FREIRÄUME

Der Dämon, den sie für besiegt hielt, öffnete seine Augen.

4.7
(3)
Veröffentlicht am 1. Dezember 2021

»Sieh mal Mami, ich habe ein Bild für dich gemalt.«

»Sehr schön mein Schatz. Bitte schnalle dich an, damit ich losfahren kann.«

»Du hast ja gar nicht geguckt!«, protestierte der kleine Lockenschopf auf der Rückbank und rang im Kindersitz mit dem Sicherheitsgurt.

»Ich schaue es mir später an«, versprach Tine, blickte in den Rückspiegel und versuchte, ein fürsorgliches Mamalächeln aufzusetzen. Die Kindergärtnerin winkte vom Zaun aus, Tine winkte zurück, und ihr Lächeln fühlte sich noch verkrampfter an.

Gedankenversunken fädelte sie sich in eine freie Lücke und schwamm mit dem Feierabendverkehr durch die Schluchten der Großstadt. An einer roten Ampel schossen Tine einzelne Gesprächsfetzen des Telefonats von heute Mittag durch den Kopf: »Du bist also eine kleine versaute Mami!«

Ein Hauch von Verzweiflung huschte über Tines sommersprossiges Gesicht. Sie strich sich mit der Hand verlegen über ihren Hals, als wolle sie die Schuld von sich wischen und schüttelte den Kopf.

‚Nein, das stimmt so nicht‘, dachte sie im Nachhinein.

»Ja, manchmal«, war ihre Antwort am Telefon.

»Mami!«

Hinter ihr hupte es, die Ampel war längst grün. Sie fuhr holprig an und würgte fast den Motor ab.

»Mami!«

»Ja?«

»Wann ist Sonntag?«

»In zwei Tagen mein Schatz.«

»Ohh, noch so lange?«

»Du freust dich auf den Zoo, stimmt’s?«

»Die haben da Elefanten und … und echte Tiger, hat die Klara gesagt und die …«

Die Kleine kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Oh Gott, wie sehr Tine ihren kleinen Engel liebte. Das erste Mal seit Jahren wollte sie etwas anderes als „Mama“ sein, das war ihr Recht und doch kam es ihr vor wie Betrug gegenüber ihrer Tochter.

Jung, sportlich, berufstätig, alleinerziehend, gesundes Essen selbst zubereiten – was sollte sie denn noch alles schaffen?

Tine schnitt Gemüse, achtete auf die Pfanne mit dem brutzelnden Hackfleisch und sprach ins Telefon, das sie zwischen Kopf und Schulter geklemmt hielt.

»Super bis nachher!«, verabschiedete sie sich und legte das Telefon weg.

»Oma kommt nach dem Essen«, rief sie durch die offene Küchentür.

»Warum?«, fragte die Kleine monoton, ohne den hypnotischen Blick vom Fernsehgerät zu wenden.

»Weil ich heute Abend ausgehe.«

»Warum?«

»Weil Mamis auch mal etwas alleine unternehmen wollen.«

»Warum?«

Tine beendete das Warum-Spiel durch Schweigen, es kamen auch keine weiteren Fragen mehr – das Kinderprogramm war interessanter.

Die Oma, Tines Mutter, beschäftigte sich mit der Kleinen. Tine stand im Bad und nahm letzte Korrekturen an ihrem Make-up vor. Kleine Spangen bändigten die halblangen roten Locken liebevoll. Sie wirkte jugendlich, sexy, frech – wie früher, nur nicht so unbefangen.

»Glaubst du, in dieser Aufmachung einen neuen Vater für die Kleine zu finden?«, fragte Tines Mutter. Sie lehnte mit verschränkten Armen am Türrahmen zum Bad und betrachtete ihre Tochter skeptisch.

Tine drehte sich in ihrem knielangen Sommerkleid aus geblümtem Stoff um und blickte ihre Mutter fragend an.

»Ich meine nicht das Kleid, aber was sind das denn für Schuhe?«, sagte die Oma.

»Peeptoes«, antwortete Tine genervt und betrachtete die vornehmen High Heels. Das elegante Plateau und die schlanken Absätze waren aus dunklem Wurzelholz gefertigt, das Obermaterial bestand aus dunkelrot schimmerndem Satin.

»Man trägt zu offenen Schuhen keine Strumpfhosen, selbst wenn sie fast transparent sind«, stellte ihre Mutter spitz fest.

»Peeptoes gelten nicht als offene Schuhe. Ich werde es ja wohl wissen, ich verkaufe den ganzen Tag Schuhe«, rechtfertigte sich Tine.

‚Außerdem trage ich einen Hüfthalter und Nylons – in Strumpfhosen f*ckt es sich so schlecht‘, fügte sie in Gedanken hinzu.

»Mami, du siehst toll aus«, sagte die Kleine und entspannte den Generationenkonflikt mit einem sonnigen Lächeln.

Einige Minuten später war nichts mehr von dem sonnigen Lächeln übrig:

»Mami, bleibt da!«, sagte die Kleine und stand demonstrativ vor der Wohnungstür.

»Die Oma bringt dich heute ins Bett, mach bitte kein Theater«, sprach Tine mitfühlend und drückte ihr Kind zum Abschied.

Es gab Theater: große Tränen rollten über das kleine Gesicht als Tine die Wohnung verließ.

»Noch ein letzter Kuss, Mami«, flehte sie, nachdem sie bereits mehrere „letzte Küsse“ bekommen hatte.

»Geh! Ich bekomme das in den Griff«, sagte die Oma und legte ihre Arme um die Kleine, damit sie Tine nicht bis ins Taxi hinterherrannte.

Die ersten Abschiede im Kindergarten verliefen ähnlich dramatisch, Tine wusste, dass sie jetzt einen Schnitt machen musste – es tat ihr in der Seele weh.

Tine erreichte den Treffpunkt ein paar Minuten zu früh. Sie stand an der Frankfurter Mainufer Promenade und schaute sich nervös um. Scheinbar genoss halb Frankfurt die letzten Strahlen der Sommersonne am Mainufer. Angespannt versteckte sie sich hinter den übergroßen Gläsern ihrer Sonnenbrille und zog sich die rote Strickjacke enger über ihre Schultern.

Mit der Verschlagenheit einer Geheimagentin zückte sie ihr Handy und rief ihre Mutter an:

»Wie geht es der Kleinen?«

»Sie hat sich nach ein paar Minuten beruhigt, wir schauen SpongeBob, danach geht’s in Bett.«

»Drück sie von mir«, hauchte Tine und legte auf.

»Ist das die kleine versaute Mami?«, fragte eine Stimme und Tine zuckte vor Schreck.

Langsam drehte sie den Kopf und blickte in dunkle Mandelaugen, asiatisch – perfekt und unerbittlich. Umrandet von langen schwarzen Haaren mit blauen Strähnen, glatt und glänzend, asymmetrisch – korrekt. Und wieder diese Augen. Je länger Tine in sie blickte, desto tiefer blickten sie in Tine. Auf den Bildern aus dem Internet kam diese aufmerksame Präsenz ihrer Augen nicht so gut zur Geltung.

Neben ihr stand eine Frau in einem bodenlangen schwarzen Mantel aus hochglänzendem Material.

Der Mantel stand offen, darunter trug sie eine Siebenachtel lange, eng anliegende Glanzleggings und ein Überbrustmieder aus schwarzem Lack im viktorianischen Stil. Ihre nackten Füße steckten in schwarzen Riemchensandalen mit Plateau und hohen Absätzen.

»Ja«, hauchte Tine, schluckte und schüttelte verlegen mit dem Kopf.

