DES EINEN LEID, DES ANDEREN WEID

Wahre Lust spielt sich ohnehin im Geist ab...

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Veröffentlicht am 12. Oktober 2021

Anika stand wie an jedem Samstagabend in ihrem Schlafzimmer vor dem fast zwei Meter hohen Spiegel und vollendete das Styling. So wie jeden Freitagabend und oft auch donnerstags. Zugegeben, jeden Morgen stylte sie sich auch voller Hingabe, aber die Klamotten waren doch andere, zumindest meistens. Sie hatte noch keinen Plan für ihren Urlaub diesen Winter und das sollte sich heute Nacht ändern.

Sie genoss die Blicke der Männer auf ihrem perfekten Körper. Die Natur war ihr gnädig gewesen: groß, gertenschlank und große Brüste (ohne dass ein Chirurg nachhelfen musste). Aber das war ihr gar nicht bewusst. Die glänzenden, langen Haare fast bis zu ihrem Gesäß nahm sie für ebenso verständlich, wie ihr ebenmäßiges Gesicht. Schließlich tat sie ja auch genug dafür, regelmäßige Besuche im Fitness-Studio, eine gesunde Ernährung, Wellnesskuren, Friseurbesuche und Beautyfarmen rundeten ihr Programm ab. Der Erfolg konnte sich sehen lassen! Fast jeder Mann schaute ihr geradezu geifernd hinterher und sie wusste nicht, ob sie deren Blicke mehr genoss oder die wuterfüllten Blicke ihrer Begleiterinnen.

Sie war stolz auf sich, auf das, was sie aus sich gemacht hatte, wo sie doch aus eher ärmlichen Verhältnissen kam. In der Schule war anfangs noch Fleiß gefragt, aber nach der Pubertät hatte sie schnell herausgefunden, wie sie die Kerle um ihre Finger wickeln konnte. Das Abitur war kein Problem gewesen, wobei es weniger eine Folge ihrer Brillanz, als vielmehr ihrer inzwischen bewährten Taktik war: ein Blick aus ihren großen, dunklen Rehaugen, das Dekolleté weit genug aufgeknüpft, der Busen ausreichend gepusht, gepaart mit sexy Klamotten — dies reichte in der Regel aus. Sollte ein Lehrer darauf nicht anspringen, dann half meistens ein vergessener Slip in Kombination mit einem kurzen Röckchen. Zweimal brauchte sie orale Überregungskünste, aber da sie anstandslos „schluckte“ und im Anschluss die Penis ihrer Lehrer noch genüsslich sauber leckte, hatten sich auch diese Probleme schnell erledigt. Sie hatte früh gelernt, was Männer mögen.

Zugegeben, Freundinnen hatte sie kaum. Das lag meistens daran, dass sie wenig Hemmungen hatte, wenn ihr ein Kerl gefiel. Aber auch wenn sie diese dann üblicherweise nach kurzer Zeit wieder fallen ließ, waren diese meist von Grund auf so verdorben, dass ihre Mitschülerinnen sie nur noch langweilten.

Ja, sie hatte eigentlich Spaß an Sex, aber die Macht, die sie damit auf die Männerwelt ausübte, faszinierte sie immer mehr und so wurde sie nach diesem Erfolgsgefühl förmlich süchtig. Und die Männer gaben sich ihr nur zu gerne hin! Eigentlich war sie DAS Schulflittchen, aber da jeder hoffte bei ihr noch eine zweite Chance zu haben, hielten alle ihre Klappe. Auch wenn die Mitschülerinnen sie förmlich dafür hassten, die Männer liebten sie, ihren Körper und vor allem anderen die Lust, die sie zu bereiten vermochte. Sie hatte keine Hemmungen und war im wahrsten Wort für alles offen, aber ihre Technik ließ jeden Kerl schlichtweg austicken. Sie hatte als Jugendliche mal von einer Vaginalmassage gelesen und begonnen, es mit einem Dildo zu trainieren. Sie übte solange, bis sie im Stehen den Dildo mit ihrer M*schi so halten konnte, dass er nicht heraus rutschte. Nun konnte sie jeden S*hwanz problemlos mit ihrer Möse melken, und die Männer liebten es! Es gab sogar schon welche, die dabei in Ohnmacht fielen.

