MEIN HERR

Unerwartete Karriere einer Hotel-Bediensteten.

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Veröffentlicht am 14. Oktober 2021

Ein trüber Freitag-Nachmittag. Ich stehe hinter dem Tresen der Schankstube eines in die Jahre gekommenen Ostberliner Hotels. Mit äußerstem Wohlwollen könnte man die Einrichtung mit „shabby chick“ klassifizieren – ganz im Sinne von „arm aber sexy“, wie Berlins schwuler Bürgermeister in gut 20 Jahren formulieren würde. Zutreffender allerdings wäre „arm und shabby“. Die Gardinen vergilbt, die Möbel angestoßen, der letzte Anstrich Jahre her. Ich nehme das Ambiente aber nicht wirklich wahr. Auch dem Gelalle des derzeit einzigen Gastes schenke ich nur sehr vordergründig Aufmerksamkeit – nur so viel, dass ich nicht unhöflich wirke. Schließlich ist Gustav Stammgast. Ich kenne dessen ewig gleichen Erzählungen in- und auswendig. Sie werden mit steigenden Alkoholpegel immer konfuser und wabern jetzt schon in Regionen weit jenseits des Hier und Jetzt.

Auch ich bin nicht wirklich in der Realität. Ich starre Löcher in die Luft und sage hin und wieder: „Jenau, Justav, so isses. Noch ne Molle?“ – „Du verstehs mich wenichtstens ‚tascha, mein Meechen. Ja, eene Molle noch, die letzte und ’n Kurzen.“ Ich schenke dem alten Säufer (das wievielte?) letzte Bier ein und tauche wieder in meine Gedankenwelt ab.

Das Hotelfach kenne ich seit meiner frühesten Jugend. Mein Vater war Kellner, als junger Mann wohl in gehobenem Haus, wie er immer wieder betonte. Er zog mich alleine auf. Seine große Liebe, Zimmermädchen in eben jenem gehobenen Etablissement hat ihn mit mich, damals 16, einfach sitzen lassen. Papa hat das nie verwunden, kam an den Suff. Trotzdem hat er sich immer um mich gekümmert, so gut er eben konnte. Ich soll „was besseres“ werden, studieren. Ich nahm auch mein BWL-Studium auf, was sich aber als nicht ganz einfach gestaltete. Papa überschüttet mich zwar noch immer mit Liebe – keineswegs aber mit Geld. Deswegen bin ich gezwungen, neben dem Studium zu arbeiten.

Das hier ist meine zweite Stelle. Gleich im ersten Semester hatte ich einen vermeintlich fantastischen Job gefunden: Bedienung in einer topmodernen Bar, sehr angesagt, viel Bling-Bling, alle cool drauf. Nach zwei Wochen allerdings meinte mein Chef, ein neureicher Widerling, ich solle die Gäste weit umfassender bedienen. Das würde auch weit mehr Geld bringen. Da er sich gerade eine Nase gezogen hatte, fühlte er sich berechtigt, gleich seinen S*hwanz rauszuholen. „Bei mir kannste gleich schon mal anfangen“, meinte er, „blas mir einen!“ Ich war wie vor den Kopf gestoßen. „Los, stell dich nicht so an!“, quengelte er. – „Ich bin nicht käuflich, Arschl*ch!“ Ich spuckte diese Worte geradezu aus und verpasste ihm einen gezielten Tritt zwischen die Beine. Noch zitternd vor Wut packte ich meine Sachen und verließ den getarnten Puff auf Nimmerwiedersehen.

„Jeht klar, Justav. Ne letzte Molle und ’n Kurzen.“

Hier das Gegenteil meines ersten Jobs. Kein Glamour, keine Anmache durch den Chef. Der ist strenger Katholik und noch strenger verheiratet. Arme Sau. Mir kann es Recht sein. Ich habe nichts auszustehen, verdiene keine Reichtümer, komme aber klar – nicht zuletzt wegen der Überstunden, die ich wegen der Tochter des Chefs schieben muss. So auch heute. Eigentlich habe ich gar keine Schicht, sie wäre dran gewesen. Kurz nach ein Uhr der fast schon obligatorische Anruf: „Hallo, Jessi hier. Tut mir jetzt echt Leid aber ich kann wirklich nicht. Ich versuche, um 5 da zu sein. Mein Alter braucht ja nichts zu erfahren.“

Der Alte, wie Jessi formulierte, ist nur selten an der Front. Er sitzt die meiste Zeit in seinem Büro und sieht sich Internet-Filmchen an, die sich mit seinem Posten als Kirchen-Vorstand sicher nicht unbedingt vertragen. Mir egal, solange er mich in Ruhe lässt. Soll er doch wichsen bis zum Tennis-Ellenbogen. Ich grinse.

„Es wäre erfreulich, wenn Sie aus Ihrer Lethargie erwachten. Ich fragte nach dem reservierten Raum.“

Mit einer Bruchlandung komme ich wieder in der Realität an. Vor mir steht ein nordischer Hüne, ein Wikinger im Business-Dress. Knapp 2 Meter, athletisch. Kantiges Gesicht, das in einem merkwürdigen Kontrast zu seinem blonden Schopf steht, trotz des akkuraten Kurzhaarschnitts deutlich gelockt. Gepflegter 3-Tage-Bart. Am faszinierendsten: die Augen, hellblau, ruhig aber unglaublich bestimmend unter den buschigen Brauen. Sie passen farblich exakt zur – tatsächlich: Er trägt eine Fliege. Hübscher Anachronismus, steht ihm.

„Nun?“

„Äh ja. Eine Sekunde …“ Ich reiße mich von diesem beeindruckenden Arier-Klischee los und beginne, hektisch im Reservierungsbuch zu blättern. Heute: nichts – morgen auch nichts. Weiter, weiter … Da: Freitag in einer Woche: „15:15 – Kaffee, geschäftlich, 12 Personen“ Jessis Handschrift. Blöde Kuh! Verbockt das und glänzt dann durch Abwesenheit. Auf die Idee, der Gast hätte sich geirrt, komme ich gar nicht. Ein solcher Mann irrt sich nicht. Gut, dass wie fast immer nichts los ist. „Entschuldigung – mein Fehler“, stammele ich.

„Ein für alle mal:“ Er spricht irgendwie bedrohlich ruhig. „Versuche nie wieder, mir die Unwahrheit zu sagen. Das war nicht dein Fehler. Ich verstehe, dass diese Floskel zum Krisen-Management gehört. Manche Kunden kann man so besänftigen. Mich nicht. Nie wieder eine Lüge, hast du das verstanden?“

Jetzt bin ich völlig außer Fassung. „Selbstverständlich. Entschuldigung. Kommt nicht wieder vor Herr … Verzeihen Sie. Ihr Name?“

„Herr reicht für dich. Zeig mir jetzt den Raum. Die anderen Gäste kommen in vier Minuten.“

„Ja, Herr.“ Ich habe mit dieser Anrede überhaupt kein Problem, schon gar nicht damit, dass er mich duzt. Das steht ihm absolut zu. Rasch komme ich hinter dem Tresen hervor und eile zur Schiebetür, die einen Nebenraum von der Schankstube abtrennt. Mit mulmigem Gefühl öffne ich. Erleichtert stelle ich fest, dass saubere Decken auf den Tischen liegen. Mein Herr nimmt Platz und sieht mir zu, wie ich vier Tische zusammenschiebe – selbstredend so, dass er am Kopfende sitzt. In die Schankstube zurück, Kaffeemaschine anwerfen. Jetzt Tassen, Untertassen, Kaffeelöffel, 12 mal. Zucker. Die Sahne ist alt. Schnell neue. Dieser Mann ist wichtig, ist schließlich mein Herr. Es geht um so unendlich viel mehr als um ein paar Kaffeegäste.

„‚tascha, noch ’n …“ – „Zieh Leine, Justav. Feierabend.“ Leise vor sich hin mosernd steht er auf und torkelt zur Tür. Tut mir Leid, aber ich habe eine absolute Priorität.

Zügig decke ich ein. Mein Herr scheint mich gar nicht wahr zu nehmen. Er ordnet konzentriert irgendwelche Papiere. Die Maschine meldet sich, der Kaffee ist fertig. Gut, denn gerade öffnet sich die Tür und eine Gruppe von Anzugträgern erscheint. Ich weise ihnen den Weg zur Schiebetür, während ich sie mustere. Eindeutig eine höhere Klasse als die üblichen Gäste hier – selbstverständlich aber nicht annähernd die Kategorie meines Herrn. Es dauert keine Minute, bis diese bemerkenswerte Gesellschaft vollzählig ist. Militärisch pünktlich. Ich schenke reihum den Kaffee ein, meinem Herrn natürlich zuerst.