»Nein«, korrigierte sie sich, »heute bin ich Tine – keine Mami.«

»Gut. Also Tine, hast du an alles gedacht?«, fragte die Asiatin mit bohrendem Blick.

»Ja, ich glaube …«

Ein harsches »Nein!«, unterbrach Tines zögerliche Erklärung.

Tine fiel siedend heiß ein, um was es ging, kramte in ihrer Handtasche und legte sich hastig ein schlichtes, enges Lederhalsband an.

»Entschuldigung, ich bin etwas aus der Übung«, erklärte Tine verlegen und schloss die Schnalle in ihrem Nacken.

Die Asiatin blickte Tine herablassend an. Das Halsband kam auf ihrem hellhäutigen Hals gut zu Geltung, bildete aber einen harschen Kontrast zum Rest des sommerlich-romantischen Outfits.

»Die nächste halbe Stunde entscheidet, ob mir dieser Fauxpas scheißegal ist, dann lasse ich dich mit deinem blöden Halsband einfach stehen, oder ich werde die Gelegenheit genießen, dich dafür zu bestrafen. Ist das klar!«

Tine schluckte schwer und nickte kaum sichtbar.

»Ja Herrin Mia.«

»Lass den Scheiß! So weit sind wir noch nicht.«

Das ungleiche Paar schlenderte schweigend am Mainufer entlang. Tine empfand die Stille als quälend, aber es war nicht ihre Aufgabe – nicht ihr Recht – ein Gespräch zu beginnen. Ein erregtes Kribbeln fuhr ihr durch den Magen. Sie musste nichts managen, kein quirliges Kind im Auge behalten, heute wurde sie geführt.

»Bei dem Bisschen, das wir voneinander wissen, ist es bestenfalls naiv, gleich in Vollen zu gehen«, sagte Mia und blieb kurz stehen.

»Wir müssen nicht gleich in die Vollen gehen. Du weißt aus den E-Mails, was ich mag, der Rest ergibt sich, oder?«

»Ich werde deine Wunschliste nicht Punkt für Punkt abarbeiten, ein wenig Spaß will ich dabei auch haben.«

Tine schloss die Augen und genoss den lauen Wind in ihrem Gesicht. Sie versuchte, sich an den Inhalt der E-Mails zu erinnern – sie hoffte und bangte zugleich auf deren Erfüllung.

‚Mach mich schön langsam fertig, aber zerbrich nichts, was dich nichts angeht‘, dachte sie sich.

»Warum eine Frau?«, fragte Mia.

»Ich möchte nie wieder der Willkür eines Mannes ausgeliefert sein«, antwortete Tine mit erhobenem Haupt. Mia zog die Augenbrauen hoch und setzte den Spaziergang fort.

Sie kamen vor einem gut besuchten Lokal zum Stehen. Der Außenbereich mit Biergarten war durch Palisaden und wild rankende Weinreben von den öffentlichen Wegen abgegrenzt.

»Trägst du ein Höschen?«, fragte Mia.

»Ja.«

»Zeigen!«

Tine stellte sich zwischen Büsche am Wegesrand und raffte ihr Kleid zaghaft an.

Im Schutz der Büsche war sie nicht gänzlich verborgen. Gäste, die den Biergarten verließen, oder betraten, würden sie sehen. Dennoch entblößte sie ihren Schoß und präsentierte die halb transparente Unterhose aus weißem Nylon und einen eleganten Strapsgürtel aus weißem Satin, der die hautfarbenen Strümpfe hielt – klassische Eleganz auf einem wohlgeformten Frauenkörper.

Mia musterte das Outfit, blieb von dem Anblick jedoch äußerlich unberührt. Sie ließ Tine einen aufreibend langen Moment in dieser Pose stehen, dann machte sie eine Geste mit dem Finger.

Tine verstand, sie ahnte es bereits.

Mit der latenten Angst, in flagranti erwischt zu werden, raffte sie den zarten Stoff ihres Höschens zusammen, bis er zwischen ihre Schamlippen rutschte.

»Ich sehe den Stoff noch«, stellte Mia nüchtern fest.

Tine machte eine rollende Beckenbewegung und zog den Bund des Höschens höher. Reibung und Druck reizten ihren Kitzler, als sich der Steg tief zwischen ihre feuchten Lippen grub. Mit zitternden Knien und flehendem Blick wartete sie.

»Gut«, sagte Mia. Tine ließ das Kleid los, strich den Stoff glatt und kam zurück auf den Weg. Die Angst vor fremden Blicken legte sich, der Druck zwischen ihren Beinen blieb.

Sie setzten sich an einen Tisch in einer abgelegenen Nische des Biergartens. Mia bestellte zwei große Apfelsaftschorlen, ohne es vorher mit Tine abzusprechen.

»Schlag die Beine übereinander!«, befahl Mia, als die Bedienung verschwunden war. Tine machte der Druck auf ihren Kitzler zu schaffen, die übereinandergeschlagenen Beine verschärften die Situation.

»Jetzt rutsch auf dem Stuhl nach vorne.«

Tine schob ihren Unterkörper etwas vor. Das erregende Ziehen zwischen ihren Beinen steigerte sich zu Schmerz.

Durch Tines große Sonnenbrille, die in Anbetracht der Tageszeit nicht mehr zu rechtfertigen war, konnte Mia ihre Augen nicht sehen. Die Mimik des restlichen Gesichts verriet ihr jedoch einiges über Tines Gefühlsleben.

»Leg diesen läufigen Gesichtsausdruck ab, oder willst du, dass jeder sieht, was für eine S*hlampe du bist!«

Tine erschrak innerlich, ihr entfuhr ein gehauchter Laut. Diese verbale Ohrfeige erschwerte es ihr zusätzlich, ihren Gemütszustand zu verbergen.

Die Bedienung brachte zwei große Gläser Apfelsaftschorle. Tine schenkte ihr ein aufgesetztes Lächeln und richtete ihren Oberkörper auf, um eines der Gläser in Empfang zu nehmen. Der beißende Reiz zwischen ihren Beinen ließ etwas nach.

Als sie wieder alleine waren, schob Mia ihr Glas zu Tine:

»Dir ist ja klar, dass du beide Gläser austrinken musst.«

Tine nickte und nahm den ersten großen Schluck.

Mia legte zwei Metallklammern auf den Tisch.

»Ich denke, du kannst dir vorstellen, wo die hingehören.«

Tine schluckte schwer und nickte überdeutlich mit dem Kopf. Mia fuhr fort:

»Von der ersten halben Stunde sind noch zehn Minuten übrig, bis dahin sollten die beiden Schätzchen ihren Platz gefunden haben.«

Tine nahm eine der Klammern. Die Klemmflächen waren mit weichem Kunststoff überzogen. Prüfend setzte sie eine Klammer an der Spitze ihres kleinen Fingers an. Es zwickte, war aber erträglich. Tine schätzte es nach ihrer persönlichen Skala auf 1,5 Wäscheklammereinheiten.

Sie winkte mit der Klammer am Finger in Mias Richtung und konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Der Blick der Asiatin ließ Tine zögerlich verstummen – das sah nach weiteren Strafpunkten aus.

Wo die Klammern hin sollten, war Tine klar, das „Wie“ bereitete ihr Sorgen.

Die Nische, in der sie saßen, war von drei Seiten durch Vegetation und Dekoration verhüllt. Dennoch konnten einige Gäste zu ihrem Tisch blicken. Tine nahm einen weiten großen Schluck aus dem ersten Glas und dachte nach. Sie fragte nicht, ob sie diese Aufgabe dezent auf der Damentoilette erledigen dürfte. Nein, so liefe das Spiel nicht, das sie heute spielen wollten.

