EINS MIT STERN

Eine Frau erlebt ihre erste BDSM-Session.

2.9
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Veröffentlicht am 1. März 2022

„Das nächstes Mal werde ich dich kalibrieren.“ hatte er gesagt. Nie werde ich diesen Satz vergessen, mit diesem schrecklichen Wort: kalibrieren! Als ob ich ein technisches Gerät wäre, das man einstellen müßte, als ob ich ein Spielzeug wäre. War ich das denn, für ihn? Und wollte ich das sein?

Wir hatten uns auf jener Onlineplatform kennengelernt und einige Nachrichten ausgetauscht, bis er unvermittelt den Vorschlag für ein persönliches Treffen machte. Nicht ganz einfach in Zeiten von Corona und Lockdown. Doch die Idee eines Stadtspaziergangs an jenem sonnigen Winternachmittag war eine gute.

Ich kann nicht behaupten, dass es von Anfang an gefunkt hätte. Nun gut, er war attraktiv. Nicht wirklich schön, doch mit einer angenehm männlichen Austrahlung. Dass er einen kleinen Rucksack dabei hatte, aus dem er im Laufe des Nachmittags eine Picknickdecke, heißen Kaffee und zu guter Letzt einen gekühlten Piccolo-Sekt mit zwei Gläsern zauberte, hatte mir allerdings imponiert. Er schien zumindest ein Mann für alle Fälle zu sein.

Wir sprachen über dies und jenes, über meinen Beruf als Grundschullehrerin, der in diesen Zeiten mehr Homeoffice war als Schulbetrieb, und irgendwann auch über den Elefanten im Raum: über Sex. Als eher devot hatte ich mich auf meinem Profil geoutet. Wobei ich mir nicht sicher war, ob das wirklich stimmte, denn willenloses Anhängsel eines Mannes war ich nun definitiv keines. Trotzdem verursachte die Vorstellung ein leichtes Ziehen in der Leistengegend. Dann sprachen wir über Phantasien, über BDSM, über Lustschmerz, über spielerische Macht und Ohnmacht. Und das Ziehen wurde stärker.

Nun stand ich hier, in einem fremden Wohnzimmer, beinahe nackt, mit verbundenen Augen und auf den Rücken gefesselten Händen. Gott, worauf hatte ich mich nur eingelassen?

„Bist du bereit?“ riss mich seine Stimme aus den Gedanken.

„Ja…“ antwortete ich zögerlich, nur um hinterherzuschicken: „Ja, ich bin bereit für meine Kalibrierung.“

Wir hatten diesen Satz geübt. Er würde gar nichts tun, bevor ich es nicht ausdrücklich von ihm verlangte, hatte er mir versichert. Es brauchte einige Versuche, den Kloß im Hals zu schlucken, bis ich diesen Satz laut und deutlich über die Lippen bekam. Jetzt hatte ich ihn gesagt und doch war es anders, als es vor mich hin zu sprechen, im Spaß sozusagen, im Übungsmodus. Dieses Mal war es die ernstgemeinte Aufforderung, mich zu schlagen.

Ich spürte seine Berührung an der Schulter, dann trat er vor mich und nahm mein Gesicht zärtlich in die Hände. Er lege seine Wange an meine, während seine Rechte Richtung meines Pos wanderte und mir einen Klaps versetzte. Ich sagte nichts, halb erstarrt, halb lächelnd. Der zweite Schlag war fest und deutlich.

„Nun?“

„Drei“ antwortete ich. Wir hatten vereinbart, dass ich jeden Schlag mit Schulnoten beantworten würde. Er müsse meine individuelle Schmerzgrenze herausfinden, hatte er gemeint. Wie könne er mit mir spielen, ohne meine persönlichen Grenzen zu kennen, ohne genau zu wissen, wie weit er gehen dürfe.

„Zu meiner Schulzeit“ sagte er völlig ruhig, „wurden Noten von Nicht Genügend bis Sehr Gut vergeben. Hat sich das irgendwann geändert?“

Ich schluckte und mir dämmerte, worauf er hinauswollte. Es hatte schon damit begonnen, dass ich mich ausdrücklich bereit erklären mußte. Dieser Mistkerl war dabei, den Kopf einer Lehrerin zu ficken, meinen Kopf.

„Befriedigend.“ presste ich zwischen meinen Zähnen hervor. Ich konnte sein Lächeln förmlich hören. Er nahm mich erneut in die Arme, flüsterte: „Und davor?“

„Nicht genügend.“ hauchte ich zurück.

Wie lange es dauerte, weiß ich nicht mehr, denn gefühlt war es eine Ewigkeit. Er schlug mich, von sanft bis hart, trieb mich in Wellen und mit jedem Hieb wurde es leichter, zu antworten, riss er ein Stück meiner Schutzmauer ein, bröckelte mein innerer Widerstand. Die Schläge brannten auf meinen Pobacken, auf den Oberschenkeln. Seine Streicheleinheiten dazwischen kühlten das Brennen, erzeugten die Lust. Lust darauf, er möge erneut zuschlagen. Irgendwann vergaß ich, was wir hier taten, das Brennen wurde zur andauernden Wärme, die sich in meinem Becken ausbreitete und ich antwortete ihm wie automatisch. Wie er es gefordert hatte.

Schließlich gönnte er mir eine längere Pause, während er mich zärtlich auf den Mund küßte, ein erster richtiger Kuß. Ich verschmolz mit seinen Lippen und sehnte mich nach Berührung. Dann schlug er zu.

„Au!!“ Der Schlag kam unerwartet und war härter als alle anderen zuvor. So schmerzhaft, dass ich vergaß, eine Note zu vergeben. Doch das war auch nicht wirklich nötig. Er umarmte mich wieder, nahm mir die Augenbinde ab, sah mich direkt an und sein Zeigefinger unter meinem Kinn zwang mich, den Blick zu erwidern.

„Das war jetzt… wie?“ fragte er mit einem boshaften Lächeln.

„Eins!“ grinste ich herausfordernd zurück. „Mit Stern.“

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Diese BDSM Geschichte wurde von JustAnother_Writer veröffentlicht.

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