptet hatte. Eine ungeheure Anspannung löste sich von ihr. Wie wunderbar leicht war es, sich für keinen Liebenden mehr schonen zu müssen, sich einfach in den Strudel treiben zu lassen und sich nicht mehr gegen dessen Sog zu wehren. Es war ihr durchaus klar, wie absolut und bedingungslos Klaus‘ Macht- und Besitzanspruch über sie war. Zu gut kannte er seine Beziehung zu Elfi. Er war eiskalt und würde seinen Sieg bis ins letzte auskosten. Er war ehrgeizig und genoß die Macht. Da er sie nun bezwungen hatte, würde er bald beginnen, mit ihr zu spielen. Wie ein Windrad oder ein Fähnchen würde sie in der Luft hängen, leicht zittern, sich wild drehen oder sich zerfetzen lassen, wie es Klaus gerade gefiel. Er ließ keine Grenzen gelten und auch sonst nichts, was seinen Willen behinderte. Doch nichts von all dem hatte noch irgend einen Schrecken für Beate. Sie gehörte ihm, und wollte ihm gehören.

Da kniete sie nun auf allen Vieren, bezwungen, gedemütigt, aber gelöst und ohne Angst. Hatte sie Klaus‘ Blick eben noch als Unverschämtheit empfunden, so ließ sie es nun willig geschehen, daß er mit einer Hand an ihrem Hinterkopf ihr Gesicht an sein Geschlecht drückte. Durch den Stoff seiner Hose spürte sie, wie es wuchs. Dann kraulte er ihr den Nacken und fuhr mit der Hand ihren Rücken entlang, was ihr wieder Gelegenheit gab, etwas freier zu atmen, bevor sie wieder ganz zwischen seinen Beinen verschwand. Dann lag ihr Kopf seitlich auf seinem Schoß. Klaus betrachtete ausgiebieg ihr Gesicht und streichelte es zärtlich mit seinen Fingerspitzen. Er genoß diesen Augenblick bei Frauen mehr als alle anderen. Der Moment, in dem er eine Frau zu seinem Besitz machte, hatte nicht seinesgleichen. So wie er Beate nun betrachten konnte, daß sie es nicht wagte, die Augen zu öffnen, war ein Erlebnis höchster Macht. Seltsamerweise war es vor allem das Gesicht, das ihn am meisten reizte, mehr als alle Attribute der Weiblichkeit. Einen Busen oder Hintern konnte man mit einer Bewegung entblößen, nicht aber ein Gesicht. Daran hatte er nun Monate gearbeitet, und erst jetzt war er am Ziel. Ihr Gesicht war nackt. Es hatte alle Masken und allen Schutz verloren. Es wehrte sich nicht mehr stolz, wie noch vor wenigen Minuten, sondern ließ sich willig betrachten, mit sich spielen und sich sogar das Lächeln befehlen. Nur die Augen blieben geschlossen.

Dicht hinter sich hörte Beate Stimmen, und mit einem Mal wurde ihr die Öffentlichkeit der Szene bewußt. Zwei Italiener unterhielten sich, wahrscheinlich über sie. Sie wußte nicht, wer sonst noch hinter ihr stand, um sie zu betrachten. Auch als sie die Augen öffnete, konnte sie nicht nach hinten sehen. Sie wollte hochschrecken, als sie die erste Berührung spürte, doch Klaus drückte ihren Kopf wieder auf seinen Schoß. Fremde Hände berührten sie an ihren Schenkeln und am Hintern, weder zärtlich noch brutal, sondern eher prüfend. Auf italienisch kommentierten sie, was sie untersuchten, und wechselten auch mit Alfred einige Worte. Beate verstand nichts davon, aber sie erkannte nun Salvatores Stimme. Da stand Klaus auf, hob sie hoch und drehte sie um. Vor ihr standen ein lächelnder Salvatore, immer noch in seinem Seidenmantel, und der Koch in seiner Arbeitskleidung. Die anderen Gäste hatte sich zum Teil erhoben, um besser sehen zu können, einige hatten sich auch dazugestellt. Klaus faßte Beate an den Schultern und erklärte ihr, sie solle nun mit den beiden Herren gehen, die würden sich um sie kümmern. Elfi faßte Beate gleich an der Hand und meinte beruhigend, sie würde mitkommen, Beate brauche keine Angst zu haben. Die Frauen folgten nun den beiden Italienern in die Küche, wo noch zwei weitere Köche warteten.

„Braucht die Signora ein Bad?“ fragte einer davon.

„Sie hat erst vor ein bis zwei Stunden geduscht“, antwortete Elfi.