Mit einer ähnlichen Aufgabe trat Tines dunkle Seite aus dem Verborgenen.

»Steck dir den Lutscher in die M*schi, jetzt und hier!«, sagte ihr damaliger Freund lachend am Beckenrand des Freibades aus Spaß. Sie war jung und verliebt, alle hielten Tine für ein süßes Mädchen, das allenfalls auf dem Papier 18 war. Sie bewies an diesem Mittag nicht nur ihrem Freund das Gegenteil.

Tine fischte den Lutscher erst in der Umkleidekabine aus ihrem Bikini-Höschen und verspürte eine Erregung, die nichts mit zärtlichen Berührungen und der vorsichtigen Herangehensweise zu tun hatte, die von der BRAVO empfohlen wurde.

Sie nahm den feuchten Lutscher in den Mund, saugte daran, bis nur noch der Plastikstiel übrig war und rieb ihre harten Nippel über die derben Bretter der Umkleidekabine. Ihr damaliger Freund ahnte nicht, welch bittersüßen Höhepunkt er seiner Freundin verschafft hatte. Ein Orgasmus, der in ihrem Kopf, nicht zwischen ihren Beinen entflammte.

»Du hast noch fünf Minuten«, sagte Mia.

Tine stellte ihre offene Handtasche auf den Tisch.

Noch ein großer Schluck, eine ungeschickte Handbewegung, und die Handtasche fiel herunter, der Inhalt verteilte sich wie geplant unter ihrem Platz.

»Oh, wie ungeschickt«, sagte sie lauter als nötig und ging neben ihrem Stuhl in die Hocke, um die Utensilien aufzusammeln.

Mit dem Rücken zu den anderen Gästen, raffte sie ihr Kleid in der hockenden Pose empor. Ihr Höschen war weiterhin zwischen ihrer Spalte verschwunden. Die haarlosen Schamlippen schimmerten rötlich und waren leicht geschwollen. Mit geschickten Fingern setzte sie je eine Klammer an die äußeren Schamlippen. Der zwickende Schmerz ließ sie scharf einatmeten. Das Gewicht der Klammern zog ihre Schamlippen leicht auseinander, sie fühlte einen kühlen Lufthauch tief zwischen ihren Beinen. Mit steigender Erregung sammelte sie den Inhalt ihrer Handtasche zusammen und nahm wieder Platz. Noch ein großer Schluck, das erste Glas war leer.

Mia ignorierte Tines triumphales Lächeln, in dem ein Hauch Schmerz lag, und beobachtete das Umfeld. Die Gäste schenkten der Szene keine besondere Aufmerksamkeit.

»Beine übereinanderschlagen und weitertrinken!«

»Ja«, sagte Tine und schlug die Beine zaghaft aber tapfer übereinander.

»Das heißt ab sofort: „Ja, Herrin“!«

»Ja, Herrin«, korrigierte Tine und nahm den ersten großen Schluck aus dem zweiten Glas.

»Dein Safe-Wort heißt „Apfelkuchen“, verstanden?«

»Ja, Herrin.«

»Erkläre es mir!«, befahl Mia.

»Ich kann jammern und flehen so viel ich will, das Spiel endet nur, wenn ich das Safe-Wort sage.«

»Stimmt«, sagte Mia, »Wenn du „Apfelkuchen“ sagst, endet das Spiel und du kannst im nächstbesten Taxi nach Hause fahren.«

Sie leerte das zweite Glas, musste die Rechnung übernehmen und folgte Mia anschließend zurück auf die Mainufer Promenade.

»Du läufst, als hättest du ein Fass zwischen den Beinen!«, schimpfte Mia.

Tine bemühte sich mit geradem Rücken, einen Schritt vor den anderen zu setzen und bei Mias Tempo mitzuhalten, aber irgendwo mussten die Klammern ja hin, wenn die Beine aneinander rieben. Tapfer arbeitete sie an ihrem Gang und versuchte, sich zu orientieren. Durch die Sonnenbrille war Tine in der jungen Nacht fast blind.

Nach einigen Minuten strammen Fußmarsches blieb Mia an einer Parkbank stehen.

»Hinsetzen und Beine übereinander! … und gewöhne dir dieses Grinsen ab, sonst sorge ich dafür!«

Tine setzte sich, schlug die Beine übereinander und versuchte, ihre Mundwinkel unter Kontrolle zu bekommen. Ihr Kitzler brannte, die Klammern verursachten einen dumpfen Schmerz in ihren Schamlippen, und ihr Körper schüttete die dazu passenden Glückshormone aus. Solch eine Mischung war seit Jahren nicht mehr durch ihre Adern geflossen.

Mia telefonierte in einigen Metern Entfernung, ohne Tine aus den Augen zu lassen.

Eine dicke Frau trug ihren überfressenen Dackel spazieren.

»Guten Abend«, sagte Tine gelöst mit leicht gurrendem Unterton.

Ihre Nieren arbeiteten auf Hochtouren, der Harndrang kam mit Macht – das war die nächste Herausforderung.

»Aufstehen! Unser Taxi kommt gleich«, sagte Mia und nahm Tine am Arm.

Nach einigen Metern blieb sie stehen.

»Was ist?«, fragte Mia. Tine schwieg mit gesenktem Kopf.

»Sprich!«, befahl Mia und unterstrich den Befehl mit einem leichten Klaps auf Tines Wange.

»Ich muss mal!«, das dreckige Grinsen war einem gequälten Gesichtsausdruck gewichen.

»Na dann mach doch, p*ss an den Wegrand!«, Mia patschte mit der Handfläche erneut auf Tines Wange und grinste diabolisch:

»Macht hier eine auf adrettes Fräulein und ist doch nur eine lumpige Straßenkatze.«

Tines Unterleib schmerzte wegen der vollen Blase, sie machte einen letzten mutigen Satz auf die Wiese, streifte das Höschen ruckartig hinab zu den Knöcheln und verschaffte sich hockend Erleichterung. Kein Orgasmus konnte erlösender sein!

Durch die klug gewählte Garderobe gelang es Tine, Wasser zu lassen, ohne ihre Kleidung zu beschmutzen. Mia wartete ungeduldig und schaute sich nach ungebetenen Zuschauern um, sie schienen unbeobachtet zu sein.

»Zieh das Höschen ganz aus«, sagte Mia als Tine fertig war und nahm den feuchten Hauch aus Nylon mit spitzen Fingern. Das Höschen war feucht vor Lust.

»Mund auf!«

»Mpf«, brachte Tine erschrocken hervor, dann füllte zartes Nylongewebe ihre Mundhöhle aus.

»Und den Mund schön zu lassen, wenn wir jetzt im Taxi sitzen«, ermahnte Mia und patschte Tine mit hämischem Augenaufschlag auf die Wange.

Die Taxifahrt dauerte zwanzig Minuten, die letzten fünf kamen Tine wie eine Ewigkeit vor. Das zweite Glas Apfelsaft bat nachdrücklich um Auslass.

Die Rückbank des Taxis einnässen?

Es war Tines persönliches Horrorszenario und sicher nicht Bestandteil von Mias Plan.

Das Auto fuhr an einer Straßenkreuzung rasant an, Tine bekam vor Anspannung einen Krampf im Oberschenkel. Sie musste Mia informieren, aber die fiese kleine Asiatin saß vorne neben dem Fahrer.