„Lass die Kannen auf dem Tisch, wir bedienen uns selbst“, ordnet er an. „Mach die Tür hinter dir zu. Keine Störung. In 45 Minuten erwarte ich dich wieder hier.“ Ich schaue auf meine Uhr. Wenn mein Herr 45 Minuten sagt, meint er 45 Minuten. Das ist glasklar. Ich mache tatsächlich einen Knicks, schiebe die Tür komplett zu und trolle mich wieder hinter die Theke.

Was geht hier ab? Ich erkenne mich selbst nicht wieder. Da erscheint ein Gast und dominiert mich mühelos innerhalb von knapp 10 Minuten. Ich habe tatsächlich einen Knicks gemacht – wie eine Zofe oder so was. Und ich rede ihn als „Herr“ an, betitele ihn sogar so in meinen Gedanken. „Mein Herr“ – unglaublich! Nein, nicht unglaublich – selbstverständlich. Ich kann es gar nicht erwarten, weitere Weisungen von ihm zu bekommen. Ich werde gehorchen, alles tun. Alles? Ja: ALLES! Sogar, nein: besonders, wenn er befehlen würde, dass ich …

Ich kann es nicht fassen: Ich habe mich rettungslos verknallt. Aber es ist ganz anders. Ich hatte schon eine Reihe von Typen, sehr verschiedenen Typen. Einer hatte versucht, mich zu dominieren. – Ich habe ihn schneller abserviert, als er überhaupt realisiert hatte, welchen Wahnsinn er unternahm. Schließlich bin ich eine selbstbewusste, emanzipierte Frau. – War ich. Bis vor 10 Minuten.

Wenn er mir doch befehlen würde, dass ich … Ich kann nicht anders: Ich öffne meine Jeans und lasse meine Hand im Slip verschwinden. Wahnsinn! So nass war ich noch nie. Wie im Trance rubbele ich meine Perle, ansatzlos und heftig. Wenn mein Herr doch … Ein furioser Orgasmus reißt mich fast von den Füßen. Ich halte mich mühsam mit einer Hand am Tresen fest. Langsam komme ich zu mir.

Was geht hier ab? Ich rubbele mir einen ab, hier an meinem Arbeitsplatz, wie eine notgeile S*hlampe, wie eine läufige Hündin? Ja. Genau so. Ist so. Kann nicht anders sein. Ich schaue auf meine Uhr. 13 Minuten noch. Genug Zeit, um mein Make-up zu erneuern. Nicht zu viel. Ich habe das deutliche Gefühl, dass mein Herr es eher dezent mag. Ich will, muss ihm gefallen. Im Spiegel der Personal-Toilette betrachte ich mich: Nicht die Figur dieser verhungerten Twiggy. Ganz und gar nicht. Versonnen streiche ich über meine Brüste. 80E. Dazu den passenden Arsch. Ich mag mich so. Vollweib. Jungenhaft geht gar nicht. Unbegreiflich, dass offensichtlich so viele auf androgyne Typen stehen. Ich nicht – und mein Herr auch nicht; das spüre ich. Na ja, die Haare. Dunkelbraun, glatt, schulterlang, praktisch eben. Nichts Tolles. Da kann ich mehr machen. Ich muss rauskriegen, was ihm gefällt. Meine Augen wiederum gefallen mir uneingeschränkt. Groß, fast schwarz, glänzend. Und mein Mund. So oft hat man mir vorgeschwärmt, was für sinnliche Lippen ich habe. Stimmt. Wie gern würden sie die Eichel meine Herrn … Nein! Ich darf nicht schon wieder geil werden. Noch drei Minuten.

Über mich selber lächelnd stehe ich vor der Schiebetür: Ich warte doch tatsächlich die letzten Sekunden ab. Durch die Tür höre ich die sonore Stimme meiner Herrn: „Ich danke Ihnen für Ihre konstruktive Mitarbeit. Ich werde Sie hinreichend früh über unser Abschlusstreffen informieren.“ Allgemeines Stühlerücken. Ich schiebe die Tür auf. Diszipliniert wie bei der Ankunft ziehen die Leute ab. Ich bin fast verwundert, dass sie nicht im Gleichschritt marschieren.

Nur mein Herr bleibt sitzen. Er lehnt sich zurück und schlägt die Beine Übereinander. Bei ihm wirkt das nicht nur lässig, sondern geradezu aristokratisch. Er winkt mich zu sich. „Wir haben etwas zu besprechen, Natascha.“
Oh, mein Herr kennt meinen Namen. Er muss ihn bei Gustav gehört haben. Und er hat ihn behalten. Ich fühle mich unglaublich geehrt.
Als ich vor ihm stehe, fährt er fort: „Ich habe jetzt keine Zeit. Übermorgen wirst du hier sein, wieder 15 Uhr 15. Ich wünsche, dass du mit Rock und Bluse erscheinst.“
Das war weniger ein Befehl als die Feststellung einer Tatsache. Ich quittiere das wieder mit einem Knicks, äußerlich ruhig, innerlich jubelnd: Ich werde ihn wiedersehen, nächsten Montag! Schon jetzt kann ich nicht erwarten, dass das Wochenende endlich vorbei ist.

Ohne ein weiteres Wort entschlingt er seine Beine, steht auf. Er reicht mir die Hand und schaut mir in die Augen. Ich bin der Bewusstlosigkeit nahe. Mein Herr berührt mich. Und dieser Blick. Durchdringend. Beherrschend. Und so unsagbar erregend. „Ich freue mich auf unseren nächsten Termin, Natascha.“ – „Sehr, sehr gern.“ Wieder so eine Floskel, diesmal aber definitiv nicht gelogen.

Mein Herr war schon lange zur Tür raus, als ich meine Sinne wenigstens halbwegs zusammenbekomme. Unter der Kaffeetasse meines Herren finde ich zwei Hunderter. 200 DM für ein paar Kaffee. Unglaublich, fast unwirklich. Meine anhaltende Fassungslosigkeit hat aber andere Gründe. Ich lege einen Schein in die Kasse, nehme einen Fünfziger wieder raus. Das reicht völlig für meinen Chef. Schließlich schmeiße ich den Laden zum großen Teil.

Viertel nach fünf erscheint gnädiger weise Jessi. Ich bin noch immer aufgewühlt, aber auch sauer. „Im Nebenraum ist das Kaffeegeschirr noch abzuräumen. – Von der Gesellschaft, die du verschlampt hast. Der Termin war übrigens heute, nicht nächste Woche, du blöde Nuss. Kommenden Montag ist der Raum ab 15 Uhr wieder vergeben. Trag das ein, aber gefälligst korrekt. Und damit du klar siehst: Du wirst an diesem Tag pünktlich erscheinen. Ich stehe nicht als Lückenbüßer zur Verfügung. – Tschüss,“

Auf dem Weg nach Hause wundere ich mich über mich selbst. Ich habe Jessi derartig runtergemacht, dass ihr Mund noch offen stand, als ich das Haus verließ. Das hat sie noch nie erlebt, nicht von mir, wohl auch sonst von niemandem. Macht nichts. Im Gegenteil. Wurde höchste Zeit.

Im Geschwindschritt eile ich nach Hause. Meine Einkäufe kann ich morgen noch erledigen. Ich muss jetzt allein sein, meine Emotionen sortieren. Ich stürme die Treppen hoch, grußlos an der alten Dame vom Erdgeschoss vorbei. Gerade ein knappes Nicken habe ich für sie. Werde das später wieder gut machen. Im Wohnungsflur reiße ich mir meinen Mantel runter, versuche, ihn aufzuhängen. Er landet auf dem Boden. Egal. Sofa, ich komme!