„Gut, dann ist ein Bad nicht mehr nötig. Spart auch Zeit. Dann ziehen wir sie jetzt aus.“

Dicht hinter sich hörte Beate Stimmen, und mit einem Mal wurde ihr die Öffentlichkeit der Szene bewußt. Zwei Italiener unterhielten sich, wahrscheinlich über sie. Sie wußte nicht, wer sonst noch hinter ihr stand, um sie zu betrachten. Auch als sie die Augen öffnete, konnte sie nicht nach hinten sehen. Sie wollte hochschrecken, als sie die erste Berührung spürte, doch Klaus drückte ihren Kopf wieder auf seinen Schoß. Fremde Hände berührten sie an ihren Schenkeln und am Hintern, weder zärtlich noch brutal, sondern eher prüfend. Auf italienisch kommentierten sie, was sie untersuchten, und wechselten auch mit Alfred einige Worte. Beate verstand nichts davon, aber sie erkannte nun Salvatores Stimme. Da stand Klaus auf, hob sie hoch und drehte sie um. Vor ihr standen ein lächelnder Salvatore, immer noch in seinem Seidenmantel, und der Koch in seiner Arbeitskleidung. Die anderen Gäste hatte sich zum Teil erhoben, um besser sehen zu können, einige hatten sich auch dazugestellt. Klaus faßte Beate an den Schultern und erklärte ihr, sie solle nun mit den beiden Herren gehen, die würden sich um sie kümmern. Elfi faßte Beate gleich an der Hand und meinte beruhigend, sie würde mitkommen, Beate brauche keine Angst zu haben. Die Frauen folgten nun den beiden Italienern in die Küche, wo noch zwei weitere Köche warteten.

„Braucht die Signora ein Bad?“ fragte einer davon.

„Sie hat erst vor ein bis zwei Stunden geduscht“, antwortete Elfi.

„Gut, dann ist ein Bad nicht mehr nötig. Spart auch Zeit. Dann ziehen wir sie jetzt aus.“

„Nein, das mache ich. Das ist so abgemacht. Sie lassen uns jetzt bitte allein, und ich werde Sie dann rufen.“

Salvatore blinzelte ihr zu:“Wer wird Ihnen widersprechen, Signora?“ Die Männer verließen den Raum.

Elfi fiel Beate um den Hals und schluchzte:

„Du mußt mich für eine heimtückische Verräterin haltem. Wie kann ich dir begreiflich machen, daß ich das nicht bin?“

Beate drückte sie an sich.

„Ich weiß, daß du das nicht bist. Es hat wahrscheinlich alles so kommen müssen. Du hast mich nicht verraten.“

„Natürlich habe ich immer gewußt, daß er dich will, und er hat mich auch auf dich angesetzt. Ich mußte ihm alles über dich erzählen, ich sollte dich irgendwie vertraut machen mit ihm. Ich hab das alles getan, du weißt ja warum. Aber glaub mir, meine Freundschaft zu dir war nie gelogen, keinen Augenblick lang.“

„Ich glaube dir, Elfi. Ich weiß das.“ Die beiden Frauen lagen sich in den Armen und fühlten sich einander sehr nah. Elfi war wie von einer schweren Last befreit. Beate war sehr froh, sie bei sich zu haben, denn sie fühlte sich hier nicht wohl. Warum war Klaus nicht mitgekommen. Nur bei ihm war sie furchtlos. Plötzlich löste sich Elfi.

„Wir müssen uns beeilen.“ Sie drückte Beate noch schnell einen Kuß der Erleichterung auf die Wange und begann sie zu entkleiden.

„Was sollen wir denn hier in der Küche?“ wollte Beate wissen. „Und was wollen die Italiener von mir?“

„Wegen denen brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Salvatore ist ein Spanner, aber er ist recht harmlos. Er lebt von dem was für ihn abfällt. Klaus bringt seine Frauen immer hierher zu ihm und ist dafür der zweite Hausherr. Die anderen drei sind nur Personal. Sie sollen dich vorbereiten.

Elfi wurde unterbrochen, denn die vier Männer kamen zurück. Beate war nun nackt, und ihren musternden Blicken ausgesetzt. Man führte sie zu einer Küchentheke, auf der ein riesiges Serviertablet aus blitzendem Chrom lag. Sie verstand erst nicht, aber die Köche machten ihr klar, daß sie sich mit dem Rücken darauflegen sollte. Tatsächlich war es groß genug für sie, und sie konnte sich bequem darauf ausstrecken. Die Berührung mit dem kalten Metall ließ sie erschauern, so daß sie eine Gänsehaut bekam und ihre Brustwarzen sich aufstellten. Salvatore war hocherfreut über diesen Anblick, wies die anderen mit Entzücken darauf hin, wobei er eine Brustwarze zwischen Daumen und Zeigefinger nahm und vorsichtig daran rieb. Beate schloß die Augen. Sie wollte sich nicht beteiligen, was auch immer nun geschehen sollte. Ihren Willen, sich gegen irgendetwas zu widersetzen, hatte sie verloren. Dennoch war sie unruhig. Elfi war verschwunden, und Klaus hatte sie fremden Männern überlassen. Er fehlte ihr. Sie war sein Eigentum geworden. Aber nur seine Gegenwart konnte ihre Gefühle der Angst und der Erniedrigung narkotisieren. Hier, ohne ihn, nackt und ausgeliefert in dieser Küche,begann sie sich zu fürchten. Die Trauer um Alfred kam hoch, der Gedanke an Eva in den Betten der Großeltern gab ihr einen Stich, und zum ersten mal erschrak sie über sich. Sie begann die Tragweite des Geschehens an diesem Abend zu ahnen.

Man nahm ihre Arme und legte sie über ihrem Kopf zusammen. Dann zog jemand ihre Knie auseinander, um die Schenkel zu öffnen. Beide Knie lagen nun rechts und links etwa auf dem Rand des Tablets, wobei ihre Unterschenkel wieder zusammenliefen bis zu dem Punkt, wo sich die Fersen trafen. Ihre Beine hatten also grob die Form einer Raute, deren spitze Winkel unten an den Fersen und oben an ihrem Geschlecht begannen.