‚Ich spreche am besten gleich den Fahrer an‘, dachte sie. Gleichzeitig wurde ihr das Unterhöschen in ihrem Mund bewusst. Die Scham, vor dem Bild, dass sich der Fahrer von ihr machen könnte, gab ihr die Kraft, noch eine Minute durchzuhalten.

Als das Taxi zum Stehen kam, sprang Tine heraus und verschwand hinter einem Müllcontainer. Sie hätte sich zur Not auf offener Straße erleichtert.

Beschämt sah sie aus der Dunkelheit, wie Mia das Taxi im Schein der Straßenlampe bezahlte und das Verhalten ihrer Mitfahrerin entschuldigte.

Das Taxi rollte an und bog an der nächsten Kreuzung des Wohngebietes ab. Tine kam mit gesenktem Kopf aus der dunklen Ecke.

Mia packte Tine hart am Arm, zerrte sie zum Eingang eines Einfamilienhauses und stieß sie in den Hausflur.

Die Haustür fiel krachend zu.

Mia riss ihr die Sonnenbrille vom Kopf und warf sie achtlos auf den Boden.

Die schallende Ohrfeige ließ Tines Kopf zur Seite schnellen.

»Was glaubst du, wer du bist!«

Spitze Finger zogen ihr das Höschen aus dem Mund.

Speichel tropfte von ihren Lippen, als sie unter dem stechenden Schmerz aufschrie. Ihr schossen Tränen in die Augen, der Schmerz ließ nicht nach! Mias Finger bohrten sich tief in ihre Achsel, der Daumen stützte sich auf dem Schlüsselbein ab und entfesselte ungeahnte Kräfte.

Langsam glitt Tine mit dem Rücken an der Wand hinab, bis sie mit Tränen in den Augen im Hausflur kauerte.

Fürsorgliche Arme hielten Tine, bis sie aufhörte zu schluchzen. Mia löste sich von ihr und legte ihre Hände auf Tines Wangen. Behutsam hielt sie den hübschen Kopf zwischen ihren Händen und schaute aufmunternd in die traurigen grünen Augen.

»Du weißt warum?«, fragte Mia. Tine nickte langsam mit dem Kopf, ihr Blick war klar wie die Sommerluft nach einem reinigenden Gewitter.

»Komm, steht auf, wir können nicht ewig im Flur rumsitzen«, sagte Mia freundlich und führte Tine zum Ende des Flurs.

Der Raum war geschmackvoll im altenglischen Landhausstil eingerichtet, nur der Kamin fehlte. Schwere Teppiche lagen auf dem Boden, und an einer Wand stand ein massiges Sofa mit dunklem Leder überzogen. Die gegenüberliegende Wand beherrschte ein wuchtiger Schrank.

»Zieh dich aus. Die Klammern darfst du auch entfernen.«

Mia reichte ihr ein Taschentuch, sie putzte sich die Nase.

Tine legte ihre Strickjacke, das Sommerkleid und den BH sorgfältig zu einem Stapel neben der Tür zusammen und entfernte die Klammern. Der Moment, in dem das gequetschte Gewebe wieder durchblutet wurde, war der schlimmste.

Nackt bis auf den Hüfthalter, die Nylons und ihre High Heels, blickte Tine auf den Boden vor sich.

Sie war es gewohnt, für ihre noch recht jugendliche Figur gelobt zu werden. Mia schien diese Tatsache nicht zu interessieren. Sie stellte auch keine Fragen zu den Narben auf Tines Rücken, obwohl dieser Makel offensichtlich war.

»Welche Stellung kennst du?«, fragte Mia, ohne ihrem Gast besondere Beachtung zu schenken.

Tine stellte sich mit leicht auseinanderstehenden Beinen gerade hin – Brust raus, Bauch rein – und verschränkte die Arme hinter dem Rücken.

»Gut, bleib so!«

‚Wie kann ein Mensch in so kurzer Zeit wissen, wann er welche Knöpfe drücken muss und welche nicht?‘, fragte sie sich in Gedanken. In ihrer Schulter pochte noch ein dumpfer Schmerz, vielleicht würde es ein blauer Fleck werden. Tine schämte sich, sie hätte ihre Blase sicher noch zehn Sekunden unter Kontrolle halten können, um Mias Erlaubnis zum Urinieren einzuholen. Und das freche Winken mit der Klammer im Biergarten hätte sie sich auch verkneifen können. Sie hätte einiges besser machen können.

… hätte, könnte, würde – es war zum verrückt werden. Tine nahm sich vor, ab jetzt „brav“ zu sein.

»… hörst du schlecht?«, sprach Mia direkt in ihr Ohr. Tine zuckte erschrocken und erwachte aus ihren Gedanken.

»Entschuldigung, ich habe nicht zugehört.«

»Wie du willst«, sagte Mia, holte zwei Lederarmbänder aus einer Schublade und reichte sie Tine:

»Anziehen!«

Während Tine die Lederarmbänder um ihre Handgelenke befestigte, zog Mia ihren Mantel aus. In der hautengen Hose und der edlen Korsage wirkte der Körper der Asiatin zierlich. Ein Blick in ihre Augen verwarf jedoch jeden Gedanken der Schwäche.

Mia verband die Lederarmbänder an Tines Handgelenken mit einer kurzen Metallkette und hängte diese in einen Deckenhaken.

Mit hoch nach oben gereckten Armen stand Tine mitten im Raum, als Mias flache Hand auf ihren Po klatschte.

Den nächsten Schlag führte Mia mit einem flachen Lederpaddel aus, ein sattes Klatschen schallte auf der anderen Pobacke. Tine keuchte mit geschlossenem Mund, der Schmerz hielt sich in Grenzen, die Geste zählte.

»Für das vergessene Halsband setze ich zehn Schläge pro Seite an.«

Tine nickte und hauchte: »Ja Herrin.«

Mia ließ sich mit der Erteilung der Strafe Zeit und verteilte die Schläge gerecht auf beide Seiten des strammen Pos. Tine wusste nicht, wann und von welcher Seite der nächste Schlag kam. Manchmal verschwand Mia gefühlte Stunden aus ihrem Blickfeld, war aber ganz dicht bei ihr. Die knackigen Pobacken bekamen bis zum Ende der Bestrafung einen rosigen Teint.

Zärtlich strich Mia mit der eben noch strafenden Hand über die gereizte Haut, streichelte den Schmerz fort und beobachtete Tines Mimik.

Liebevoll, kaum als durchgängige Bewegung erkennbar, ließ Mia die Spitzen ihrer langen Fingernägel über den Po kreisen. Ein Schauer rann durch Tines angespannten Körper, die Ketten über ihrem Kopf rasselten.

Mia beobachtete sie mit fasziniertem Blick. Sinnlich glitten ihre Hände nach unten. Die Fingernägel hauchten über die Rückseite der Oberschenkel, genau zwischen dem Poansatz und dem verstärkten Rand der Nylonstrümpfe. Tine glaubte unter Strom zu stehen, sie zuckte und drehte sich ruckartig zur Seite, um den Berührungen zu entkommen.

Mia ließ von ihr ab und genoss Tines hilflose Situation mit einem wohlwollenden Lächeln.

»Ich glaube, ich habe ein schönes Spiel für dich, mein kleines Eichhörnchen«, sagte sie und verschwand aus Tines Blickfeld.

Tine hörte das Öffnen und Schließen von Schubladen, dann hörte sie Geräusche, die nach Gummihandschuhen klangen, die schmatzend und schnalzend über Hände gezogen wurden. Mia näherte sich ihr von hinten, sie spürte Mias Atem auf ihrem Rücken, da wo die unverkennbaren Narben unterhalb ihrer Schulterblätter begannen.