Ich öffne meine Jeans, bequemer so, und schlüpfe unter meine schon mehrfach geflickte Lieblingsdecke. Ich schließe die Augen und sofort erscheint mir das Gesicht meines Herrn. Seine Augen scheinen mich noch immer zu durchdringen, seine Hand die meine noch immer zu halten. Die rechte Hand. Die linke hat ihr Ziel längst gefunden. Mir wird heiß. Die Decke fliegt zu Boden, mein durchnässter Slip hinterher. T-Shirt hoch, BH-Verschluss auf. Ich spreize die Beine maximal, eines kommt links über der Lehne zu liegen.
Ich lehne mich zurück, stelle mir vor, dass ich mich so meinem Herrn präsentiere: Offen für alles, was er befiehlt – buchstäblich offen, buchstäblich alles. Meine Hände wandern zu meinen Brüsten. Die Nippel steinhart, die sonst recht großen Höfe waschbrettartig geschrumpelt. Mmmmh ich mag meine Titten. Groß und schwer aber gut in Form. Ich wiege sie in den Händen, hebe sie ein wenig an, stelle mir vor, sie so meinem Herrn zu präsentieren. Ob er sie gern anfassen, kneten würde?
Es hält mich nicht mehr auf der Sitzfläche des Sofas. Ich rutsche weiter nach links, rittlings auf die Lehne. Das kühle Leder fühlt sich gut an, lässt mich spüren, wie irrwitzig heiß ich bin. Meine Nippel werden jetzt härter rangenommen. Ich kneife rein und stelle mir vor, das wären seine Zähne.
„Jaaa, Herr! Beißen Sie zu, so hart sie wünschen!“ Von den Brustwarzen schießen Blitze in den ganzen Körper und konzentrieren sich dann in meiner C*it. Wie besessen rutsche ich auf der Lehne hin und her, vor und zurück, glitschig von meinem Geilsaft. So viel habe ich noch nie produziert. Ich reite ihn, seinen athletischen Wikingerkörper. Er beherrscht mich – dass ich auf ihm sitze, spielt da gar keine Rolle. Er bockt mir entgegen, rammt seinen Zepter bis zum Muttermund. Ein überwältigender Orgasmus kündigt sich an. Ich kippe nach rechts, zurück auf die Sitzfläche, die Beine im Spagat. Hemmungslos schiebe ich mir zwei dann drei Finger rein und f*cke mich so tief es geht. Tiefer, tiefer! Mein Herr würde mich ganz ausfüllen, seinen herrlichen S*hwanz bis zum Anschlag reinschieben und mich richtig durchnageln. Seine rasierten Eier klatschen gegen meine nasse Rosette. Er beschleunigt sein unglaubliches Tempo noch zu unfassbaren Bereichen.
„Ja, nehmen Sie mich Herr! Ich bin Ihre versaute F*cksklavin. Ich brauch’s so dringend. Ja, jaa, jaaa!“ Er zieht seinen herrschaftlichen Stab fast raus, verharrt eine Sekunde und rammt ihn jetzt mit ungebremster Gewalt rein, noch tiefer als zuvor. Dort, in nie erreichten Regionen spritzt er ab. In der gleichen Sekunde bricht es auch über mir zusammen. Die Wellen der Lust erschüttern mich heftiger, als ich es je bei einem realen F*ck erlebt habe. Ich habe jetzt nicht die Kraft, mich wieder aufzurichten. Ich angele mir die Decke vom Fußboden, kuschele mich ein und meine Augen fallen zu.

Am nächsten Morgen kann ich nur mühsam das Bewusstsein erlangen. Ich habe abgrundtief tief geschlafen, sicher aber nicht traumlos, wie es mir zunächst vorkommt. Dass ich mich an keinen Traum erinnern kann bedeutet nicht, dass ich keinen hatte. Mein Lust-Tümpel läuft fast, nein: tatsächlich über. Mein Masturbation-Exzess gestern kommt mir in den Sinn. Ich lächele. Vorgestern wäre das noch unvorstellbar gewesen. Klar: Ich masturbiere seit meinem 12. Geburtstag – seinerzeit angeleitet durch meine beste Freundin. Genau genommen haben wir zusammen und miteinander experimentiert. Schöne Zeit. Sie zog dann nach knapp einem Jahr in eine andere Stadt. Ich machte weiter – allerdings irgendwie lustlos, lediglich der Notgeilheit gehorchend. Hinterher schämte ich mich immer ein wenig, nicht etwa aus Prüderie, sondern aus Unbehagen darüber, dass ich meinen Hormondruck so wenig im Griff hatte. Was ich gestern erlebt habe, war mein geilstes sexuelles Erlebnis überhaupt, viel besser, als die Wixperimente mit meiner Freundin – so nannten wir das damals und kicherten herrlich albern. Besser auch als bei späteren sexuellen Kontakten. Ich hatte schon eine Reihe von Männern, mehr oder weniger enttäuschend. Ich hatte schon den leisen Verdacht, ich sei frigide, na ja, wenigstens ein bisschen.

Der Tag gestern hat mich komplett durcheinander gewirbelt. Oder, wenn ich es mir recht überlege, im Gegenteil: eingenordet. So was von überirdisch geil! Und von Scham nicht eine Spur. Warum auch? Jetzt besteht gar nicht die Option, meinem Hormondruck zu widerstehen. Widerstehen – welch eine widersinnige Vokabel im Zusammenhang mit meinem Herrn!

Übermorgen werde ich ihn wiedersehen. Um 15 Uhr 15. Es ist schon 10. Rasch stehe ich auf. Blitzdusche, Klamotten an und ab in die Stadt. Frühstück ist entbehrlich. Ich habe ohnehin ausreichend Kilos drauf. Zielgerichtet geht’s zu einem kleinen aber feinen Dessous-Shop. Schon monatelang bin ich um ein süßes Set von Aubade rumgeschlichen – zu teuer für eine unbemittelte Studentin! Mein Herr hat mich gestern ja reich beschenkt. Das Geld ist nur indirekt für mich. Ich gebe es aus für den Fall, dass er …

Ich sollte mir keine Hoffnungen machen aber wer weiß? Ich will für alles vorbereitet sein. Damenhaft erscheine ich in der Boutique. Die märchenhafte Selbstsicherheit meines Herrn strahlt aus meinem Innern und beeindruckt die Chefin unübersehbar. Emsig legt sie mit immer gewagtere Teile vor. Sie hat schnell realisiert, dass ich etwas Besonderes suche. Ich habe alle Zeit der Welt, entscheide mich dann aber doch für meinen Favoriten.

Rasch erledige ich meine üblichen Wochenend-Besorgungen und stürme heim. Ich will mich ganz ungestört in meiner Beute betrachten. Die rote Seide bildet einen hübschen Kontrast zur schwarzen Spitze. Die Teile sitzen straff, betonen meine Kurven perfekt. Besonders angetan bin ich vom Schlitz in Slip. Das macht einen „slip ouvert“ aus, wie die Verkäuferin mir erklärt hatte. Sehr praktisch. Meine Finger gelangten ohne Probleme an ihr heißes Ziel und bearbeiteten es sofort gründlich. Mit dem S*hwanz durch den Schlitz gef*ckt werden, wäre auch geil. Besser sind dann aber vielleicht doch die nackten Tatsachen. Nicht mein Problem. Mein Herr wird befehlen.

Schnell ziehe ich mich ganz aus. Die edlen Teile sollen keinen Schaden nehmen. In wenigen Augenblicken finde ich mich wieder auf dem Ledersofa in orgiastischen Zuckungen. Mein Herr ist mir dabei näher, als je ein anderer meiner früheren Stecher. Wieder mache ich mich völlig fertig. Wunderbar!

Endlich ist das Wochenende vorbei. Ich bin zu aufgeregt um zu frühstücken, trödele lieber im Bad rum. Nach ausgiebigem Duschen ziehe ich mir den neu erworbenen Slip und BH an und beginne, mich sorgfältig zu schminken. Das übrige Outfit habe ich schon am Sonntag gewählt. Mein Herr wünscht, dass ich einen Rock anziehe. Was hat er vor? Was auch immer: Ich werde seinen Befehlen begeistert folgen. Die Wahl war nicht so schwierig. Neben zwei langen besitze ich nur noch einen kurzen Rock – einen ziemlich kurzen dunkelblauen. Er bedeckt gerade das obere Drittel meiner Oberschenkel. Dazu eine weiße seidige Bluse, leicht durchscheinend. Man kann meinen neuen BH eben erahnen. Bluse und Rock sind eng geschnitten, betonen meine fraulichen Formen vorteilhaft. Sehr gut!

Ich erscheine bereits viertel nach fünf im Hotel. Die ersten Gäste werden gegen sechs zum Frühstück im Nebenraum, den Herren-Raum, wie ich ihn für mich nenne, erscheinen. Die Tische sind rasch eingedeckt, der Kaffee aufgesetzt. Fertig. Ich schenke mir selbst eine Tasse ein und ziehe mich hinter die Theke zurück. Die Schiebetür lasse ich offen, damit ich den ersten Gast nicht verpasse. Meine Gedanken kreisen um den wichtigen Termin. Was hat er vor?

Die Ankunft der ersten Frühstücker reißt mich aus meinen Träumereien. Es ist ein älteres Ehepaar, Stammgäste. Sie besuchen im Jahr mehrmals ihre Enkel in Berlin und residieren dann hier. Opa fallen fast die Augen aus dem Kopf. „Guten Morgen, Natascha!“ Er sabbert fast. „Sie sehen heute hinreißend aus.“ Oma zerrt an seinem Arm Richtung ihres angestammten Tischs. Auch sie hat mein verändertes Outfit sehr wohl zur Kenntnis genommen, tut aber so, als würde sie mich keines Blickes würdigen. Als ich dem alten Mann den Kaffee einschenke, gewähre ich ihm einen tiefen Blick in mein Dekolletee. Fast bleibt ihm das Brötchen im Halse stecken. Ich feixe innerlich. Wenn ich mich nicht etwas zurück nehme, kriegt der noch einen Herzinfarkt und Oma erstickt an der Galle, die ihr hochsteigt. Die Wahl meiner Kleidung war offenbar korrekt.