Beate zuckte zusammen und riß die Augen auf, als sich eine kalte Masse auf ihrem Bauch breitmachte. Es war irgend eine steife Früchtecreme, die ein Koch aus einer Schüssel um ihren Nabel verteilte. Die entstandene Vertiefung füllte er mit einer Kirsche und ein paar Tropfen zähflüssigen Likörs. Ringsherum bildete er kleine Cremehäufchen, deren Spitzen er mit Beeren schmückte. Seine beiden Kollegen machten sich auf ebenso kunstfertige Weise an anderen Körperteilen zu schaffen. Beate wurde garniert, als Süßspeise zubereitet. Zu diesem Zweck standen Schüsseln mit verschiedenen Creme- und Sahnemischungen bereit, sowie eine Unzahl von Früchten, die größeren meist in feine Scheibchen geschnitten. Daneben gab es Likör- und Sirupflaschen, verschiedene Pulver, kurz gesagt eben die ganze breite Palette, die eine große Küche für Desserts aller Art bereithielt. Alles war schon vorbereitet, jetzt ging es nur noch um das Anrichten der Speisen. Beates Körper diente als Form für das Kunstwerk, das nun entstand. Die Köche verstanden sich meisterlich darauf, die richtigen Speisen für die richtigen Körperstellen zu finden, und sie so aufzutragen, daß nichts verrutschte. Dabei schufen sie herrliche, filigrane Verzierungen, die Beates Formen umspielten und betonten. Ein feines Gerippe aus Melonenscheiben wölbte sich vom Schlüsselbein bis fast über die Brust. Entlang der Arme schlängelten sich Linien von gespritzter Creme. Feigenstückchen klebten mit Honig in den Achselhöhlen. Die Spitzen der Brüste erhielten Kränze aus Ananasscheiben, durch deren Öffnungen die Warzen ragten, die ihrerseits mit je einem Sahnehäubchen bedeckt wurden. Jedes Stück Haut fand Verwendung. Dort wo nichts halten wollte, diente Honig oder Sirup als Klebstoff für Mandelsplitter oder Kokosraspeln Die Handflächen wurden mit Likör begossen und erhielten zwei Pflaumenhälften. An den Fußsohlen klebte Schokoladenpulver. Selbst zwischen den Zehen steckten Mandarinenstückchen. Die Wölbung des Schambeins diente als stabilisierende Fläche, von der aus ein ganzes System von Früchten, Nüssen und Cremelinien über die Leistengegend auf die Schenkel herabfiel, die durch ihre geöffnete Stellung auch auf den Innenseiten Auflageflächen boten. Immer wieder wurde Beate angewiesen, sich ja nicht zu bewegen, da sonst alles zerstört wäre. Es gelang ihr recht gut. Auch wurde sie zunehmend ruhiger denn sie konnte nicht umhin, die Arbeit der Italiener an ihrem Körper zu bewundern. Alles ging mit einer schier unglaublichen Schnelligkeit. Nach wenig mehr als zehn Minuten waren sie fast fertig. Salvatore trat hinzu. Bewundernd glitten seine Augen über das Werk. Einer der Köche brachte ihm ein kleines Tablet mit einem Schälchen Olivenöl, einer großen Erdbeere, und ein paar Weintrauben.

„Du mußt jetzt den Mund aufmachen“, erklärte einer der Köche. „Halte die Erdbeere mit den Zähnen fest, so daß sie noch halb aus dem Mund herausschaut. Du darfst sie nicht beißen.“

Es war gar nicht so leicht, diese Anweisung zu befolgen, als Salvatore die Erdbeere in Beates Mund schob. Ein paar Tropfen des Saftes liefen ihr auf die Zunge, und gerne hätte sie zugebissen. Salvatore nahm eine Weintraube vom Tablet und benetzte sie mit dem Öl.

„Nicht bewegen, jetzt!“ warnte einer der Köche, und dennoch erschrak Beate, als sie die Weintraube an ihren Schamlippen spürte. Salvatore schob die ölige Frucht vorsichtig und langsam die Spalte entlang, auf und ab. Er ließ sich Zeit, tauchte die Weintraube immer wieder in Öl, fuhr fort mit der zarten Massage und beobachtete, wie sich die Lippen allmählich wie von selbst öffneten, ohne den geringsten Druck. Beate wollte sich winden und der Berührung entziehen, doch jeder Versuch einer Bewegung wurde sofort unterbunden. Sie konnte auf den übermäßigen Reiz an dieser empfindlichsten Stelle nur mit ein paar unartikulierten Lauten aus ihrem gefüllten Mund reagieren. Die Frucht wanderte nun langsam auf Beates Eingang zu, steckte für einen Moment lang fest und verschwand dann durch den leichten Druck von Salvatores Finger in ihrer Vagina. Es folgte die nächste Frucht und wieder die nächste. Beates Inneres wurde angefüllt mit Weintrauben. Direkt vor ihrer Scheide errichtete Salvatore aus den übrigen einen kleinen Haufen, dessen Spitze ihren Eingang berührte und zu den tiefer verborgenen Schätzen wies. Es war wie ein erstarrtes Rinnsal aus Trauben, das sich aus ihr ergoß.