Nach dem Abitur hatte sie angefangen Jura zu studieren, fand es aber schnell zu anstrengend, zumal sie zwischenzeitlich in der Nachtclubszene in die gehobenen Kreise gelangt war. Da sie gut aussah, gut im Bett war und auch kein Problem damit hatte, ihre Beine breit zu machen, war sie schnell zu einem gern gesehenen Gast geworden. Doch sie veränderte sich unmerklich. Ihr Erfolg stieg ihr zu Kopf und sie trug ihre Nase mittlerweile ein paar Millimeter zu hoch, so dass man ihr ihre Arroganz trotz des süßen Stupsnäschens ansah. Ihrem Aussehen tat dies natürlich keinen Abbruch, bei vielen Männern steigerte es sogar den Jagdtrieb.

Eher pro forma hatte sie noch einen Job. Es hatte sie keine große Mühen gekostet, den alternden Firmenchef zu überzeugen, sie einzustellen, obwohl sie keine der erforderlichen Qualifikationen besaß. Eigentlich musste sie nur am Empfang sitzen und nett lächeln. Nur ihre Kolleginnen bekamen mit, dass sie nicht einmal die einfachsten Dinge auf die Reihe bekam. Aber der Chef, den eigentlich alle mochten, wollte nichts davon hören. Woher sollten sie auch ahnen, dass ihr Chef auf junge Dinger stand. In der Beliebtheitsskala rangierte sie bei den eingebildeten Mitarbeiterinnen noch deutlich hinter der Putzfrau, aber das störte Anika nicht — oder sie bekam es nicht einmal mit. Die männlichen Kollegen waren alle in sie verliebt, obwohl für sie eigentlich niemand auch nur ernsthaft in Erwägung kam. Aber die Firma machte etwas her. Eine noble Adresse in der Innenstadt, Kunden aus der High Society und ein exklusives Interieur, sie war glücklich hier, soweit sie überhaupt jemals bei der Arbeit glücklich sein konnte.

Anika war ihrer Meinung nach für heute Nacht fertig, geradezu perfekt in ihren Augen. Schwarze Stiefel bis zu den Knien. Die Absätze und der Schnitt zeugten von Eleganz. Kombiniert mit einem kurzen Karorock und einer bauchfreien, weißen Strickjacke war ihr Schulmädchen-Outfit perfekt. Die Lippen waren etwas zu rot geschminkt, aber mit den zu zwei Zöpfen gefl*chtenen Haaren sah sie einfach zum anbeißen aus. Gegen die Kühle der Nacht griff sie noch in den Schrank und zog sich eine passende, kurze, schwarze Lederjacke über. So verließ sie ihre kleine Zweieinhalb-Zimmer Wohnung und machte sich auf den Weg in einen der beliebtesten Nachtclubs, den sie für ihr heutiges Ziel am erfolgversprechendsten hielt.

* * *

John hatte keine so schöne Jugend gehabt. Eigentlich hieß er Johannes, und seine Kindheit war beneidenswert, was im Wesentlichen am Geld seines Vaters lag, dass er im Überfluss hatte. Jedoch ahnte niemand, womit der sein Geld verdiente hatte, außer seinen Mördern. John kam als 14jähriger als erster nach Hause und fand seine ermordeten Eltern dort vor. Glücklicherweise konnte er noch seinen deutlich jüngeren Bruder Dirk abfangen, so dass dieser die toten Eltern nicht sah. Dass er einen der Täter noch gesehen und sogar erkannt hatte, erzählte er niemanden. Aufgrund einer sehr engagierten Polizistin kamen beide zusammen in ein Heim und dann in eine Pflegefamilie. Dirk verarbeitete laut den behandelnden Psychologen den Unfall vorbildlich. Auch John wirkte nach außen angepasst und immer freundlich. Jedoch war er von Hass zerfressen, was er aber perfekt verbergen konnte. Ihm war klar, dass er der nette Junge sein musste, um seinen Plan nach Rache verwirklichen zu können. Er begann exzessiv Kampfsport zu trainieren und gehörte schnell zu den Besten. Da aber seine schulischen Leistungen immer vorbildlich waren, schöpfte niemand einen Verdacht. Hass war eine hervorragende Motivation, seinen Racheplan langsam, aber stetig zu realisieren. So ging es bis zu seinem Abitur.