Die nach und nach erschienen Hotelgäste sind abgefrühstückt. Ich lüfte, stelle die Tische wie am Freitag, lege neue Decken auf und schließe den Raum. Es soll alles perfekt sein – na ja, so weit das in dieser Kaschemme überhaupt möglich ist. Merkwürdig. Was treibt meinen Herrn hierher? Vielleicht hat er bewusst einen Treffpunkt so weit unter seinem Niveau gewählt – aus Gründen der Geheimhaltung. Konspirative Treffen. Sicher irgendwas mit Wirtschaft. Verdeckte Transaktionen, Spionage. Mein Herr als Boss, der die Fäden in der Hand hält. Der Pate und Doppel-Null-Agent in Personalunion. Aufregend, erregend.

Gegen 11 erscheint, pünktlich wie immer, Gustav. „Mojn, ‚tascha. Schnieke siehste aus. Haste nen Neuen?. Bringste mir ’ne Molle und ’n Kurzen?“ Ich muss kichern. „Wie kommst’n darauf, Justav, du Knallkopp? Momentchen, dein Frühstück kommt sofort.“ Noch während ich am Zapfhahn hantiere erscheinen weitere Gäste. Erstaunlich. Letzten Freitag so gut wie nichts los aber heute, am Montag, … Mir ganz recht. Ich habe reichlich zu tun und damit keine Chance, mir den Kopf über den weiteren Verlauf des Tages zu zerbrechen.

Die Blicke der Männer bestätigen mich ein weiteres mal in meiner Kleidungswahl. Ihre Augen kleben geradezu an meinen Titten und an meinem Arsch. Ich sonne mich in ihrer unverhohlenen Geilheit, mache sie auch ein wenig an, lasse sie auf kleiner Flamme köcheln. Es ist ein erregendes Gefühl, diese Macht über sie zu haben. Ich dirigiere sie wie Ochsen am Nasenring.

Kurz vor drei erscheint Jessi. Geht doch. Auch sie nimmt meine Veränderung mit offensichtlichem Erstaunen zur Kenntnis, traut sich aber nicht, etwas zu sagen. Der Anschiss vom Freitag wirkt noch immer. Gut, sehr gut. Ich verschwinde auf die Personal-Toilette, bürste die Haare durch und erneuere mein Make-up. Ich habe noch Zeit. Mein Herr wird exakt pünktlich sein.

15:12 erscheine ich zu Jessis großem Erstaunen wieder im Schankraum und werde von den anwesenden Männern mit großem Hallo begrüßt. Ich ignoriere das. Punkt 15:15 öffnet sich die Tür. Mein Herz setzt einen Schlag aus, ein Kribbeln zwischen den Beinen setzt ein. Mein Herr betritt den Raum. Seine Präsenz ist derartig überwältigend, dass sofort gespannte Stille einsetzt. Alle Augen mustern diesen Mann: groß, breitschultrig, athletisch. Selbstverständlich wieder perfekt gekleidet. Die hellblaue Fliege hat er gegen eine taubengraue getauscht – passend zum Anzug. Das Hemd wieder blütenweiß.

„Guten Tag“, grüßt er, völlig unbeeindruckt von der Spannung, die sein Erscheinen ausgelöst hat. „Zwei Kaffee in den Nebenraum.“ Jessi nickt eifrig. Mich dirigiert er mit einer Kopfbewegung. Er setzt sich an seinen angestammten Platz und bedeutet mir, mich neben ihn zu setzen. Sissi erscheint mit dem Kaffee. „Schließen Sie die Tür. Wenn ich etwas benötige, melde ich mich.“ Richtig so! Diese Schnepfe hat es nicht verdient, von meinem Herrn geduzt zu werden. Ich bin stolz auf dieses Privileg.

Kaum sind wir allein, beginnt er zu sprechen: „In 10 Tagen werde ich hier ein wichtiges Treffen abhalten. Es ist ein Verkaufsgespräch, eine inoffizielle Versteigerung oder, um genau zu sein, die letzte Schlacht eines Wirtschaftskrieges mit allen Facetten – einschließlich psychologischer Taktiken.“
Er machte eine Pause. Was um alles in der Welt habe ich damit zu tun? Mein Herr bemerkte meine Irritation, hat sie bewusst provoziert, denke ich.
Er fährt fort: „Du bist Teil meines Plans. Bevor ich dich verpflichte, muss ich etwas klarstellen und zweitens etwas überprüfen. Erstens also werde ich dich nicht bezahlen. Ich weiß, dass du nicht käuflich bist.“
Mir bleibt die Spucke weg. Mein Herr hat Erkundigungen über mich beauftragt? Ich bin ihm so wichtig? Irre!
„Das Unternehmen ist finanziell riskant. Leute, die für Geld arbeiten, kann ich nicht gebrauchen. Du wirst es tun, weil du mir gehorchen willst, richtig?“
Das ist eine rhetorische Frage. „Ja, Herr!“, hauche ich trotzdem.

„Gut – damit kommen wir zum zweiten Punkt. Zieh deinen Slip aus.“
Ich zögere keine Sekunde, springe auf und komme dem Befehl meines Herrn nach. Nur Augenblicke später liegt mein Slip neben seiner Kaffeetasse. Wie gut, dass ich mir einen neuen besorgt habe!
„Jetzt dreh und bück dich.“ Auch das befolge ich selbstverständlich ohne Zögern. Die Vorstellung, dass mein Herr mir von hinten auf meinen Arsch und auf meinen Busch sieht, macht mich wahnsinnig an. Ich spüre, wie ich noch nasser werde. Ich laufe aus …
Aber … da fällt mir ein … Was ist, wenn mein Herr gar nicht auf behaarte Mösen steht, wenn er diese rasierten Jungmädchenspalten bevorzugt? Dieser Gedanke lässt mir das Herz stillstehen.

„Sehr schön, perfekt.“
Mir fällt ein Stein vom Herzen – aber nur für einen Moment:
„Jetzt wirst du in den Schankraum zurück gehen. Lass die Tür offen. Dort wirst du der Meute mitteilen, dass ich eine Runde ausgebe. Sobald du die ungeteilte Aufmerksamkeit hast, wirst du dich bücken – so wie eben vor mir. Hast du verstanden?“
„Selbstverständlich, Herr!“

Na ja – so selbstverständlich ist das auch wieder nicht. Keine Frage: Jederzeit zeige ich mich meinem Herrn. Jederzeit, alles. Das hier aber ist etwas anderes. Langsam richte ich mich aus der gebückten Stellung auf. Mein Herr bemerkt mein Zögern:
„Worauf wartest du?“
„Selbstverständlich, Herr!“, beeile ich mich zu wiederholen. „Sofort!“

Wie um mein Zögern zu kompensieren eile ich jetzt zur Schiebetür, schiebe sie geräuschvoll auf. Alle Augen sind auf mich gerichtet. Eigentlich kaum nötig, dass ich die alte Schiffsglocke über dem Tresen bediene – ich lasse sie trotzdem klingen, um traditionell eine Freirunde einzuläuten:

„Es hat sich ein edler Spender für eine Freirunde gefunden“, verkünde ich die frohe Botschaft. Um auf den Wohltäter zu weisen, mache ich eine ausladende Geste in seine Richtung und wische dabei einen Haufen Bierdeckel vom Tresen.

Sofort bücke ich mich, die Beine gestreckt, meinen Hintern den Männern zugewandt. Der übliche Jubel um „’ne Molle auf lau“ bleibt aus. Der Anblick, den ich den Männern biete, macht sie sprachlos. Ich spüre, dass mein Rock wieder hoch gerutscht ist, weit genug, um alles zu zeigen. Die gierigen Blicke brennen an meiner Kimme und gleiten abwärts zum Busch. Der ist immer noch ganz nass. Ich kann mein Zögern vorhin nicht mehr verstehen. Ich genieße es, diesen ganzen Notgeilen meine Schätze zu zeigen, Schätze, die sie nie erreichen werden. Ich tue das auf Befehl meines Herrn, als Beweis meiner Unterwürfigkeit. Es kostet mich also keine Überwindung. Im Gegenteil. Ich lasse mir viel Zeit, die Bierdeckel aufzuheben, drehe mich dabei, um mich aus vielen Blickwinkeln zu präsentieren.