Als Alfred wieder vor der Türe stand, war ihm noch niemand begegnet. Auch der Wagen stand noch an der gleichen Stelle. Er drückte den Klingelknopf und wurde eingelassen. Das Restaurant hatte sich fast völlig geleert. Auch die Drei waren verschwunden. Er fragte den Kellner nach ihnen, und der führte ihn durch einen langen Gang zu einer unscheinbaren Tür. Er ging erst selbst hinein und ließ Alfred warten, offensichtlich um dessen Rückkehr anzukündigen. Bald kam er wieder und bat ihn herein. Alfred betrat eine Art Salon. Es war ein privater Raum, das war zu erkennen, doch auch der war prunkvoll ausgestattet mit Möbeln im Stil der Jahrhundertwende. Er schien in eine kleine Party geraten zu sein, denn im Raum verteilt standen oder saßen kleine Gruppen von Männern und Frauen, die sich rauchend oder trinkend gedämpft unterhielten. Einige mochten Gäste im Restaurant gewesen sein, andere hatte er noch nie gesehen. Schräg gegenüber entdeckte er Elfi und Klaus, der freundlich zu ihm herüberwinkte, so als wäre an diesem Abend nichts weiter geschehen. Beate war nicht zu sehen. Alfred ging mit schnellen Schritten zu ihnen hinüber und fragte Klaus in scharfem Tom:

„Wo ist sie?“

„Sie kommt gleich“,antwortete Klaus seelenruhig. „Nimm dir doch ein Glas, es gibt Champagner.“

Alfred bekam ein gefülltes Glas in die Hand gedrückt und wußte nicht, was er von Klaus‘ Benehmen halten sollte. Auch Beates Abwesenheit irritierte ihn. Eins schien ihm jedoch klar: Hier war nichts von dem Schuldbewußtsein zu bemerken, das er erwartet hatte.

Eine Schiebetür wurde geöffnet und Alfred sah, wie vier Männer eine Art Trage, oder eher ein langes, silbern blitzendes Tablet hereintrugen, auf dem seine nackte Frau lag, hingebreitet und verziert mit süßen Köstlichkeiten. Die Anwesenden applaudierten und bedachten den dekorierten Frauenkörper mit Lauten und Worten der Bewunderung, als das Tablet auf einen niedrigen, länglichen Tisch in der Mitte des Raumes gelegt wurde.

Alfred fühlte sich erniedrigt, wie nie zuvor in seinem Leben. Seine Frau, die Mutter seiner Kinder, wurde nackt und garniert wie ein Dessert einer Meute von Fremden vorgesetzt. Sofort wollte er sich auf Beate stürzen, sie herunterziehen und mit nach Hause nehmen. Diesem grotesken Spiel mußte ein Ende gemacht werden. Doch hinter ihm stand der Türsteher bereit, hatte schon auf seine Reaktion gewartet und hielt ihn fest. Außer sich vor Wut schrie er:

„Das ist Freiheitsberaubung und Entführung! Ich werde euch die Polizei auf den Hals hetzen, ihr Schweine. Ich werde euch alle in den Knast bringen!“

Da trat ihm Salvatore entgegen: „Oh nein, Signor. Hier wird niemand zu etwas gezwungen. Wer hier ist, ist freiwillig hier. Merken Sie sich das!“

Einer der Anwesenden fragte, wer dieser Neuankömmling sei. Der Kellner antwortete:

„Er war ihr Vorbesitzer.“

Alfred begann an seinem Verstand zu zweifeln. „Ich bin nicht ihr Vorbesitze, ich bin ihr Mann“, kreischte er hysterisch, „und wir haben zu Hause zwei Kinder!“

„Fragen wir sie doch einfach selbst“, schlug Klaus vor, trat an den Tisch und sprach sie an:“Beate, dieser Mann dort behauptet, du würdest zu ihm gehören. Stimmt das?“

Beate, die immer noch die Erdbeere zwischen den Zähnen hielt, schüttelte leicht, aber deutlich sichtbar den Kopf.

„Sag‘, wirst du hier zu irgend etwas gezwungen, das du nicht freiwillig tust?“

Wieder schüttelte sie den Kopf. Nicht einmal hatte sie zu Alfred geblickt. Bewegungslos lag sie da, so als würde sie darauf warten, auf einem Altar geopfert zu werden. Alfred war zerstört. Er lehnte an der Wand und sah mit stierem Blick vor sich auf den Boden, das volle Glas noch in der Hand. Für Klaus war das Thema nun erledigt, und er richtete das Wort an die Umstehenden:

„Liebe Freunde, wie ihr seht, habe ich heute wieder einmal etwas mit euch zu feiern. Es ist mir eines der süßesten und knusprigsten Mädchen zugelaufen, die ich kenne. Sie heißt Beate und liegt hier vor euch, dank unserer Küche ein Genuß für Auge und Gaumen.“

Klaus machte eine kurze Pause für den Applaus und einige Bravo Rufe. Kaum jemand bemerkte die Bewegung hinter ihm und sah, wie einer der Köche Alfred in den Arm fiel, ihm in einem kurzen Handgemenge ein langes Küchenmesser entriß und ihn mit Hilfe des Türstehers zu Boden schlug. Der Applaus verebbte, und nun erst bemerkte Klaus, daß Alfred besinnungslos in eine Ecke geschleift wurde. Alles war sehr schnell gegangen, und viele hatten durch den Lärm gar nichts mitbekommen, auch Beate nicht. Alfred hätte Klaus getötet, wäre er nicht daran gehindert worden. Er hätte es mit all seiner Kraft und mit vollem Bewußtsein getan. Es schien die letztmögliche sinnvolle Tat seines Lebens zu sein.