In seiner Clique war John sehr beliebt, galt er doch als zuverlässig und trotzdem cool, auch wenn er sich niemals an irgendwelchen illegalen Aktivitäten beteiligte. Seine Freunde respektierten es, zumal er auch nie jemanden verpfiff, obwohl er anscheinend immer wusste was lief. Nach dem Abitur rief damals noch die Wehrpflicht und es ging für ihn zur Bundeswehr. Hier begann er unauffällig seinen Plan zu realisieren. Er machte den erkannten Täter ausfindig und am Tag seiner Entlassung besuchte er ihn. In einer ungeahnten Brutalität bekam er alle Informationen, die er wollte. Wer sein Vater wirklich war, wer die Mittäter waren und vor allem wer seine Familie aus der Welt haben wollte. Dann geschah ein bedauerlicher Unfall, an dem derjenige unerwartet verstab. Nach und nach kam es zu drei weiteren, tödlichen Unfällen, ohne dass die Polizei Verdacht schöpfte. Doch das Bild wurde immer vollständiger und so arbeitete er sich in der Hierarchie effektiv vor, bis er beim Big Boss vor der Tür stand.

Dieser befand sich in einer Besprechung mit zwei anderen Unterweltgrößen, als seine beiden Leibwächter tot in den Raum fielen. Die drei sprangen auf, aber im gleichen Moment wurde ihnen bewusst, dass eine Forderung des Treffens der Verzicht auf Waffen war. Lediglich der Big Boss angelte aus einem Versteck eine 9mm, die jedoch nur kurz in seiner Hand blieb. Das geworfene Messer zertrennte zielgenau die Sehnen des Unterarms, so dass die Hand nunmehr nutzlos herunterhing. Der Schmerzensschrei verstummte schlagartig, als er den hasserfüllten Blick von John sah. Voll bewaffnet stand er vor ihnen. Dass er keinerlei Intention hatte, die Waffen zu benutzen wussten sie nicht. Innerhalb von Sekundenbruchteilen wechselte sein Gesichtsausdruck, als er die beiden Gäste ansah.

„Meine Herren, ich hege keinen persönlichen Groll gegen Sie. Bitte setzen Sie sich wieder hin.“ John war wieder der freundliche, junge Mann, der der älteren Nachbarin die Tüten in die Wohnung trug. Natürlich setzten sie sich wieder, entspannen konnten sie sich allerdings nicht. Er ging um sie herum und blieb hinter dem Big Boss stehen. Gebannt folgten die Blicke der drei seinem fragenden Blick zur Tür. Als sie einen Moment später wieder zu John sahen, hing der Big Boss mit einem gebrochenen Genick auf seinem Stuhl. John sah sich zu einer Erklärung genötigt: „ Er ließ vor acht Jahren, vier Monaten und dreizehn Tagen meine Eltern töten. Ich gehe davon aus, dass Sie hier nichts gesehen haben, oder? Sie können gerne gehen.“

Die beiden hatten schon viel in ihrem Leben gesehen und fingen sich schnell. Nunmehr entspannt blieben sie sitzen: „Das ändert viel!“ sagte der Eine. „Das ändert alles! Setzen Sie sich bitte zu uns.“ Lud der andere den überraschten John ein, sich zu ihnen an den Tisch zu setzen. Nun war es an John, überrascht zu sein und so setzte er sich.

Um es kurz zu machen: Das Geschäft verträgt kein Vakuum und beide kamen aus einer anderen Stadt. Gegen eine entsprechende Beteiligung boten sie ihm schlicht an, die Geschäfte des Big Boss hier eigenverantwortlich weiterzuführen. John hatte zwar seinen Racheplan erfüllt, der sein gesamtes Leben bestimmte, aber keine weiteren Pläne mit seinem Leben, so dass er spontan einwilligte. Einige Kumpels aus seiner Clique holte er an Bord und das Geschäft florierte. Er vermied es geschickt, dass sein Name bekannt wurde, nicht einmal in der Szene. John war ganz der Gentlemen, immer ruhig und gelassen. Niemand ahnte, wie es in seinem Inneren aussah, zumal es sich längst beruhigt hatte. Für die Öffentlichkeit gab es in der Stadt zwar ab und zu Probleme rivalisierender Motorradcliquen, aber es war nie etwas so Spektakuläres, dass es ein großes Interesse hervorrief. Das Geld floss und niemand ahnte etwas.