Der intensive Geruch von Pfefferminze drang in Tines Nase, als Mia sie von hinten umarmte.

Je ein latexumspannter Daumen und Zeigefinger packten Tines Brustwarzen und verteilten eine gelartige Flüssigkeit auf ihren Nippeln. Kühlende Frische und der Duft von Pfefferminze, gepaart mit den zwirbelnden Bewegungen von Mias Fingern, ließen Tines Nippel in Sekundenschnelle emporragen. Tine spürte Mias Körper eng an ihren geschmiegt und gurrte erregt. In einem erotischen Tanz auf der Stelle rieb sie ihren nackten Po an Mias Lenden. Die gereizte Haut sendete weitere Signale der Lust, und Tine stöhnte sinnlich, ergeben – gefesselt.

Mit einem frischen Klecks Pfefferminzgel auf dem Zeigefinger, fuhr Mia zwischen Tines Beine und umkreiste den geschwollenen Kitzler.

Tine warf den Kopf in den Nacken und stampfte mit einem Fuß auf. Diese Erregung im Stehen ertragen zu müssen, war im Moment die einzige Qual.

Mia ließ von Tine ab, trat einen Schritt zurück und betrachtete ihr Werk. Aus dem adretten Fräulein war eine in Sinnlichkeit schwelgende Lustsklavin geworden. Tine stand X-beinig mit nach oben gereckten, gefesselten Armen mitten im Raum und rieb ihre Oberschenkel aneinander, um den kühlenden Reiz des Gels intensiv auskosten zu können.

»Möchtest Du es in deinem Po spüren?«, fragte Mia mit verheißungsvoller Stimme.

»Jaaaa«, hauchte Tine.

»Wie bitte?«

»Ja, Herrin.«

Langsam, mit sichtlichem Genuss, umkreiste Mias Finger das kleine gekräuselte Pol*ch und verteilte eine weitere Portion des erfrischenden Gels. Tine reckte ihren knackigen Po verlangend dieser sinnlichen Behandlung entgegen, öffnete ihre Beine, soweit es in ihrer Lage möglich war, und schloss verträumt die Augen.

Ihr entfuhr ein kleiner erschrockener Schrei, als Mias Fingerkuppe in das glitschige Pol*ch flutschte und darin sanft kreiste. Tine stöhnte leise im Takt von Mias Bewegungen und brummte enttäuscht, als der dezente Druck auf ihren Po nachließ und Mia einen Schritt zurückging.

Mit kreisendem Becken versuchte Tine die fehlenden Berührungen auszugleichen – wenn sie doch nur ihre Hände zu Hilfe nehmen könnte.

Nach einem quälend langen Moment kam Mia in Tines Blickfeld und zeigte ihr einen kleinen Analstecker. Das vordere Ende glich einer Pflaume, dann folgte ein dünner Stil von zwei Zentimeter Länge, den Abschluss bildete eine runde Scheibe.

Auf der Außenseite der Scheibe war eine kleine Metallöse. Bevor sich Tine weitere Gedanken machen konnte, spürte sie den stärker werdenden Druck der Pflaume auf ihrem Schließmuskel. Es zwickte kurz, dann war die Pflaume in ihr verschwunden und die Scheibe mit der Öse verdeckte ihren Schließmuskel.

Mia zog die Einweghandschuhe aus und kam mit einem rötlichen Puschels*hwanz aus feinem Kaninchenfell zurück. Sie ließ den unterarmlangen, dicken S*hwanz direkt von Tines Augen schwingen, dann streifte sie damit über ihre Wange. Tine zuckte unter der kitzligen Berührung und rieb ihre Wange an ihrem emporgereckten Arm um den kribbelnden Reiz los zu werden.

»Ist das nicht ein wunderbarer S*hwanz für ein possierliches Eichhörnchen wie dich?«, fragte Mia mit wissendem Grinsen und zeigte einen kleinen Haken am Ende des S*hwanzes.

Tine schluckte schwer in Vorahnung auf das Kommende. Ihr stand die Erregung im Gesicht, ihre Brustwarzen standen steil und feucht ab und zwischen ihren Beinen glänzte nicht nur das Pfefferminzgel.

Mit einem metallischen Klickgeräusch befestigte Mia den S*hwanz aus Kaninchenfell an der Öse des Analsteckers. Der S*hwanz hing baumelnd zwischen Tines Beinen und die feinen Härchen strichen sanft über die Rückseite ihrer Oberschenkel. Wie ein Fisch am Haken zappelte Tine. Sie verlagerte das Gewicht von einem Bein aufs andere und versuchte vergebens, den quälend zärtlichen Berührungen zu entkommen.

Kurz bevor sie vor Verzweiflung ausgeflippt wäre, begann sie mit dem Hintern zu wackeln, sodass der S*hwanz links und rechts über ihre Pobacken strich. Dadurch empfand sie die Berührungen der zarten Härchen nicht mehr als kitzlig, sie durfte nur nicht aufhören, mit dem Hintern zu wackeln.

Mia befreite Tine von dem Deckenhaken und entfernte die Kette von ihren Armbändern. Mit einem lederumwickelten Stock peitschte sie durch die Luft und erzeugte ein pfeifendes Geräusch:

»Wenn du dich anfasst, wirst du bestraft!«

»Ja, Herrin«, sagte Tine und versuchte, sich so breitbeinig hinzustellen, dass der Kaninchenfells*hwanz frei zwischen ihren Beinen schwang. Es gab Körperstellen, auf oder in denen sich Tine ihre Hände gut vorstellen konnte. Es kostete sie einige Überwindung, davon abzulassen. Mia gab ihr ein Stabfeuerzeug:

»Mach alle Kerzen an und trödel nicht rum!«

Tine waren die zahlreichen Kerzen in dem Raum bisher nicht aufgefallen, sie waren belanglose Dekoration in ihren Augen. Sie lief in kleinen Schritten zum Esstisch und wackelte übertrieben mit dem Hintern, damit der S*hwanz gegen ihre Pobacken schlug und sie nicht kitzelte. Sie spürte den Luftzug vom Gehen intensiv an ihren Nippeln und zwischen den Beinen. Am Tisch angekommen, stellte sie sich breitbeinig hin und reckte ihren Oberkörper vor, um die Kerzen des vierarmigen Leuchters anzufachen – noch aufreizender konnte man Kerzen nicht entzünden.

Bei der letzten Kerze musste sie sich zur Seite neigen, wodurch einige Kaninchenfellhärchen über die Innenseite ihrer Schenkel fuhren. Reflexartig griff sie mit einer Hand an die Stelle, um das quälende Prickeln fortzustreichen.

Der lederumwickelte Stock traf Tine auf den Handrücken.

Mia stand immer ein Schritt hinter Tine, während sie durch den Raum huschte. Tine kam sich wirklich wie ein kleines scheues Nagetier vor: mit hektischen Bewegungen eilte sie von einer Stelle zur anderen, verharrte dann still, um ihre Aufgabe zu erfüllen und war ständig auf der Hut vor bösen Tieren, die in diesem Spiel von Mias bissigem Stock verkörpert wurden, der dann zuschlug, wenn sie zu lange brauchte oder ihre Hände nicht von sich lassen konnte.

Es brannten weit über zwanzig Kerzen, als Tine breitbeinig vor dem Couchtisch hockte und die, ihrer Meinung nach, letzte Kerze entzündete. Ein leichter Schweißfilm glänzte auf ihrer Haut. Sie wollte sich das Stabfeuerzeug oder irgendetwas in die M*schi stecken und …

»Bist du fertig?«, fragte Mia herausfordernd.