Nach einer ganzen Weile richte ich mich wieder auf und wende mich an Jessi: „Mach den Mund zu und servier den Männern das Bier. Sie haben vor lauter Sabbern sicher Durst.“ – sag’s und stolziere zum Nebenraum zurück, nicht ohne dabei meinen Hintern deutlich zu schwenken. Kaum habe ich die Schiebetür geschlossen, bricht dahinter ein Tumult aus. Mich tangiert das nicht. Ich bin auf die Reaktion meines Herrn gespannt. Habe ich meine Sache gut gemacht? – Sicher … aber gut genug für seinen Anspruch?

„Ausgezeichnet!“, erlöst er mich von meinen Zweifeln. „Du hast mich überzeugt: Ich kann mich auf dich verlassen.
Nun zu meinem Plan. Es geht um eine Art Versteigerung, wie ich schon sagte. Es liegt in meinem Interesse, dass ein bestimmter Bieter, mein Gegner, letztlich den Zuschlag bekommt – und zwar für eine möglichst hohe Summe. Du wirst unschwer erkennen, um wen es sich handelt. Deine Aufgabe ist es, den gerade Höchstbietenden zu bezirzen.
Mein Gegner soll das Gefühl bekommen, dass er deine Gunst über die Steigerung seines Gebots erkaufen kann. Wenn du dich geschickt anstellst, und daran habe ich keine Zweifel, wird das funktionieren.“

„Jetzt verstehe ich, was Sie mit ‚Wirtschaftskrieg mit allen Facetten – einschließlich psychologischer Taktiken meinen‘, Herr,“ erwidere ich. Ich habe mir seine Wortwahl exakt gemerkt, was er mit wohlwollendem Nicken zur Kenntnis nimmt.

„Gut. Nun zu den Einzelheiten. Das Treffen wird hier in 10 Tagen stattfinden. Ich werde wieder um 15:15 hier sein, Beginn der Verhandlungen 15:30 – falls er pünktlich ist, der ‚Herr'“, das letzte Wort spuckt er fast aus. „Du wirst zu unserer ausschließlichen Verfügung stehen, vorgeblich als Serviererin. Sorge dafür, dass alles vorbereitet ist, der Kaffee schon hier im Raum steht. Denn deine Hauptaufgabe ist definitiv nicht das Servieren.“

„Nein, natürlich nicht. Was soll ich anziehen? Wie heute? Ohne Slip?“

Mein Herr lächelt mich an. Ich hänge an seinen hellblauen Augen, kaum in der Lage, seinen Worten weiter zu folgen: „Nein, für dein Outfit sorge ich. Hier ist die Karte einer Mitarbeiterin. Du wirst sie morgen um 10 Uhr aufsuchen. Sie hat die nötigen Instruktionen.“

„Ja, Herr“, stammele ich, noch immer hypnotisiert von seinem Lächeln. Ich mache einen Schritt auf ihn zu, stolpere und falle auf meinen rechten Arm. Verflucht, tut das weh! Tapfer versuche ich zurück zu lächeln. Er nimmt mein Handgelenk. Himmel! Lass mich immer fallen! Was ist schon der Schmerz gegen diese Berührung?
„AU!“, entfährt es mir, als er das Gelenk bewegt. „Das muss abgeklärt werden“, stellt er sachlich fest. „Tom wird dich ins Krankenhaus fahren. Ich gehe aber davon aus, dass nichts passiert ist. Wir sehen uns dann in 10 Tagen.“

Er verlässt den Raum ohne eine weitere Erklärung. Ich bleibe völlig verwirrt zurück. Was für eine Geschichte! Ich als strategischer Trumpf in einem Wirtschaftskrieg. Alles akribisch geplant. Und dann dieser verfluchte Mist mit dem Sturz. Ja, ich muss das abklären lassen. Wer ist dieser Tom?

In diesem Moment wird die ganze Tür von einem schwarzen Riesen ausgefüllt. Ein muskelbepackter Kerl von gut zwei Metern. Schleierhaft, wie sein mächtiges Kreuz in eine Chauffeur-Uniform passen kann – tut es aber. Perfekt sogar. Er zieht seine Schirmmütze ab.
„Hallo, Ma’am, ich bin Tom“, dröhnt ein Bass in breitem amerikanischen Akzent. „Ich soll Sie in die Charité fahren.“

Oh nein, nicht die Charité! Sicher: Die beste Klinik der Stadt, aber mit berüchtigten Wartezeiten. Die Ambulanz rund um die Uhr überfüllt.

Tom scheint dagegen scheint völlig unbekümmert. Meinen Mantel trägt er schon unter dem linken Arm. Er ergreift meinen Ellenbogen mit dem rechten und geleitet mich formvollendet hinaus. Die arme Jessi kriegt eine Kiefersperre und die übrigen Gäste sehen auch nicht intelligenter aus. Ich bin mir sicher: Sie alle drücken sich die Nasen an den Scheiben platt. Es gibt auch etwas zu sehen: Eine riesige Luxus-Karosse in schwarz-metallic. Ein Rolls-Royce? Nein – ein Bentley, wie das Emblem auf dem Kofferraum zeigt. Hamburger Kennzeichen.

Weiterhin ganz Gentleman öffnet mir Tom hinten rechts. Erst als Tom die Tür hinter mir schließt, setzt er seine Mütze wieder auf und steigt selbst ein. 12 Zylinder erwachen zu einem kraftvollen Summen und beschleunigen den Boliden absolut mühelos. Ton fährt souverän durch den einsetzenden Feierabendverkehr. Ich habe so Gelegenheit, ihn mir anzusehen. Wirklich ein Bild von einem Mann. Ganz anders als mein Herr – und das liegt zuallerletzt an der Hautfarbe. Während mein Herr hanseatisch-distinguiert wirkt, hat Tom etwas animalisch-wildes. Beides macht mich an.

Ich stelle mir vor, wie Tom mich in eine abgelegene Waldhütte chauffiert, mir die Tür öffnet und mir dann mit einem Griff meine Bluse aufreißt. Er ergreift meinen Arm und zieht mich aus dem Wagen. Mühelos zerreißt er meinen BH, wiegt meine Titten in seinen riesigen Pranken und leckt mir erstaunlich zärtlich über die Nippel. Sie werden sofort steif, was Tom mit einem zufriedenen Grunzen quittiert.
„Oh Ma’am ist geil auf den schwarzen Mann aus Afrika. Du willst richtig durchgef*ckt werden. Zu Diensten. Ma’am.“
Er lässt von meinen Titten ab und umfasst mit unglaublich starkem Griff meine beiden Arschbacken. Mühelos trägt er mich zur Hütte …

Ich erwache aus meinem Tagtraum, als Tom auf das Kliniksgelände fährt. Mit verblüffender Unverfrorenheit parkt er auf den für Chefärzte reservierten Plätzen. Nun ja, vielleicht meint er, dass er das mit einem Bentley darf. Der überragt die sonstigen Autos auch um mehrere Klassen. Er öffnet mit die Tür – meine Bluse bleibt leider intakt.

Der Warteraum der Ambulanz übertrifft meine schlimmsten Erwartungen: Alle Sitzplätz belegt, viele Patienten stehen. Tom bittet mich um einen Moment Geduld. Lachhaft! Er steuert die Anmeldung an und kommt nach einer kurzen Unterredung mit zwei Krankenschwestern im Gefolge zurück.
„Ich warte auf Sie, Ma’am.“
Die Schwestern bugsieren mich aus dem Wartesaal hinaus durch einige Flure. Der Weg endet vor einer großen Doppeltür, die sich geräuschlos öffnet. So sieht also die Residenz des Chefarztes aus: Wuchtige Garnitur aus dunkelgrünem Leder, Glastisch, überquellendes Bücherregal aus rötlich schimmerndem Edelholz, aus dem gleichen Material ein gewaltiger Schreibtisch. Darauf, in merkwürdigem Kontrast, zwei große Apple-Bildschirme.
„Das muss ein Irrtum sein. Ich bin einfache Kassenpatientin“, bringe ich hervor. Die Schwestern lächeln. Eine verlässt den Raum: „Ich sage dem Professor Bescheid.“

Nur ein, zwei Minuten später springt die Tür auf und der Professor erscheint mit besagter Schwester und einem Assistenten im Schlepptau. Auch er Typ nordischer Hüne, deutlich älter als mein Herr aber ebenfalls durchaus dominant. Verwandtschaft?
„Da ist ja der Unglücksrabe“, begrüßt er mich jovial. – „Das ist ein Irrtum“, versuche ich es wieder. „Ich bin nicht privat …“
Der Professor lacht. „Sie haben gar keine Ahnung, wie privat Sie sind, meine Liebe. Nur sehr wenige haben hier Zutritt, egal, wie versichert. – Nun zeigen Sie mal her.“

Professionell und doch behutsam, fast zärtlich untersucht er mein Handgelenk. „Sieht nicht bedrohlich aus“, stellt er fest und an seinen Assistenten gewandt: „Rechtes Handgelenk in zwei Ebenen und Schrägaufnahmen für das Scaphoid.“ Der nickt knapp und geleitet mich raus – wieder beide Schwestern im Gefolge.