Nicht einmal sein kleiner Bruder Dirk, der sein Abitur erfolgreich absolviert und gerade mit dem Studium begonnen hatte. Auch für ihn war John, der jetzt für alle zu Don bzw. zum Don wurde, einfach ein erfolgreicher Geschäftsmann. Längst hatte sich sein kleiner Bruder daran gewöhnt, dass Don immer für ihn da war und Probleme von ihm fern hielt, so dass auch er keine Fragen stellte. Dirk war ganz der ruhige, zurückhaltende Typ. Nicht dass er hässlich wäre, eher das Gegenteil, aber durch seine Schüchternheit hatte er bislang kein Mädchen ab bekommen. Aber auch Dons Angebote einer Verkupplung hatte er immer abgelehnt.

Ein Pfeiler seines Unternehmens waren Nachtclubs und so verbrachte er die Nächte regelmäßig in angenehmer Gesellschaft in den Clubs. Er kannte die Schönheiten der Nacht und hatte sie fast alle schon selber ausprobiert. Ohne seine Zustimmung konnte niemand in die VIP-Bereiche der angesagtesten Clubs, und er war ziemlich zurückhaltend damit.

* * *

Anika kam nicht zu früh in den Club. Die Schlange an der Tür ignorierte sie, indem sie den Türsteher einen kurzen Luftkuss zuwarf. Nicht dass sie ihn je ran gelassen hätte, aber vielleicht bräuchte sie ihn ja noch mal. Auf der Tanzfläche hottete sie etwas ab, ließ sich aber nicht antanzen — solche Proleten waren nicht ihr Niveau und ihr Ziel hatte sie klar definiert: heute ging es um ihren Winterurlaub. Ein Kerl raffte es absolut nicht. Nicht, dass er hässlich gewesen wäre, aber seine normalen Klamotten wiesen ihn nicht als Szenezugehörigen aus. Eigentlich war er sogar ganz süß, aber eben ungeeignet. So entzog sie sich ihm erhobenen Hauptes durch den Rückzug in die VIP-Lounge. Am Fuße der Treppe wachte immer ein Türsteher, bzw. heute eine Türsteherin, die augenscheinlich aber auch klare Grenzen setzen konnte. Sie ließ bestimmt kein niederes Fußvolk hoch, was sie dem Typen hinter ihr wohl schnell unmissverständlich klar machen würde. Anika kam in den dunklen VIP-Bereich und sondierte erst mal die Lage, während sie etwas runter kam. Wer war da, wer könnte interessant sein, gab es Konkurrenz? Einige Kerle kannte sie. Die anwesenden Möchtegern-Schönheiten waren keine Gefahr in ihren Augen. Hinten saß Don. Zweimal hatte sie sich schon im hingegeben. Ihre F*cks waren heiß und leidenschaftlich, aber irgendwie konnte Sie ihn im Gegensatz zu den allermeisten anderen Kerlen nicht halten. Die beiden Tussis in seinen Armen waren keine ernstzunehmende Konkurrenz. Vielleicht sollte sie es heute bei ihm versuchen? Aber erst mal wollte sie die anderen Kerle aushecken.

Erst nach einigen weiteren Atemzügen trat sie aus dem Schatten des Eingangsbereiches und setzte sich durch einen perfekten Zeitlupenauftritt in Szene. Sie war auch heute wieder die unbestrittene Königin der Nacht und den Blicken der anderen zufolge, sahen die es auch so. Sie genoss jede Sekunde, zelebrierte jede ihrer Bewegungen und sog die Bewunderung in sich auf, die sie so dringend brauchte wie andere Menschen die Luft zum Atmen.

Von hinten tickte jemand ihr vorsichtig, fast schüchtern auf die Schultern. Langsam drehte sie sich um.

Don beobachtete fasziniert Anikas Auftritt aus dem Hintergrund. In der einen Hand den Busen von — wie hieß sie noch gleich? Egal! — und die andere unterm feuchten Zwickel der Zweiten, so konnte man das Leben zweifelsohne genießen. Eigentlich gefiel ihm Anika. Sie war eine echte Schönheit und der Sex war bombastisch gewesen. Aber sie war zu arrogant und ließ es sich auch ansehen. Nicht dass sie hohl gewesen wäre, aber unreflektiert und faul — alles in allem leider nicht mehr als ein Betthupferl, was sehr schade war! Dann geschah aber selbst für ihn etwas völlig unerwartetes: Hinter ihr tauchte sein Bruder Dirk mit zwei C*cktails auf, und er hatte einen völlig verliebten Blick, den Don noch nie bei seinem kleinen Bruder gesehen hatte. Endlich! Selbst wenn es Anika war, er gönnte es ihm so sehr!