»Ja, Herrin.«

»Und was ist mit denen beiden?«, fragte Mia scharf und zeigte mit dem Stock auf zwei Kerzen, die auf schmiedeeisernen Wandhaltern thronten.

Im Gegensatz zu den anderen Kerzen des Raums, konnte Tine ihre Aufgabe diesmal nicht breitbeinig oder hockend erledigen. Sie eilte zu dem ersten Wandhalter und wackelte mit dem Hintern, während sie versuchte, mit erhobenem Arm den Docht zu entzünden. Da ihr ganzer Körper wackelte, fehlte ihr die Ruhe in den Armen.

Mit steigender Konzentration auf die Flamme des Feuerzeugs ließen die Pendelbewegungen des S*hwanzes nach und kamen zum Erliegen. Tine zuckte vor Schreck, als das Kitzeln begann. Sie spannte ihre Gesäßmuskeln aufs Äußerste an, um den quälend sanften Berührungen zu widerstehen. Die blöde Kerze wollte nicht angehen.

Vorsichtig schaute sie über ihre Schulter.

Mia stand einen Schritt hinter ihr und schien sich nicht für die aktuelle Situation zu interessieren. Sie starrte auf Tines Rücken, auf die Narben!

Mia bemerkte Tines Blicke und wirkte ertappt.

»Was ist?«, zischte Mia übertrieben böse, als wollte sie die Situation überspielen.

»Nichts«, hauchte Tine betroffen und wand den Blick enttäuscht ab.

Das Kitzeln steigerte sich zu einem juckenden Kribbeln zwischen ihren Oberschenkeln. Tine biss die Zähne zusammen und zündete die Kerze an – es gab weitaus Schlimmeres als flauschige Härchen auf der Haut.

Tine hasste es, wenn die Menschen nur blöd schauten, nicht fragten und sich ihren eigenen Reim darauf bilden wollten. Sie hasste es so sehr, dass sie ihren Rücken nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigte, um die stummen Blicke nicht ertragen zu müssen.

»Warum hat dich das Schwein so zugerichtet, wusste er nicht, was Peitschen anrichten können?«, fragte Mia ohne Umschweife und zerschnitt damit die bittere Stille.

»Er wusste was er tat«, presste Tine durch schmale Lippen und zündete die letzte Kerze an. Die Berührungen des Kaninchenfells waren allenfalls lästig – jetzt, nachdem das neckische Spiel ein jähes Ende fand.

»Ich bin fertig«, sagte Tine leise, ging zu dem großen Tisch und legte das Feuerzeug zögerlich auf die Ecke. Mia war einige Schritte hinter ihr stehen geblieben und schien aus ihrem Konzept gebracht worden zu sein. Tine wartete mit gesenktem Kopf.

Sie wollte sich einen Freiraum schaffen, in dem ihre dunkle Seite erneut erblühen könnte – vielleicht war da nichts mehr, das noch blühen konnte. Zum ersten Mal seit Langem war sie in diesen Bereich ihrer Seele zurückgekehrt und der Dämon, den sie für besiegt hielt, öffnete seine Augen. Der Dämon, der sie einst liebevoll aber mit strenger Hand führte – durch den sie die Weitläufigkeit der dunklen Seite kennenlernte.

»Warum?«, fragte Mia anklagend.

»Das geht dich nichts an.«

Das war Tines Standardantwort an die Wenigen, die fragten. War diese Antwort der Situation gerecht? Wenn es überhaupt einer verstehen konnte, dann jemand wie Mia.

Tine biss sich auf die Unterlippe und schüttelte zaghaft den Kopf. Ihr Herz raste und Schweiß stand auf ihrer Stirn, die Hitze kam nicht nur von den Kerzen.

»Schau mich an!«, befahl Mia, packte Tine hart am Oberarm und drehte sie in ihre Richtung. Mit bohrendem Blick und ernster Miene schaute Mia ihr tief in die Augen. Tine wollte den Blick abwenden, aber Mia hielt ihren Kopf fest und zwang ihr den Blickkontakt auf.

Traurige, tiefgrüne Augen blickten flehend und dennoch kraftvoll.

»Weißt du dein Safe-Wort noch?«

»Ja … Herrin.«

»Gut«, sagte Mia und entfernte den Fells*hwanz. Den Plug ließ sie in Tines Po stecken.

»Ziehe deine Schuhe aus und knie dich vor das Sofa!«, befahl Mia und holte einige Utensilien aus dem gut sortierten Schrank. Tine kam dem Befehl nur zögerlich nach. Ein brennender Schlag auf ihren Hintern riss sie aus den Gedanken und spornte sie zur Eile an.

Sie kniete sich neben das Sofa. Mit durchgedrücktem Kreuz ließ sie ihre gereizten Pobacken auf die Waden sinken und legte die Hände mit nach oben zeigenden Handflächen auf die Oberschenkel.

Mia legte ihr eine Augenbinde aus weichem Leder an.

»Hände nach hinten!«

Ein Karabiner verband die zwei Armbänder hinter Tines Rücken.

»Mir scheint, deine Konzentration gilt nicht mir alleine, aber du möchtest nicht darüber reden«, flüsterte Mia. Tine spürte Mias Atem an der Ohrmuschel und nickte zaghaft.

»Antworte!«

Der Befehl schallte laut in Tines Ohr.

»Nein, ich möchte … ich kann … aaaah!.«

Ein ziehender Schmerz in Tines Brustwarzen beendete den Dialog. Mia quetschte die zarten Nippel und zog an ihnen. Mit weit aufgerissenem Mund stieß Tine einen stummen Schrei aus.

Der akute Schmerz endete, es blieb ein langsam abklingendes Brennen, das sich über ihren erhitzten Körper ausbreitete und zu einem heißen Pochen in ihrem Kitzler sammelte.

Ohne äußere Einwirkung begann Tine leise zu stöhnen und rüttelte an der Fesselung ihrer Arme – es war aussichtslos, sie konnte sich keine Erlösung verschaffen. Langsam klang die akute Erregung ab und Tine lauschte verzweifelt. Sie wusste nicht mehr, wo sich Mia befand oder was sie als Nächstes vorhaben könnte.

Tine hörte das Knarzen von Leder und klickende Geräusche. Sie war sich sicher: Mia zog ihre Schuhe aus.

»Beine auseinander!«

Tine spreizte die Oberschenkel, soweit es kniend möglich war, und lauschte erregt. Eine unsanfte Berührung an ihren Schamlippen ließ sie aufzucken und stöhnen. Mias großer Zeh wühlte in dem nassen Fleisch, drückte gegen die Lustperle und tauchte dann tiefer ein. Tine erschauerte unter den Berührungen.

»Alles nass!«, sagte Mia vorwurfsvoll.

»Jaaa«, gurrte Tine mit verruchtem Übermut. Der Duft ihrer feuchten Lust drang intensiv in ihre Nase und sie ließ die Lippen sehnsüchtig geöffnet.

Mia schob ihre nass schimmernde Zehe in ihren Mund und befahl:

»Sauberlecken!«

Mit saugenden Lippen und flinker Zunge umsorgte sie die Zehe und das weiträumige Umfeld.

»Miststück!«, sagte Mia und zog ihren Fuß zurück, Tine folgte mit dem Oberkörper und verschmierten Lippen. Eine gepatschte Ohrfeige bremste ihr Verlangen.

»Na, brennt dein Fötzchen?«, fragte Mia bissig.