Klaus verlor für einen Moment den Faden. Er ahnte nicht, daß er eben dem Tode entgangen war. Dennnoch dauerte es einige Sekunden, bis er wieder ganz bei der Sache war und im gleichen Ton fortfuhr:

„Natürlich sollt ihr, meine Freunde, teilhaben an meinem Glück, und so möchte ich nun das Mahl eröffnen.“

Man applaudierte wieder, erhob die Gläser, prostete sich zu und trank. Klaus lächelte auf Beate herab, beugte sich über ihr Gesicht und nahm mit seiner Zunge die Erdbeere aus ihrem Mund. Dabei heftete er seine Lippen auf ihre und begann mit der Frucht zu spielen. Er zerbiß sie halb, schob sie wieder in ihren Mund zurück und holte sie sich wieder. Selig erwiederte Beate diesen endlosen Kuß. Endlich gewährte er ihr die Zärtlichkeit, für die sie sich so bedingungslos erniedrigen ließ. Doch da löste er sich von ihr, und das war das Signal. Beate wurde umringt von gierigen Händen und Mäulern, die sich an ihr laben wollten. Für diesen Moment hatten die Köche gearbeitet, ihr Werk wurde nun konsumiert. Beate tat es leid darum. Es war als würde ihr herrlich verzierter Körper durch die Fresser geschändet. Es gab kein Besteck, und so wurden die Köstlichkeiten mit Fingern, wo immer möglich auch mit Zungen oder Lippen von ihrer Haut gestreift. Schätzten Einige vor allem die Speisen, so ging es den Meisten doch darum, ihr Teil von Beates Körper schnell freizulegen, um sich dann damit zu vergnügen. Beate hielt still, ließ alles geschehen und suchte mit ihren Augen immer wieder Klaus, der etwas abseits stand und den Vorgang kühl lächelnd verfolgte. Ihre Fußsohlen wurden abgeleckt, ihre Zehen gelutscht. Es kitzelte an ihren Handflächen. Bauch und Brüste wurden abgedeckt, Schenkel, Arme, Achselhöhlen – alles war verfügbar, allein ihre Scheide wurde in Ruhe gelassen. Beate war nicht in der Lage, wahrzunehmen, wer sich womit beschäftigte. Fremde Männer und Frauen verschiedenen Alters saugten, leckten, kniffen, küßten, streichelten, bissen und kneteten ihren Körper. Sie war diesen schmierenden und schmatzenden Wesen um sich herum überlassen, bis sie endlich von ihr abließen, da nur noch klebrige Nässe ihren Körper bedeckte.

Alfred kam wieder zu sich. Seine Nase und sein Kiefer schmerzten, doch vor allem sein Kopf. Er öffnete die Augen, und sein ganzes Elend kam ihm wieder zu Bewußtsein, auch sein kläglich gescheiterter Mordversuch. Er bemerkte, daß er sich immer noch im Würgegriff des mächtigen Türstehers befand, der, an der Wand gelehnt, Alfreds Erwachen bemerkt hatte, und jeden Versuch einer Bewegung mit verstärktem Druck auf seine Kehle beantwortete. Gegenwehr hätte ohnehin nichts bewirkt, da Alfreds Hände hinter seinem Rücken gefesselt waren. Er konnte sich nur noch hassen. Hatte es jemals schon einen solch miserablen Versager gegeben, wie ihn? Jetzt konnte er nicht einmal mehr mit der Polizei drohen. Man würde ihm einen Mordversuch anlasten. Da stand er nun, gedemütigt, bewegungsunfähig, und mußte mitansehen, wie seine Frau dort auf dem Tisch lag, nun kahlgefressen. Klaus hatte sich nun über sie hergemacht und begrapschte sie überall. Das Publikum amüsierte sich sichtlich dabei. Er stellte Beate immer wieder die gleiche Fragen:

„Haben sie dich ganz abgeleert? Ist denn wirklich nichts mehr übrig für mich? Ich habe noch Hunger! Hast du mir denn nichts mehr aufgehoben?“ Dabei fuhr er mit einem Finger zwischen ihren Schamlippen auf und ab.

Endlich antwortete sie leise:“Da sind noch Weintrauben.“

„Wo sind sie denn? Ich sehe keine.“ Nach einem Moment verlegenen Schweigens brachte sie es über sich, zu antworten:

„In meiner Vagina.“ Die Zuschauer johlten, und Alfred sah selbst aus der Entfernung, wie Beate errötete. Er wußte, daß sie sich furchtbar schämte. Nackteit vor anderen allein hatte ihr noch nie so viel ausgemacht, wie das Sprechen über intime Dinge. Nur mit sehr wenigen Menschen konnte sie das. Sie mußte merken, daß Klaus sie bloßstellen wollte und dennoch ließ sie ihn gewähren. Zu jeder Antwort mußte sie sich überwinden, und die Umstehenden, immernoch mit Creme, Sahne und Honig besudelt, die Gläser wieder in der Hand, hatten ihre Freude daran.