Anika drehte sich mit einem charmanten Lächeln auf den Lippen um, zeigte ihre strahlenden Zähne und die rehbraunen Augen funkelten vielversprechend. Das wohl klingelnde Lachen erstarb jedoch plötzlich und das Gesicht fror zu einer eisigen Miene ein, als sie den Kerl von der Tanzfläche erkannte. Dirk hielt ihr schüchtern einen C*cktail hin: „Dachte Du würdest gerne etwas trinken, so wie Du Dich unten verausgabt hast!“ ‚Wieso hatte diese dumme Pute an der Treppe ihn bloß hoch gelassen — dass er hier nicht hin gehörte, hätte sie doch sehen müssen!‘ schoss es ihr in den Kopf. „Von so einem wie Dir nehme ich bestimmt nichts!“ Sie genoss ihren Triumph. Bei jedem ihrer Worte entglitten Dirk seine Gesichtszüge immer weiter. Selbst aus der hintersten Ecke konnte Don deutlich erkennen, wie sehr seinem kleinen Bruder das Herz zerrissen wurde.

Doch Anika war noch nicht fertig, denn hier auf ihrem Terrain hielt sie sich für die Königin. Dies musste unmissverständlich und für alle deutlich klar gemacht werden! Deshalb nahm sie den ihr immer noch starr entgegen gehaltenen C*cktail und goss ihm diesen ins Gesicht, um ihre Verachtung perfekt zu machen. Sie hatte keine Ahnung, dass sie damit ihr Schicksal besiegelt hatte und sich ihre Leben verändern würde. Von nun an ging alles sehr schnell.

Don fühlte mit seinem kleinen Bruder. Eine kaum wahrnehmbare Bewegung seines Fingers und eine gehobene Augenbraue reichten und alles Weitere nahm seinen Lauf. Aus dem Nichts tauchte ein Türsteher auf und während sich Anika noch umdrehte, spürte sie, wie zwei Hände Sie von hinten unter den Armen griffen und mit gestreckten Armen hoch hoben. Ihr strampeln beeindruckte ihn wenig und al sie dem Mund zum schreien öffnete, drückten die Hände so schmerzhaft ihren Brustkorb zusammen, dass es nur für ein unterdrücktes Stöhnen reichte. Der Kerl war jemand mit einem Motorrad, der offensichtlich nicht nur zum Spaß ab und zu für Don tätig war. Anika war völlig überrascht und realisierte überhaupt nicht, was hier passierte. Sollte nicht dieser Fremdkörper entfernt werden, der sie belästigt hatte? Was passierte hier überhaupt, und wieso mit ihr? Und wieso so grob? Kann der Typ nicht aufpassen?

Sie hörte das Reißen einer Naht ihrer heiß geliebten Lederjacke. Die hatte über 800€ gekostet und sie hatte sie sich wirklich verdient. Der blöde Italiener mit seinem Ferrari war ´ne echte Niete gewesen, der F*ck so unglaublich schlecht und die Jacke war ein gerechter Ersatz für ihr Engagement! Sie wollte sich gerade beschweren und öffnete in einem zweiten Versuch ihren Mund „Ey…“. Der Rest war nur noch ein leises Gurgeln, als sie auf den Boden gestellt wurde, eine Hand sie eisern umgriff und sich die zweite Hand um ihre Kehle schloss und jeglichen Protest im wahrsten Sinne des Wortes erstickte. Anika schwebte zum Ein-, nein, für sie jetzt eher zum Ausgang. „Du bist hier nicht mehr erwünscht!“ Mit diesen Worten hielt er sie außen über die Treppe und ließ sie unvermittelt los. Die Schwerkraft gewann die Kontrolle über die völlig überraschte Anika und ihre Talfahrt begann im wahrsten Sinne des Wortes.