»Jaaa.«

»Antworte in einem ganzen Satz!«

»Ja, meine M*schi ist heiß.«

Der Peitschenhieb auf Tines angespannten Bauch kam unerwartet. Sie schrie kehlig auf. Mia packte Tine hart im Nacken und zog ihren Kopf zu sich:

»Wie heißt das da unten?«

Tine schwieg einen Moment, um sich zu beruhigen und um über die Frage nachzudenken.

»F*tze«, hauchte sie gequält.

»Mund auf!«, befahl Mia im gleichen Atemzug. Sie ließ Tine keinen Moment der Ruhe, ihre Gedanken konnten nicht vom absoluten JETZT abschweifen.

Ein Dildo schob sich fordernd in Tines Mund, sie fühlte mit den Lippen die anatomische Ähnlichkeit mit einem S*hwanz, nahm in gierig auf und saugte mit glaubwürdiger Begeisterung daran.

Kniend, mit verlangend geöffnetem Mund und leicht erhobenem Kopf, wartete Tine, bis Mia den Dildo erneut in ihren Mund schob. Der Gummis*hwanz f*ckte Tine mit tiefer werdenden Stößen, bis der Würgereiz einsetzte. Sie keuchte und hustete, Speichel lief ihr übers Kinn.

»Nicht schlecht, du kleine s*hwanzgeile Sau«, flüsterte Mia mit zuckersüßer Stimme.

Tines Bauchmuskeln zuckten unter einem verlegenen Lachen, ein wenig Stolz war auch dabei. Sie kniete wie ein dressiertes Tier mit weit geöffnetem Mund auf dem Boden und wartete auf den S*hwanz.

Mia ließ die stilisierte Eichel ein kleines Stück in Tines Mund gleiten und erklärte in entspannter Stimmlage:

»Du wirst jetzt drei vollständige Sätze formulieren, die das Wort „F*tze“ enthalten.«

»Meine F*tze ist heiß.«

Der Schmerz in Tines Brüsten kam schnell und hart, sie krümmte sich schreiend und benötigte einige Atemzüge, um sich zu fangen.

»Den Satz kennen wir schon, also denke dir bitte drei neue Sätze aus.«

»Meine F*tze …«, setzte Tine an und rang um Worte, »… ist nass und geil.«

Zur Belohnung durfte sie einen Moment an dem S*hwanz lutschen, dann saß sie wieder mit weit geöffnetem Mund und verbundenen Augen in der Dunkelheit.

»Der F*tzensaft läuft mir an den Beinen runter, so geil bin ich.«

Der Gummis*hwanz f*ckte sie schmatzend und tief in den offenen Mund. Nach einigen Stößen war sie wieder alleine.

»Meine F*tze will endlich gef*ckt werden!«, sagte sie mit Verve und deutlich lauter als bisher.

Erneut krümmte sie sich vor Schmerz und schrie – es hörte nicht auf.

»Wer hier wenn, wann und in welches L*ch f*ckt, entscheide ich«, sagte Mia und lockerte den Griff um Tines Brustwarze.

Tine hörte, dass Mia von dem Sofa aufstand und einige Schritte ging.

»Bei Kerlen hat der Spruch wohl funktioniert, wenn sie nicht schon viel früher über dich hergefallen sind.«

Jetzt war Mia wieder nah bei ihr und flüsterte in ihr Ohr:

»Ich kann nicht absp*itzen. Mir ist deine F*tze scheißegal, verstanden?«

»Ja, Herrin.«

»Vielleicht … aber nur vielleicht, f*cke ich dich nachher. Aber vorher will ich noch ein bisschen spielen, du bist nämlich noch nicht da, wo ich dich haben will.«

Tine stand mit vorgebeugtem Oberkörper und verbundenen Augen in dem Zimmer und wartete. Sie fühlte durch die dünnen Nylonstrümpfe den weichen Teppich an ihren Fußsohlen und wackelte angespannt mit den Zehen – das flauschige Gefühl beruhigte.

Ihre Arme waren hinter ihrem Rücken, an den Handgelenken und oberhalb der Ellenbogen, mit Lederbändern fixiert. Ein Seil führte von der Handgelenkfesselung zur Decke. Es zog ihre Arme nach oben, sodass sie nach vorne gebeugt, auf einer Stelle verharren musste.

Das Warten zermürbte Tine. Sie wartete, seit sie den Entschluss gefasst hatte, dem Verlangen ihrer dunklen Seite nachzukommen.

Ein scharfes Ziehen an ihrer Flanke ließ Tine aufschreien, sie holte tief Luft:

»Fünfzehn! … Danke.«

Die vielen kleinen Lederschnüre kamen von schräg hinten, klatschten gegen ihre Rippen und schnalzten teilweise bis auf den Bauch.

»Sechzehn! … Danke.«

Nach Jahren der Entsagung war sie in die dunklen Bereiche ihrer Seele zurückgekehrt. Es war wie früher: lange Flure, schemenhafte Wege und Türen. Ein altes Schloss voller Geheimnisse und Verbote. Was sich hinter den Türen verbarg, offenbarte sich erst nach dem Betreten – der Schlüssel war Schmerz.

»Siebzehn! Danke.«

Die besonderen Türen zeigten sich erst, wenn Tines Kopf den Schmerz in Licht verwandelte. Dann war der dunkle Bereich bunter als manches Kinderzimmer und voller Überraschungen. Die Dinge geschahen unerwartet, stroboskopartige Bilder – Blitze im Geiste.

»Achtzehn! Danke.«

Die Farben kamen langsam in Pastelltönen, aber Tine konnte es nicht so genießen wie früher. Sie erkannte, dass hier der Dämon wohnte, den sie aus ihrem Leben verbannte. Zusammenhanglose Szenen flogen an ihr vorbei – Erinnerungen an schöne Stunden, Fantasien und dann: Augen!

»Neunzehn! Danke.«

Die Augen machten Tine Angst, es waren „seine“ Augen, alles hier erinnerte sie an ihn.

Eine Treppe!

Tine wusste nichts von einer Treppe, es gab keinen Keller, wenn man ganz unten war.

»Zwanzig! Danke.«

Mia strich prüfend mit beiden Handflächen über Tines Rippen und die Pobacken. Die Haut war warm und gerötet, aber nicht verletzt. Ein Knuff in Tines Brust erzeugte keine Reaktion.

»Alles OK?«, fragte Mia.

»Mach einfach weiter!«

Tine war abwesend und zugleich hoch konzentriert, sie stand mit ihrem inneren Auge vor einer unbekannten Treppe und die gerade aufblühenden Farben drohten wieder zu verblassen.

»Wie du willst«, sagte Mia gepresst.

Erneuter Schmerz schnalzte wie tausend Nadeln über Tines Brüste. Mia verwendete jetzt eine Peitsche, deren Riemen aus vielen Hundert Pferdeschweifhaaren bestanden. Jedes einzelne Haar leistete einen kleinen Beitrag zum großen Ganzen.

»Danke!«, schrie Tine kehlig.

Die Augen! Sie spürte seinen Blick in ihrem Nacken. Der einzige Fluchtweg war die Treppe nach unten. Schemenhaft erkannte sie den Weg, tastete sich an den Wänden entlang und spürte den Schmerz der tausend Nadeln erneut auf dem Po.

»Danke!«

»Du musst dich nicht mehr bedanken, ich mache das gerne!«

Die unbekannte Stimme war direkt hinter Tine. Eine Salve aus Schmerz prasselte auf ihren Bauch, die Brüste, den Po – guter Schmerz, aber ihr Kopf machte daraus kein Licht. Panisch rannte sie durch den dunklen Gang, schrammte gegen die schroffen Wände und schrie heiser.