Auch in der Röntgen-Abteilung herrscht großer Andrang. Dass mich das nicht tangiert, wundert mich nicht mehr wirklich. In wenigen Minuten sind die Aufnahmen fertig und wir marschieren wieder zurück in den chefärztlichen Palast. Der Professor sitzt schon an seinem Schreibtisch und mustert offensichtlich meine Bilder auf den Monitoren. „Bestens. Keine Fraktur, keine Dislokation. Lassen Sie sich eine Salbe und ein Schmerzmittel geben. Nach drei Tagen ist das vergessen.“ Spricht’s und segelt in seinem wehenden weißen Kittel wieder ab.

Die Schwestern bringen mich zurück, mit kurzem Umweg über ein Stationszimmer, wo ich mit den Medikamenten versorgt werde. Dort legen sie mir auch einen kühlenden Verband an. Sehr angenehm. Keine Viertelstunde später liefern sie mich wieder bei Tom ab, der mich zu meinem Kummer nicht in die Waldhütte sondern nach hause fährt.

Was für ein Tag! Es scheint, als wäre ich in eine andere Welt geworfen. Exhibitionismus im Schankraum, Rekrutierung in einem Wirtschaftskrieg als Sex-Agentin, Transport mit Chauffeur in einem Bentley, super-privat Behandlung in der Charité. Alles das aber ist gar nichts gegen das Lächeln, den Blick meines Herrn. Ich werde sofort nass, wenn ich nur dran denke.

In der Nacht aber träume ich nicht von meinem Herrn, sondern von seinem Chauffeur. Ich setze meinen Tagtraum fort. In der Hütte zieht er mich ganz aus, wundert sich nicht, dass mein Slip fehlt. Sekunden später ist auch er nackt. Sein S*hwanz ist steinhart, wippt mit seinem beschleunigten Puls. Wieder packt er meine Arschbacken und hebt mich mühelos an. Ich schlinge meine Beine um seine Taille. Langsam senkt er mich ab bis seine Eichel meinen Spalt erreicht. Ich greife zwischen meine Beine und umfasse seinen Riemen, Er fühlt sich wunderbar an. Fast beängstigend dick und prall. Mühelos bugsiere ich ihn in die richtige Position, mühelos dringt er ein – leider nur wenige Zentimeter. Ungeduldig wichse ich den Stamm, zappele ungeduldig hin und her. Nichts zu machen. Er hält mich in der Schwebe.
„Los, f*ck mich, mein schwarzer Stier! Ich will ihn tief drin. Mach mich fertig!“
„Ok, Ma’am!“
Er nimmt seine Hände von meinem Hintern und ich sacke 20 cm tiefer.
„Ooooh!“
Mehr bringe ich nicht über die Lippen. Es ist, als bekomme ich einen Tiefschlag, so gewaltig werde ich von diesem mächtigen Kolben gedehnt. Es ist ein Schmerz ja, aber ein wahnsinnig geiler Schmerz. Genau das will, brauche ich jetzt. Dieses überwältigende Gefühl löst bei mir einen plötzlichen Orgasmus aus, mich völlig überraschend wie eine Lawine überrollt.
„Aaaah!“
Tom gibt sich wenig beeindruckt. Ohne seine Arme zur Hilfe zu nehmen trägt er mich zu einem Tisch, mitten im einzigen Raum der Hütte. Ich halte mich mit meinen Beinen um seine Taille, meine Arme um seinen Stiernacken geschlungen. Trotzdem: Es fühlt sich an, als trägt er mich nur mit seinem S*hwanz. Er setzt mich auf die Platte, stellt sich davor und beginnt unvermittelt zu F*cken.
Wie ein Dampfhammer – nicht schnell, fast gemächlich aber mit unglaublicher Kraft. Ich liege passiv auf dem Rücken, die Beine weiter um seine Taille und lasse mich durchnageln – ohne jede Hektik, ohne das Impulsive, das ich eben genossen habe. Ich merke, wie sich Puls und Atmung normalisieren. Ich kann mich ganz auf die regelmäßigen Stöße konzentrieren, auf den herrlichen Rhythmus von Dehnung und Entspannung meines ganzen Unterkörpers.
Langsam, ganz langsam breitet sich wohlige Wärme aus, von meiner Möse in den Bauch, zu den Titten, in Arme, Beine und in den Kopf. Der nächste Höhepunkt bahnt sich an, gemächlich, fast meditativ, wie eine Flut, die mit jeder Welle, mit jedem Stoß unaufhaltsam steigt. Mein Atem wird wieder tiefer, geht aber ruhig, ein … aus … ein … aus, genau wie diese wunderbare schwarze F*cksäule rein … raus …
Ich habe den point of no return längst überschritten, versuche, mich noch etwas zurückzuhalten, diesen Marathon-F*ck noch etwas auszudehnen. Keine Chance. Mit unveränderten kraftvollen Stößen zwingt diese unglaubliche F*ckmaschine über die Klippe.
„Aaaaaaaaaah!“
Jetzt schiebt er seinen S*hwanz noch mal bis zum Anschlag rein und lässt ihn durch die Kontraktionen meiner F*tzenmuskeln massieren.
In aller Ruhe wartet er die letzten Zuckungen ab, lässt seinen prallen Zepter regungslos in der Tiefe. Erst dann zieht er ihn langsam, ganz langsam raus.
Ich bleibe rücklings auf der Tischplatte liegen, noch ganz überwältigt von meinem Orgasmus. Ich bemerke, wie meine Knie in den Kehlen ergriffen, angehoben und gespreizt werden, bis meine Oberschenkel neben den Brüsten liegen.
Warm und weich werde ich an den Innenseiten beider Schenkel berührt – fraglos Toms Zunge. Ich lasse meine Augen geschlossen, lasse einfach geschehen, genieße. Das ist so ganz anders als der Dampfhammer, so zärtlich und sachte. Herrlich! Langsam nähert er sich meinen Schamlippen, teilt sie mit seiner Zunge und leckt meinen Saft, den ich überreichlich produziert habe. Meine überreizte C*it lässt er aus. Ein perfekter Lover. F*ckt wie ein Berserker, weiß aber, was eine Frau braucht und wie sie es braucht.
Mmmmmh er leckt mich gründlich, sehr gründlich. Seine Zunge wandert zielstrebig Richtung Damm. Klar – auch dorthin ist mein Geilsaft gelaufen. Er scheint das zu genießen – ich nicht minder.
„Ohhhh! Was machst du da?“ Ich bin überrascht. „Du leckst meinen Arsch, mein Arschl*ch …“
„Certainly, Ma’am. you want me to stop?“
„Nein! Es ist nur … ich habe das noch nie erlebt. Aber … es ist herrlich. Mach weiter, immer weiter.“
„Sure – und dann werde ich Sie ordentlich in den Arsch f*cken, Ma’am.“
„Oooooh!“

Durch diesen Schrei, vor Überraschung aber auch vor Lust und Begierde werde ich wach. Ich liege nackt im Bett, die Decke auf dem Fußboden, das Laken zerwühlt und nass. Es kommt leider nicht häufig vor, dass ich so intensiv träume. Ich liege noch lange wach und stelle mir vor, wie Tom mich mit seinem großen schwarzen Riemen verwöhnt – auch anal. Das kenne ich nicht ‐ noch nicht. Schließlich falle ich doch in einen traumlosen Schlaf.