Während dessen beugte sich ein weiterer Mitarbeiter zu Don, dem er nur einen Satz sagte: Ich will ALLES über sie wissen…“. Die Worte wurden in ein im Ärmel verstecktes Mikrophon wiederholt und im Erdgeschoss setzten sich im Backstagebereich mehrere Gestalten in Bewegung. Don saß jetzt alleine auf dem Sofa. Ein kurzes Kommando hatte gereicht und seine beiden Begleiterinnen sorgten sich nun rührend um seinen kleinen Bruder Dirk. Abfuhren taten weh, zum Teil sogar sehr weh — aber auch solche Schmerzen konnten man lindern. Don fühlte etwas, was er seit Jahren nicht mehr gefühlt hatte: Rache! Er war halt immer noch der große Bruder, der den kleinen beschützen musste.

Das nächste, was Anika wahr nahm, war die Treppenstufe unter ihrem linken Fuß. Der Absatz ihres Lieblingsstiefels brach ab, dann traf die Sohle mit dem Stiefel auf die Stufe. Der in ihm befindliche Fuß befand sich in einer misslichen Zwangslage: Sollte er dem Widerstand der Stufe gehorchen oder dem folgenden Körpergewicht nachgeben. Sich nicht entscheiden könnend, folgte eine Bewegung, die für Anika in einen stechenden Schmerz überging. Sie versuchte sich am Geländer fest zu halten, strauchelte und fiel der Schwerkraft folgend weiter die Treppe herunter. Reflexartig suchten die Hände mehr oder weniger erfolgreich nach Halt, bremsten zumindest den Sturz etwas. Anika rollte förmlich rückwärts die Treppe herunter bis zur untersten Stufe, wo sie schon erwartet wurde.

Eine helfende Hand streckte sich ihr entgegen, die sie dankbar annahm. Die Türsteherin half ihr auf. Gerade als sie sich wieder beschweren wollte, wurde ihr Arm in einer geradezu anmutigen Bewegung auf den Rücken gedreht und ihre Hand für andere kaum sichtbar verbogen. Scharf sog sie Luft ein. Für die Umstehenden sah es nach einem Lächeln aus, während die Türsteherin sie in den Arm nahm und wie eine gute Freundin durch einen Seitenausgang nach draußen begleitete. Dort ließ sie die vor Schmerzen noch benommene und verwirrte Anika emotionslos in den Dreck fallen. Sie hörte ein zweites Mal die Worte, die sich nicht glauben konnte: „Du bist hier nicht mehr erwünscht!“

Nach kurzer Zeit half ihr die Kälte wieder klar im Kopf zu werden. Die Nacht war gelaufen. Sie spürte ein tiefes Gefühl des Hasses in sich aufsteigen, doch wusste sie nicht gegen wen oder warum? Sie zog den C*cktail nicht einmal in Erwägung. Diese Ahnungslosigkeit machte es nur noch schlimmer! Und nicht einmal Geld für ein Taxi hatte sie einstecken. Wozu auch. Hatte sie noch nie gebraucht — außer heute. Sie humpelte nach Hause und ihr Hassgefühl wurde mit jedem schmerzenden Schritt noch schlimmer. Zu allem Überfluss durfte sie sich noch den Spott betrunkener Teenager anhören: „Na Prinzesschen, tief gefallen?“, „Ich würde dich ja überall mit hinnehmen, aber auf meinem Fahrrad ist nur für mich Platz!“ oder „Was kriegen wir, wenn wir Dich nach Hause bringen?“ Es machte ihre Demütigung nur noch schlimmer. Die Gestalt, die ihr im Schatten folgte, bemerkte sie nicht.

Zu Hause betrank sie sich. Der Alkohol in Kombination mit den Schmerzmitteln entfaltete seine wohltuende Wirkung. Erst am späten Sonntagnachmittag wachte sie auf. Der Knöchel war geschwollen und jede Bewegung tat ihr weh. Am liebsten hätte sie jemanden angerufen, aber wen? Eine gute Freundin wäre jetzt perfekt gewesen, aber da war niemand. Dann fiel ihr nach einiger Zeit der Student ein, der schräg unter ihr wohnte und ihr in der irrigen Annahme mal bei ihr landen zu können, ihr immer mit den schweren Einkäufen half. Sie googelte seine Telefonnummer und er versprach vorbei zu kommen, sobald er seinen Besuch loseisen konnte. Sie hörte eine Mädchenstimme — was für ein Trottel, dachte sie grinsend. Zwanzig Minuten später stand er vor ihrer Tür und umsorgte sie geflissentlich. Zur Belohnung gewährte sie ihm noch einen tiefen Blick in ihren Ausschnitt, bevor sie ihm mit einem dankbaren Lächeln nach Hause schickte, jedoch nicht ohne ihm das Versprechen abgenommen zu haben, sie am nächsten Tag mit seinem alten Auto zum Arzt zu bringen.