Ihr Körper zuckte unter einem Trommelfeuer aus Peitschenhieben, Tine erwartete blendendes Licht.

Da war kein Licht und der Gang endete in einer Sackgasse.

Augen in der Dunkelheit!

Tausend kleine Haare rotierten in einer nicht enden wollenden Qual über ihren geröteten Leib.

»Warum schlägst du mich nicht auf den Rücken? Das kannst du doch so gut!«, schrie Tine heiser.

Tränen liefern über ihre Wangen und sie versuchte, mit geweiteten Augen einen Blick hinter sich zu werfen. Am Rande ihrer Kräfte empfand sie keine Angst mehr vor seinen Augen – vor dem Dämon, dessen Schattengestalt in ihrer Seele hauste. Sie rechnete fest damit, die gleichen oder noch schlimmere Qualen durchleiden zu müssen wie damals.

Damals, als eine Peitsche aufrichtige Liebe, Hoffnung und die Haut ihres Rückens zerfetzte.

»Schlag doch zu, auf was wartest du noch!«

Es geschah nichts. Tine wimmerte vor Angst.

Licht! Sie musste blinzeln, dann erkannten ihre Augen Details: Kerzenlicht.

Ihre Beine knickten ein.

Mia stützte sie und löste mit der anderen Hand den Knoten des Seils.

Tine sackte weinend zusammen, als das Seil seine Spannung verlor. Mia benötigte ihre ganze Kraft, um Tines Fall abzubremsen. Sie ging hinter ihr in die Knie und fing das Häufchen Elend auf.

An Mias Schulter gekauert, saß Tine auf dem Boden und weinte hemmungslos. Mia hielt sie tröstend und befreite Tines Arme von den Lederbändern.

Die ganze Scheiße, die seit Jahren tief in ihrer Seele eingekapselt war, kam nach oben. Totes Brackwasser überflutete alles Schöne und für den Moment war nichts Gutes in ihrer Welt.

Tines Wangenmuskeln schmerzten vor Weinen, sie konnte es nicht abstellen. Mia sprach zu ihr, sie verstand die Worte nicht, die Stimme klang tröstend.

»Ich habe nicht verdient, dass du mich tröstest«, klagte Tine mit verheult kehliger Stimme, »Ich habe den Abend versaut!«

»Der Abend hat seinen Zweck auf die eine oder andere Art erfüllt, glaube ich«, sagte Mia versöhnlich.

Tine drehte ihren Kopf zu Mia: Feuchte, grün glänzende Augen schauten unschuldig und Rat suchend.

»Warum hat er dir das angetan«, fragte Mia sanft und strich die Tränen von Tines Wange. Die aufkeimende Entspannung verflog aus Tines Gesicht, sie schloss die Augen, presste neue Tränen hervor und schluckte schwer.

»Es war die Strafe.«

»Die Strafe für was?«

»Er wollte mich für sich alleine.«

Hinter der verheulten Maske schimmerte ein Lächeln, Tine schluchzte und schüttelte den Kopf:

»Ich bereue es nicht. Ich werde an jedem gottverdammten Tag belohnt, wenn sie ihre kleinen Arme nach mir streckt, oder mit ihrer süßen Stimme „Mami“ ruft.«

Tine schmiegte ihren Kopf an Mias Hals und empfand eine Vertrautheit, die nach den wenigen Stunden, die sie Mia kannte, nicht sein konnte.

»Möchtest Du zu ihr?«, fragte Mia und fuhr Tine liebevoll durchs Haar.

»Ich weiß nicht … nein, nicht jetzt … noch nicht.«

»Du bist oft alleine«, stellte Mia fest und Tine schlang ihre Arme um sie:

»Ich bin froh, dass du bei mir bist – ach, es tut mir leid für den Abend.«

»Glaube mir, der Abend hat seinen Zweck erfüllt.«

Gemeinsam schweigend, atmend, fühlend – für einen Moment. Mias Stimme klang warm:

»Du hast von einem Dämon gesprochen.«

»Wann?«, fragte Tine.

»Vorhin. Kurz bevor du zusammengebrochen bist. Ich war mir nicht sicher, ob ich zu weit gegangen bin, bis ich erkannte, dass du deinen eigenen Film drehst.«

»Hm, der Dämon ist ein blöder Arsch. Ich habe ihn aus meinem Leben verbannt und jeden Kontakt abgebrochen, auch um die Kleine zu schützen – er weiß nicht, dass sein Kind ein Mädchen ist.«

»Wenn du einen Anwalt brauchst: Ich habe da ein paar Koryphäen in meiner Kundenkartei, obwohl ich Privates und Geschäftliches nicht gerne vermische.«

Tine erhob ihren Kopf und blickte in Mias Augen:

»Ich benötige jemand der mich führt, der mir Halt gibt, an der Grenze des Möglichen. Ich will wieder unbefangen leiden und lieben können – du weißt, was ich meine?«

»Tine.«

»Ja?«

»Ich liebe Herausforderungen«, sagte Mia und zog Tina zu sich heran, umarmte sie und gab ihr das Gefühl von Geborgenheit.

Ein Taxi rollte durch das nächtliche Wohngebiet und setzte Tine vor ihrer Haustür ab. Sie schenkte dem Fahrer beim Bezahlen das aufrichtige Lächeln einer müden aber glücklichen jungen Frau.

Vor der Wohnungstür zog sie ihre Schuhe aus und schlich auf Zehenspitzen ins Bad. Sie duschte ausgiebig und verschaffte sich mit dem harten Strahl des Brausekopfes einen Orgasmus. Es war ein schwacher Ausklang dieses Abends, im Anbetracht der durchlebten Emotionen – Tine genoss ihn dennoch.

Mehr tupfend, als reibend, trocknete sie ihren geschundenen Körper ab und cremte sich von Kopf bis Fuß mit Ringelblumensalbe ein.

Sie schlich in ihrem alten, verwaschenen Lieblings-Kuschel-Schlafanzug aus dem Bad und warf ein Blick ins Wohnzimmer: Ihre Mutter schlief auf dem Sofa.

Tine schaltete den Fernseher aus und deckte ihre Mutter mit einer Wolldecke zu.

Einen Raum weiter lag die Kleine in ihrem Bett und schlummerte friedlich. Tine brachte die Decke in Ordnung und ging zufrieden in ihr Schlafzimmer.

An Schlaf war nicht zu denken. Tine lag erschöpft in ihrem Bett und genoss den Nachhall der Glücks- und Schmerzhormone in ihrem Körper. Abgesehen von der geschundenen Haut, rechnete sie für die nächsten Tage auch in so manchem Körperteil mit einem ordentlichen Muskelkater.

Das Fleisch sehnte sich nach Erholung, nur der Kopf wollte nicht zur Ruhe kommen.

Tine war froh, den heutigen Abend gewagt zu haben, und sie wollte ihre neue Freiheit nicht aufgeben. Ihr war bewusst geworden, dass die Narben ihrer Seele noch nicht so gut verheilt waren, wie die echten Narben.

Ob, und wie sie Mia in die wenigen Freiräume ihres Lebens integrieren konnte, würde ihr noch einige durchwachte Nächte bereiten.

Ein Menschlein tapste mit zerzausten Locken in den Raum und huschte unter Tines Bettdecke. Kleine Hände umschlossen ihren Hals und fühlten das heftige Pochen der Schlagader.

»Bissuverliebt?«, murmelte die Kleine, bevor der Schlaf sie übermannte.

»Ja, wie verrückt! In dich, mein Engel.«

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Diese BDSM Geschichte wurde von _Faith_ veröffentlicht.

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