„Guten Morgen Berlin! Die 7-Uhr-Nachrichten …“ Ich liebe meinen Radio-Wecker nicht wirklich. Heute aber habe ich keine Probleme aufzustehen. Ich wickele mir den Verband ab. Mein Handgelenk schmerzt nicht mehr. Ich dusche ausgedehnt. Meine Oberschenkel sind etwas klebrig …

Punkt 10 Uhr stehe klingele ich bei der von meinem Herrn angegebenen Adresse. Ich befinde mich in einer durchaus gehobenen Wohngegend, Grunewald. Neues Mehrparteien-Wohnhaus. Nicht billig.
Der Summer ertönt prompt. „Komm rauf. Zweite Etage.“
Dort erwartet mich in der bereits geöffneten Tür eine Frau in meinem Alter, sehr attraktiv und wie ich wohl proportioniert.
Zu meiner Überraschung begrüßt sie mich wie eine vertraute Freundin: Küsschen rechts, Küsschen links. „Hallo Natascha. Ich freue mich sehr, dich kennen zu lernen. Ich habe uns Tee gemacht.“

Wir kommen ins Quatschen. Es stellt sich heraus, dass Sonja, so heißt meine Gastgeberin, schon einige Jahre für meinen Herrn arbeitet, aber erstaunlich wenig über ihn weiß – oder wenig preisgeben will. Über meinen Job ist sie bestens informiert. Sie selbst ist gefragt worden. „Meine Interessen gehen aber in eine andere Richtung, verstehst du?“ Sie legt ihre Hand auf mein Knie, gleitet meinen Oberschenkel rauf, unter meinen Rock. Mir ist das keineswegs unangenehm, was sie wiederum mit einem Lächeln zur Kenntnis nimmt: „Wir vertiefen das Thema später – ganz sicher.“ Sie schiebt ihre Hand noch höher, streicht mit einem Finger an meinem Spalt entlang, steht dann aber auf. „Ich soll mich um dein Outfit kümmern. Zieh dich aus, ich muss Maß nehmen.“

Tatsächlich vermisst sie mich professionell ohne weitere Intimitäten. „In drei Tagen sind die Sachen fertig. Wir treffen uns wieder um 10. Ok?“
Zum Abschied umarmt sie mich wieder, küsst mich jetzt aber auf den Mund. Für den Bruchteil einer Sekunde bemerke ich ihre Zunge auf meinen Lippen. Bevor ich das erwidern kann – ich würde es gern tun – löst sie sich von mir.
„Bis dann. Ich besorge noch Schuhe und Unterwäsche. Ich freue mich drauf.“

Auf den Weg nach Hause besorge ich mir bei meinem Lieblingsbäcker ein Buttercreme-Schnitte. Diese Sünde gönne ich mir. Schließlich hatte ich kein Frühstück. Schließlich fläze ich mich auf mein Sofa, die süße Versuchung und einen Kaffee neben mir und denke über Sonja nach. Sie lässt eine Saite in mit erklingen, die ich seit der Wixperimente-Zeit verschollen wähnte. Wie damals habe ich auch heute keine Probleme mit einer erotischen Beziehung zu einer Frau. Ich bin nicht bi, also nicht gleichermaßen zu beiden Geschlechtern hingezogen. Ich brauche Sex mit Männern, würde eher auf den mit Frauen verzichten, wenn ich mich entscheiden müsste. Sonja erinnert mich daran, dass ich das nicht muss. Ich kann beides haben. Gut. Sehr gut.

Pünktlich und gespannt wie ein Flitzbogen erscheine ich wie verabredet bei Sonja. Sie begrüßt mich wieder ausgesprochen entgegenkommend. Diesmal tanzen unsere Zungen Tango.
Nur widerwillig lösen wir uns aus dieser Begrüßung. „Deine Klamotten sind fertig – sie werden dir gefallen.“
Ich kann es kaum erwarten, stürme in das Atelier, in dem schon meine Vermessung stattgefunden hat. Auf einem Stuhl erblicke ich ein schwarz schimmerndes Etwas, fühlt sich edel an. Tatsächlich: Seide.
„Zieh mal an!“
Rasch bin ich raus aus meinen Alltagsklamotten. Das neue Kunstwerk entpuppt sich als eine Art Kostüm: einteilig, 3/4-Ärmel, gewagter Ausschnitt, der Rocksaum bedeckt eben das obere Drittel meiner Oberschenkel. Hinten durchgehender Reißverschluss. Sonja hilft mir.
„Passt wie angegossen“, stellt sie zufrieden fest und streichelt mir über den Hintern. „Dreh dich mal um.“
Jetzt unterzieht sie meine Brüste einer Tastuntersuchung. „Mmh, du brauchst keinen BH. Sehr gut. So habe ich mir das gedacht.“
Im nu hat sie den Reißverschluss von oben geöffnet und die Haken des BH gelöst. Beiläufig wandern ihre Hände nach vorne, unter die Schalen und streicheln meine Brust. Das fühlt sich so gut an. Kein Wunder, dass sich meine Nippel sofort aufstellen, was mit einem kurzen Küsschen auf beide Seiten quittiert wird.
Schon zippt der Reißverschluss hoch und ich bin wieder züchtig bedeckt. – Na ja … die Brustwarzen werde eben bedeckt. „Züchtig“ ist was anderes.
„Jetzt Schuhe. Ich habe schon einige zur Ansicht geordert.“
Erst jetzt sehe ich etwas versteckt hinter einem Sessel fünf oder sechs Paar hochrote Highheels in Glanzleder. Alle von Prada und damit weit jenseits meiner finanziellen Möglichkeiten. Eines, tief ausgeschnitten und mit zierlichen goldenen Applikationen gefällt mir spontan am besten, ich schlüpfe gleich rein.
„Gute Wahl“, meint auch Sonja. „Geh mal ein paar Schritt. Sie stehen dir perfekt und scheinen auch genau zu passen, oder?“ Ich staksele ein wenig hin und her. „Ja die sind geil, waffenscheinpflichtig“, kichere ich. „Ich muss mich aber noch dran gewöhnen. Normalerweise trage ich solche Mörderdinger nicht.“ Sie sehen wirklich verboten scharf aus.
„Jetzt zu den wirklich süßen Sachen. Mach dich nackig, du kleine Maus.“
Mache ich gern, gespannt, was jetzt wohl kommt.
„Hier habe ich einen Slip für dich. Ich bin gespannt, ob er dir gefällt. Ich trage so was selbst sehr gern.“ Es ist ein String, kein Slip, schwarzes Dreieck vorne, rote Bänder zu den Seiten und durch die Kimme. Als ich ihn anziehe, bemerke ich, was es mit dem Dreieck auf sich hat: Auch hier ein Schlitz, dessen Funktion Tanja gleich demonstriert. Ihr Mittelfinger gleitet rein und findet sofort den Weg zu meiner Perle. „Praktisch, nicht?“
Jetzt zaubert sie ein Paar Nylons hervor, schwarz, hinten mit Naht. Von ars vivendi. Nie gehört. Dazu Strumpfhalter, zu dem String passend. Retro, sehr schick.
„Leider musst du das Kostüm wieder anziehen, obwohl du mir so entschieden besser gefällst“, klagt Sonja mit echtem Bedauern in der Stimme. Sie holt eine blütenweiße Seidenschürze aus einem Karton und bindet sie mir um.
„Jetzt noch das i-Tüpfelchen.“ Ich traue meinen Augen kaum. Sie hat tatsächlich auch einen typischen Kopfschmuck aufgetrieben – typisch für Kellnerinnen aus den Fünfzigern.
Ich betrachte mich im Spiegel. Ich habe mich in ein Kaffeehaus-„Frollein“ verwandelt – auf den ersten Blick. Bei genauerem Hinsehen aber sieht man genau, wie edel mein Outfit ist – und wie sexy.
„Ein wahr gewordener feuchter Traum“, wie Sonja treffend feststellt.

Ich fühle mich in dieser Aufmachung nicht unwohl. Sie gefällt mir, um genau zu sein, immer mehr, je länger ich sie trage. Auch mit den Highheels komme ich mit jedem Schritt besser klar. Sonja hat ihren Kummer über meine vollständige Bekleidung überwunden. „Frollein, im Kühlschrank steht eine Flasche Champagner. Servieren Sie den doch – bitte mit zwei Gläsern!“, kommandiert sie fröhlich. Ihr Wunsch ist mir Befehl.
Wir schwatzen noch eine Weile. Dann aber schickt mich Sonja fort. Sie hat leider noch einiges zu tun. Wir verabreden uns für den großen Tag um 13 Uhr. Sie will mich dann ankleiden, meine Haare und mein Make-up richten „und so …“

Die Tage vergehen wie im Flug. Unspektakuläre Stunden in der Uni. Ich bin dort nicht wirklich konzentriert. Im Hotel ist meine Position eine andere geworden. Jessi betrachtet mich offensichtlich als eine Art überlegenes Wesen aus einer anderen Welt. Es kommt ihr gar nicht mehr in den Sinn, mich auszunutzen. Ich bestimme den Dienstplan und sie fügt sich ohne Diskussion. Recht so!