„Aber wie soll ich sie mir denn holen?“ fragte Klaus und hatte inzwischen ihre Scham geöffnet.

„Du, du kannst sie mit deinen Fingern…“, stammelte sie.

„Nein, mit den Fingern will ich es nicht tun“, unterbrach Klaus.

„Du kannst sie auch mit deiner Zunge holen“, brachte sie mit erstickter Stimme heraus und löste lautstarken Beifall aus. Klaus grinste und zog sie an ihren Hüften näher zu sich heran, so daß sie nun mit dem Hintern auf der unteren Kante des Tablets auflag. Ihre Beine hingen links und rechts herab. Er ging auf die Knie und drückte seinen weit geöffneten Mund auf ihre Scheide. Sie stöhnte auf und Alfred mußte erkennen, welch elektrisierende Wirkung Klaus‘ Berührungen auf Beate hatten. Er spielte auf ihrem Geschlecht, wie auf einem Instrument. Er bestimmte die Melodie, den Takt und den Rhythmus. Er setzte Kraft ein und Zartheit und versuchte, alle möglichen Klangfarben zum Schwingen zu bringen. Dabei ließ er nicht nach, bis er sie gezwungen hatte, die Regungen ihrer Lust ungehemmt vor Allen zur Schau zur stellen. Dann holte er eine Weintraube nach der anderen aus ihrer Öffnung, und jede wurde beklatscht. Als er auch mit dem Finger nichts mehr finden konnte, ließ er einige Trauben genüßlich in seinen Mund fallen und verteilte die restlichen an einige der Männer, die sie jedoch nicht aßen, sondern in der Hand behielten.

Es war Alfred klar, daß man ihn zwingen wollte, alles bis zu Ende mitanzusehen. Seinen Kopf konnte er nicht drehen. Als er seine Augen schließen wollte, drückte ihm der Koloß hinter ihm die Luft ab, so daß er sie schnell wieder öffnete. Gut, wenn er sich dieser Qual schon nicht entziehen konnte, dann würde er sich nun jede Einzelheit minutiös ins Gedächtnis prägen. Damit wollte er dann seinen Haß nähren, der alle verfolgen würde, die ihm das angetan hatten. Doch seine Verblüffung hatte ihn den Haß und die eigene, miserable Rolle in der Geschichte für einen Moment lang vergessen lassen. Er konnte es nicht fassen, wie leicht Klaus Beates sexuelles Feuer entfachen und damit spielen konnte. Wie konnte sie in dieser Situation Lust empfinden? Doch nur kurz konnte er sich solchen Gedanken hingeben, denn die Folter des Zusehens wurde gnadenlos fortgesetzt. Klaus öffnete seine Hose und holte seinen geschwollenen Penis heraus. Dann packte er Beates Beine und hob sie an. Während seine Hände nach ihren Hüften griffen, rutschten ihre Kniekehlen auf seine Arme, so daß ihre Unterschenkel zu beiden Seiten herabfielen und die Beine sich spreizten. So zog er sie zu sich heran und stülpte ihre Vagina über seinen Schwanz.

Alfred sah ihr Gesicht. Es hatte den Ausdruck höchsten Genusses. Die Augen waren geschlossen, um alles andere auszublenden. Ihre Wahrnehmung konzentrierte sich ganz auf Klaus‘ Bewegungen in ihrem Innern. Sie ergriff seine Handgelenke und hielt sich daran fest. Dann fiel sie in seinen Rhythmus ein. Beate empfand Lust und höchste Genugtuung. Sie hatte sich ihm überlassen, sich für ihn gedemütigt. Nun endlich, endlich würdigte er diese Gabe, endlich nahm er sie. Als er sich in ihr entlud, lächelte sie stolz und wollte ihn zu sich herabziehen, um seinen Kopf auf ihre Brust zu betten und ihn zärtlich in die Arme zu schließen. Doch er verharrte kurz in seinem Orgasmus, zog sich aus ihr zurück und ließ ihre Beine zu Boden sinken.

„Du bist noch nicht fertig, mein Kleines“, sagte er und strich ihr über das Gesicht. Seine Worte völlig mißdeutend antwortete sie lächelnd:

„Ich brauche das jetzt nicht. Es war auch so sehr schön.“

Ein jugendlich wirkender Zwanziger mit blonden Locken kam heran und schob ihr die Weintraube, die er vorhin von Klaus bekommen hatte, in den vor Überraschung halb geöffneten Mund. Der Junge stellte sich zwischen ihre Beine – Klaus hatte ihm Platz gemacht, ließ seine Hosen herunter und stieß zu. Beate schrie auf und wollte hoch, um sich zu wehren, doch Klaus drückte sie wieder nach unten:

„Du hast immer noch nicht verstanden! Du gehörst jetzt mir, und zwar vollkommen.“ Dabei öffnete er ihren Mund mit einem Daumen und zerdrückte die Weintraube darin. „Und jetzt verleihe ich dich. Also bleib liegen und mach die Beine breit.“ Schluchzend ließ sie ihren Kopf zurückfallen und überließ sich dem Blonden.