Dieser diagnostizierte am nächsten Morgen nach zwei schmerzhaften Röntgenaufnahmen nur eine Verstauchung, schrieb sie aber nach einem flehenden Blick aus ihren rehbraunen Augen für vier Tage krank. Anika bekam nicht mit, wie sich ihr charmanter Chauffeur im ansonsten leeren Wartezimmer gegenüber einer anderen Patientin mit ihr brüstete. Ein bisschen Honig um den Bart geschmiert und schon plapperte er los… Auch ihre Nachbarn waren nicht weniger redselig, gab es doch genug über das Fräulein im zweiten Stock links zu berichten. So auch an ihrer Arbeitsstelle, dem Fitnessclub, und, und, und…

Die Informationen flossen und ein Plan formte sich in Dons Hirn, gehässig — und süß. Dann führte er erste Telefonate. Gefallen wurden eingefordert. Es sollte langsam gehen, ganz langsam, aber stetig — stetig bergab. Er würde sie brechen.

Auf Arbeit hatte man sie nicht wirklich vermisst und es gab keinen Grund ihr dies nicht zu zeigen. Aber Anika war auf diesem Auge blind. Das glückliche Lächeln ihres Chefs und der erwartungsfreudige Gesichtsausdruck gaben ihrem angeknacksten Selbstbewusstsein wieder etwas Aufwind. Lächelnd ließ sie ihn abblitzen und vertröstete ihn auf später, ließ ihm aber verheißungsvoll ihren benutzten Slip da. Sie wollte es sich ja nicht ganz mit ihm verderben, hatte sie doch keine Ahnung, dass ihre Kolleginnen ihm zwischenzeitlich einen Floh ins Ohr gesetzt hatten.

Stufe 1

Abends wollte sie wieder losziehen und sich auf der Piste etwas Gutes tun. Bewusst suchte sie sich einen andern Club aus, denn von dem von letzter Woche hatte sie die Schnauze voll. Sie stylte sich ausgiebig und war wieder die bezaubernde Königin der Nacht, die den Kerlen den Kopf verdrehte. An der Schlange vorbei gehend lächelte Sie den Türsteher an. Völlig überrascht stellte er sich ihr in den Weg. „So nicht mein Prinzesschen!“ Sprachlos dauerte es einige Sekunden, bis zu einer Regung fähig war. „Ich kann auch woanders hingehen!“ antwortete sie trotzig. „Da kannst Du gerne Dein Glück versuchen“ grinste er sie schmierig an. Die schadenfrohen Blicke der Leute in der Schlage nahm sie nicht wahr, als sie wutentbrannt davon stiefelte. Doch auch bei den nächsten beiden Clubs hatte sie keinen Erfolg. An ihrem Aussehen konnte es nicht liegen, sie sah gut aus wie immer. Dies bestätigte sie mit einem Blick in eine Schaufensterscheibe und war zufrieden mit dem, was sie sah. Dann stellte sie sich im nächsten Club hinten an. Die Schlange war kurz und sie war schon lange nicht mehr da gewesen. Dann verstand sie die Welt nicht mehr! Auch hier wurde sie nicht eingelassen. Die Worte waren deutlich — und kamen ihr bekannt vor: „Du bist hier nicht erwünscht!“ Auch hier klickte eine Kamera aus der Entfernung. Dons Parole hatte die Runde gemacht. Und auf Don hörte man, selbst wenn man in keinem geschäftlichen Verhältnis zu ihm stand.

Verzweifelt trollte sie sich nach Hause. Sie verstand die Welt nicht mehr. Ihr zartes Ego war angeknackst und sie heulte sich in den Schlaf. Am nächsten Morgen hatte ihr Trotz die Oberhand gewonnen. Sie wollte, nein, sie musste Erfolg haben. Sie wollte es sich beweisen. Um auf Nummer sicher zu gehen, rief sie ihren Studenten an und verabredete sich mit ihm zu einem tollen Abend. Nachdem er ein Date abgesagt hatte, holte er sie zum Abendessen ab und führte sie in ein teures Schicki-Micki-Restaurant. Sie hatte sich maximal heraus gebrezelt und genoss es, von der Bedienung wie ein Star behandelt zu werden. Dass sie ihren Begleiter dabei finanziell ruinierte, kam ihr nicht in den Sinn. Im Anschluss war dann eine In-C*cktailbar angesagt. Hier bemerkte sie tatsächlich, dass sie komisch angeschaut wurde. Dann bat sie ihn, noch mal kurz nach Hause zu fahren, da sich kurz zum Tanzen umziehen wollte. Der arme Kerl war ihr so hörig, dass er eine geschlagene halbe Stunde vor der eigenen Haustür im Auto auf sie wartete.