Endlich! Der große Tag. Punkt eins bin ich bei Sonja, die mich lustvoll-freudig empfängt.
Ohne weitere Verzögerung macht sie sich ans Werk – professionell wie beim Schneidern. Meine Haare toupiert sie, türmt sie etwas auf und steckt den Haarring fest. Auch die Art, wie sie mich schminkt, entspricht auch nicht dem heute modischen Stil.
Jetzt String, Strumpfhalter, Nylons und Pradas. Schließlich Kostüm und Schürze.
Ich erkenne mich im Spiegel kaum wieder. Doppelt verfremdet: Einerseits bin ich zum Vamp geworden, zu einer femme fatal. Diese Figur nun spielt eine Kellnerin. Ich fühle mich unglaublich sexy und werde von meiner Freundin bestätigt.
„Du bist eine Spur zu perfekt“, meint sie. „Warte – ich habe eine Idee.“ Sie öffnet den Reißverschluss unten um drei Zentimeter. Eine kleine „Unachtsamkeit“, die ihre Wirkung nicht verfehlt. Das Rot der Strapse blitzt jetzt gelegentlich hervor.

Um halb zwei erscheine ich im Hotel. Jessi, die sich vorgenommen hat, sich nicht mehr über mich zu wundern, kriegt trotzdem ihren Mund nicht zu. In lasse sie einfach stehen und marschiere in den Nebenraum. Die Tische stehen in richtiger Anordnung, weiße Tischdecken, Servietten. Die Tassen, Untertassen, Kaffeelöffel … na ja … „shabby chick“.
Da stehen Thermoskannen mit Kaffee. Ich sammele sie ein und knalle sie Jessi auf den Tresen. „Du spinnst wohl?! Abgestandenen Kaffee für diese Gäste? Kipp die Plörre weg. Dann wirst du die Bohnen aus der Maschine entfernen und aus dieser Packung einfüllen.“ Sonja hat sie besorgt – sie ist ein Schatz! „Zehn nach drei wirst du neuen Kaffee brühen“, kommandiere ich weiter. „Die Kannen werde ich dann rüber bringen. Du wirst den Raum nicht betreten. Hast du das kapiert?“ Den Zusatz: „Blöde Ziege!“ erspare ich ihr. Sie hat das aber auch so begriffen. „Jawohl!“, stammelt sie. Fehlt nur noch, dass sie die Hacken zusammenknallt.

Exakt pünktlich wird die Tür aufgestoßen. Tom öffnet sie für meinen, unseren Herrn, der in der ihm eigenen Haltung in den Raum schreitet. Er nickt mir freundlich zu, Tom begnügt sich mit einem Zwinkern. Ich begleite meinen Gast in den Nebenraum, schließe die Tür.
„Sehr, sehr erfreulich, Natascha“, lobt er mich, als er mich genau betrachtet. Ich schwebe im siebten Himmel. „Genau so habe ich mir das vorgestellt. Genau so.“

Die übrigen Gäste erscheinen Punkt 15:30, wie mein Herr perfekt gekleidet. Sie alle nehmen Platz, scheinen auf einen Teilnehmer zu warten.
Kurz vor vier erscheint ein dicklicher, schwitzender Typ in nur mäßig gut sitzendem Anzug, Krawatte auf halb acht. Am Handgelenk eine Rolex mit Glitzersteinchen, am Finger ein Ring mit großem Glitzerstein.

Der Typ ist mir spontan unsympathisch. Den also will mein Herr über den Tisch ziehen. Mit meiner Hilfe. Ich fühle mich geehrt. Schon mein erster Eindruck bestätigt mich in meiner Aufgabe: meinen Herrn unterstützen.

Die Konferenz beginnt. Mein Herr begrüßt die Anwesenden. Ich höre nicht zu, schenke Kaffee ein. Doch dann: „Für unser Wohl – in jeder Hinsicht – sorgt Frau Avluv.“ Alle Blicke richten sich auf mich. Eigentlich sollte ich so was wie Lampenfieber haben. Keine Spur. Ich arbeite schließlich im Auftrag meines Herrn. Er hält gewissermaßen seine Hand über mich, beschützt mich. Was soll mir da schon passieren?

Meinem „Opfer“ schenke ich als letztem ein. Dabei berühre ich seine Schulter mit meinem Becken. Meinem Herrn entgeht nichts, wie ich am winzigen Zucken seiner Mundwinkel bemerke. Er scheint zufrieden. Warte ab, Herr – das ist erst der Anfang. Ich bleibe dort stehen, auf Tuchfühlung.
„Kommen wir zur Sache“, fährt mein Herr fort. „Wir alle wissen, was zur Disposition steht. Der Mindestpreis wurde mit 60 festgelegt – unverständlich bei diesem Objekt. Das ist weit unter Wert. Gleichwohl: Wer bietet 60?“
Sofort hebt das Opfer den Arm: „60!“ Ich berühre ihn wieder – „ganz unbeabsichtigt“.
„Der Mindestpreis wurde geboten. Jemand mehr?“ Das Opfer schaut in die Runde, meint, ein Schnäppchen gemacht zu haben.
Irrtum: Ein Herr gegenüber meldet sich: „75.“ Sofort begebe ich mich zu ihm, ist mir sehr recht. Er wirkt sympathisch, sehr im Gegensatz zum Opfer. Ein Gentleman von etwa 70 Jahren, weißes, volles Haar, perfekt gekleidet, zurückhaltend, trotzdem freundlich.
Sein Kontrahent ist darüber nicht erfreut. „80!“, blafft er. Ich wieder zu ihm: vielleicht Ende 50, gefärbtes, schütteres Haar, zu viel Gel. Ich lasse mir mein Bedauern über meinen erneuten Stellungswechsel nicht anmerken. Im Gegenteil: Ich stelle mich wieder dicht neben ihn und lege meine Hand auf seine Schulter.
Mein Herr nimmt das wohlwollend zur Kenntnis. „80 sind geboten. Noch immer bei weitem nicht angemessen.“
„100“, bietet der Gentleman. Ich erhöhe ganz kurz den Druck auf die Schulter, wie um mich Richtung des Höchstbietenden abzustoßen.
Das Opfer legt seine Hand auf meine, hält sie fest. „Bleib ruhig bei mir. Ich überbiete diese Schwachmaten auf jeden Fall.“
Das Lächeln meines Herrn ist jetzt viel deutlicher. Die Bemerkung des Opfers war wirklich mehr als dämlich. Das habe sogar ich sofort bemerkt.
„110!“, trumpft er auf, packt mich am Hintern und zieht mich auf deinen Schoß. „Nicht …“ wehre ich mich. Eine Augenbraue meines Herrn geht in die Höhe. „… jetzt noch nicht“, fahre ich fort. Die Augenbraue senkt sich, wieder dieses Lächeln.
Ich weiß, dass ich gewonnen habe. Obwohl das Bieten weiter geht, bleibe ich auf seinem Schoß sitzen. Ich ändere die Taktik auf eigene Faust. Immer, wenn er bietet, greife ich zwischen seine Beine, wichse seinen S*hwanz durch die Hose. Er hat schon glasige Augen. Er bietet, damit ich ihn weiter bearbeite. Das ist jedem im Raum offensichtlich, bloß diesem Idioten nicht.
Schließlich stöhnt er: „180!“ und spritzt ab. Auch das bleibt niemandem verborgen. Mein Herr beendet die Sache: „180 – das letzte Gebot. Ich gratuliere dem neuen Eigentümer der Gesellschaft. Sie haben wirklich bemerkenswert professionell verhandelt.“
Mir war klar, dass mein Herr austeilen kann. Dieser Tiefschlag aber ist extrem gut platziert. Das Opfer sackt in sich zusammen.

Alle haben das Hotel verlassen, nur mein Herr und ich sitzen noch zusammen. „Das ist über alle Erwartungen gut gelaufen. Wir haben mit 100, höchstens 120 gerechnet.“ – „Oh ja!“, stimme ich ihm zu. „180 Tausend für eine Ejakulation ist viel Geld.“
Mein Herr beginnt, schallend zu lachen. „180 Tausend?! Das ist wirklich komisch. 180 Tausend. Du hast die Dimension nicht begriffen. Aber wie konntest du auch? Nein, Natascha. Es ging nicht um Kleingeld. Der hat für 180 Millionen abgespritzt.“

Noch immer lachend verlässt auch er das Hotel. Diesmal hat er tatsächlich nicht bezahlt. Egal – ich mache das aus meiner Tasche. Immerhin hat mein Outfit finanziert und das Erlebnis heute war unbezahlbar.

Eine Woche später bekomme ich Post: „Herzlichen Glückwunsch. Sie haben im Lotto gewonnen. Bitte überprüfen Sie zeitnah Ihr Konto.“ Mich nerven diese Fakes. Mein Konto checke ich trotzdem: „+90.000 € – Ausschüttung Lotto. Sie haben 0.5 % des Jackpots gewonnen.“

Ich habe noch nie Lotto gespielt.

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Diese BDSM Geschichte wurde von NataschaAvluv veröffentlicht.

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