„Laß mich bitte deine Hand halten!“ flehte sie Klaus an und strecke ihm die ihre hin. Doch der trat zurück, nahm sich einen Stuhl und setzte sich, um in Ruhe zusehen zu können. Beate wußte nicht mehr an wieviele Männer er die Weintrauben verteilt hatte, doch ihr war klar, daß jeder von ihnen mit dieser Frucht, die aus ihrem Inneren geholt worden war, ein Recht auf sie beanspruchte.

Beate ließ sich benutzen. Einem nach dem anderen öffnete sie sich. Warum wehrte sie sich nicht?. Alfred war sich sicher, sie würden von ihr ablassen, wenn sie sich nur entschlossen genug wehren würde. Doch nun sah er etwas, das ihn an der Realität der Szenerie gänzlich zweifeln ließ. Es war also doch ein Alptraum. Wann würde er endlich erwachen? Da stand eine blonde Frau bei Beate, die sie stützte, hielt, ihr den Schweiß von der Stirn wischte, und ihr die Tränen trocknete, während sich die Männer ihrer nacheinander bedienten. Das hatte er schon einmal geträumt. Eine ganz ähnliche Szene hob sich schemenhaft aus seiner Erinnerung: Beate schreiend und weinend, nackt und die Beine gespreizt, ein Mann, der sich an ihr zu schaffen machte, die blonde Frau bei ihr, helfend und tröstend. Nein, das war kein Traum gewesen. So war sein Kind geboren worden. Kein Zweifel, dort bei Beate stand Helene Kaufmann, ihre Hebamme. Was in Gottes Namen machte diese Frau hier? War sie Salvatores Puffmutter? Wie konnte sie sich für so etwas hergeben? Hatte hinter ihrem Gerede damals in der Cafeteria schon dieses Ziel gestanden? Wollte sie eine Hure aus Beate machen? Vielleicht hatte Klaus sie bezahlt. Alfred hielt alles für möglich. Er begann die Frauen zu hassen. Verräterische Schlangen, heimtückisches Gewürm.

Beate zählte nicht mit, wieviele Hände sie packten und wieviele Glieder in sie eindrangen. Einige der Männer nahmen sie wie Klaus, doch für andere mußte sie sich mit Bauch und Brüsten über den Tisch legen, damit sie von hinten zugänglich war. Wieder andere wollten ihren Mund, und sie mußte sich vor sie hinknien. Aber Helen hatte ihr den panischen Schrecken genommen, der sie erst überfallen hatte. Seit sie bei ihr war, wußte Beate, daß sie das durchstehen würde. Sie teilte sich nun ihre Kraft ein, ging geschickter mit den Attacken der Männer um und nahm ihnen die Gewalt. Helen verhinderte nicht, was mit ihr geschah, doch sie gab ihr den Mut zu reagieren. Außerdem wieß sie die Männer in ihre Schranken. So beendete sie das Vergnügen eines Glatzkopfs, der nicht zum Höhempunkt kam, aber nicht von Beate lassen wollte. Einen anderen schickte sie weg, der versuchte, in Beates After einzudringen. Wenn Beate jemanden mit dem Mund bedienen mußte, hielt sie ihren Kopf und achtete darauf, daß nicht zu fest zugestoßen wurde.

Als der Letzte Beates Körper verlassen hatte, lag sie völlig erschöpft in Helens Armen. Dort hätte sie bleiben mögen, am liebsten für immer. Doch Klaus stand auf, nahm Beates Hand und zog sie zu sich herauf. Sie fror. Salvatore brachte eine Decke, mit der Klaus sie umhüllte. Vorsichtig küßte er sie auf den Mund und auf beide Augenlider. Sie antwortete mit einem müden Lächeln. Er griff nach ihren Beinen und hob sie auf, so daß sie wie ein Kind auf seinen Armen lag. „So, nun werden wir dich erst einmal waschen.“ Mit diesen Worten trug er sie hinaus.

Salvatore kam auf den Türsteher zu, deutete auf Alfred und sagte etwas auf italienisch. Darauf wurde Alfred von dem Griff erlöst, und sein Bewacher schob ihn vor sich her. Sie verließen den Raum kamen durch den gleichen langen Gang und standen plötzlich auf der nächtlichen Straße. Der Dicke öffnete eine Wagentür und stieß Alfred, dessen Hände noch immer gebunden waren, auf den Rücksitz. Hinter ihm fiel die Tür wieder ins Schloß. Ein paar Minuten lang herrschte Stille. Er war allein im Wagen und wagte doch keinen Versuch, ihn auf eigene Faust zu verlassen. Zur Wut und zum Ekel über das eben Erlebte kam allmählich eine gewisse Sorge um sich selbst. Hatten sie etwas mit ihm vor? Wollten sie ihn vielleicht zum Schweigen bringen? Vielleicht sollte er doch versuchen, auszusteigen. Da öffnete sich die Fahrertür, und Helen Kaufmann stieg ein. Die Erleichterung über die Grundlosigkeit seiner Angst mischte sich mit dem Abscheu, den er für diese Person hatte. Er schwor sich, kein Wort mit ihr zu sprechen, wo immer sie ihn auch hinbringen mochte. Sorgen um sich brauchte er sich bei ihr ja sicher nicht zu machen. Doch die Fahrt dauerte, und auch von Helen kam kein Wort. Da hielt es Alfred nicht mehr aus und stieß wider besseres Wissen hervor:

„Auch Sie werden das bereuen. Ich werde morgen sofort zur Polizei gehen.“ Mit ruhiger Stimme antwortete sie:

„Ihnen kann leider auch die Polizei nicht helfen. Sie haben sich und ihrer Frau diese Misere selbst eingebrockt und jetzt stecken Sie drin bis zum Hals. Versuchen Sie nicht, andere dafür verantwortlich zu machen.“

Alfred kochte vor soviel Unverschämtheit. „Was bilden Sie sich ein, Sie Zuhälterin! Wer hat Sie dafür bezahlt, aus meiner Frau eine Nutte zu machen? Erst bin ich Ihnen auf den Leim gegangen mit Ihrem Schwachsinn von Kraft und sexuellem Hunger und so weiter. Und jetzt haben Sie Beate da wo sie sie haben wollten. Wie können Sie Menschen so ruinieren, Sie haben doch unser Kind zur Welt gebracht!“

Alfreds Worte erstickten in lautem Schluchzen. Sein Kopf hing über der Rückenlehne und sein ganzer Körper wurde geschüttelt von einem Weinkrampf. Helen schwieg. Sie ließ ihm Zeit zum Weinen, und das tat er bis zur Erschöpfung. Erst jetzt begann sie zu sprechen:

„Jetzt hören Sie mir einmal sehr gut zu, denn das ist vielleicht Ihre letzte Chance. Das Schlimme mit euch Männern ist, daß ihr nicht einmal dann kapiert, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Ich bin weder eine Zuhälterin, noch ist ihre Frau eine Nutte. Auch hat mich niemand für irgend etwas bezahlt. Bei Salvatore tue ich nichts, als Frauen beizustehen und versuche, noch Schlimmeres zu verhindern. Ich helfe Frauen, die auf irgend eine Weise und fast immer durch das Verhalten ihrer Partner in eine Lage gebracht werden, in der sich jetzt auch Beate befindet. Ich kann wenig verhindern, was bei Salvatore geschieht, denn die Frauen die in den Salon gebracht werden sind schon so weit, daß sie glauben, sie wollen das, was mit ihnen gemacht wird, selbst. Wenn Sie glauben, ich hätte Beate vorhin überreden können mit mir wegzugehen, dann täuschen Sie sich gewaltig. Sie gehört Klaus Mahler, und zwar mit Haut und Haaren. Beate ist seit heute Abend nicht mehr Ihre Frau, Sie haben sie verloren. Das ist hart, aber es ist die Wahrheit.“

Helen schwieg für eine Weile, um ihre Worte wirken zu lassen. Doch von Alfred vernahm sie keinen Laut. Also fuhr sie fort:

„Elfi hat mich vorhin angerufen und mir erzählt was geschehen war. Ich wußte zwar, daß Sie und ihre Frau Klaus kannten und auch daß er hinter ihr her war, doch ich hatte mir nie Sorgen um sie gemacht. Beate ist nicht die Art von Frau, bei der Klaus Erfolg hat. Deshalb hat sie ihn wohl auch so gereizt. Aber ich habe Ihre Beziehung überschätzt, und wenn es stimmt, was mir Elfi erzählt hat, habe ich vor allem Sie überschätzt. Ich weiß genau, daß Beate nicht wollte daß das passiert, aber Sie haben Ihr keine Wahl gelassen, Sie haben sie über die Planke gestoßen, und jetzt ist sie weg.“

„Halten Sie den Mund!“ unterbrach Alfred sie schroff. Aus seiner Wut auf Helen war allmählich Nachdenklichkeit geworden, doch er fand es immer noch dreist, ihm eine Schuld geben zu wollen.

Schon seit einer Weile hatte er bemerkt, daß Helens Ziel sein Wohnort war. Sie brachte ihn nach Hause – allein. Je näher sie dorthin kamen, umso mehr wollte ihn wieder das heulende Elend übermannen. Was sollte er den Kindern sagen, wenn die Mama beim Frühstück fehlte? Wie sollte er es seinen Eltern erklären? Was würde überhaupt werden? Wann würde sie zurückkommen? Würde sie zurückkommen? Die letzte Frage konnte er nicht zu Ende denken. Die kalte Angst saß ihm im Nacken. Schon bereute er, Helen zum Schweigen gebracht zu haben. Sie würde die einzige sein, mit der er offen über alles reden konnte. Kurz vor Erreichen des Dorfes hielt sie auf einem Parkplatz an und löste seine Fesseln. Sie drückte ihm eine Visitenkarte in die Hand und sagte:

„Sie wissen, daß sie heute Ihre Frau verloren, nein, verschenkt haben. Wenn Sie sie je wiederhaben wollen, müssen Sie bereit sein, alles zu tun. Sie können mich anrufen. Gute Nacht!“

Damit stieg sie ein und ließ ihn stehen. Fröstelnd machte sich Alfred zu Fuß auf den Heimweg.

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Diese BDSM Geschichte wurde von ksteinloh veröffentlicht.

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