Anika erschien und sein Mund blieb offen stehen. Sie wollte sicher gehen und hatte sich voll ins Zeug gelegt — nun sah sie wie die personifizierte Sünde aus: kniehohe, schwarze Lackstiefel, weiße Hotpants, die mindestens zwei Nummern zu klein waren und in denen sich ihre Schamlippen deutlich abzeichneten, eine weiße Bluse und ein schwarzer Lackbolero. Dazu ihre langen Haare zu einer wilden Mähne frisiert. Als er sie sah, wurde seine Hose deutlich zu eng, was er aber gar nicht wahrnahm, da er nur noch das Pochen seines Herzens spürte, während ihm förmlich sein Speichel aus dem Mund rann. Dass sie das alles nur für sich tat, kam ihm gar nicht in den Sinn.

Sie lotste ihn in eine Disco in einer benachbarten Stadt. Es sollte sich das Desaster des Vortags auf keinen Fall wiederholen. Er wollte erst nicht wirklich so weit fahren, aber sie nahm zart sein Kinn mit zwei Fingern, drehte seinen Kopf zu ihr und hauchte ihm einen Kuss mit ihren rot geschminkten Lippen auf den Mund. Auch wenn dies nur Sekundenbruchteile dauerte, so reichte es völlig, um ihn zu überzeugen.

Dort angekommen öffnete er ihr galant die Tür und ging mit ihr Arm in Arm auf den Eingang zu. Er ging einen Schritt vor und zückte das Portemonnaie. „Eine Person?“ fragte die hübsche Blondine an der Kasse. Verwundert zog er die Stirn hoch und drehte sich um. Zwischen ihm und Anika stand eine Türsteherin und verwehrte ihr den Eintritt: „Du bist hier nicht erwünscht!“ Wutentbrannt schnappte Anika seinen Arm und zog ihn zurück zum Auto. Sie blitze ihn böse funkelnd an: „Kein Wort! Fahr!“ – und er fuhr. Auch in den nächsten beiden Discos blitzen sie ab. Anika kochte förmlich und er verstand die Welt nicht mehr – Dons Arm reichte weit, sehr weit, und sie wusste nichts davon.

Für ihren Begleiter war es völlig unverständlich, war er es sonst immer, der draußen bleiben musste — aber bei so einer Traumfrau war es für ihn völlig unfassbar. Beim vierten Versuch hatte wohl jemand ein Erbarmen mit ihr: „Du bist hier nicht erwünscht! Und auch sonst nirgendwo mehr! Verstehe es — oder akzeptier‘ es einfach… Aber quäl‘ Dich nicht weiter! Mehr darf ich Dir nicht sagen…“. Sie trollte sich und ließ sich verstört nach Hause fahren. Sie war hin und her gerissen zwischen Enttäuschung, Wut, Verzweiflung und Hass. Das war eine schlechte Gefühlskombination für eine Frau, und besonders für Anika! Ihr Student war verwirrt, spielte aber den galanten Gentleman und verzichtete auf Fragen. Zu Hause angekommen brachte er sie hoch und versuchte einfach für sie da zu sein, denn ihre Einsamkeit war deutlich zu spüren. Als sie ihn nicht in ihre Wohnung herein bat, war er schon etwas enttäuscht, wünschte ihr aber noch eine „Gute Nacht.“ Nach alldem, was er für sie getan hatte, könnte er wenigstens einen Kuss von ihr als Dank erwarten. So beugte er sich etwas vor und spitzte seine Lippen.

Mit einem eiskalten „Nichts ist gut!“ schlug sie ihm die Tür vor der Nase zu und ließ ihn stehen. Erst jetzt erkannte er ihr wahres Gesicht, ging in seine kleine Wohnung zurück und zog die Tür etwas zu kräftig hinter sich mit einem letzten Gedanken an sie zu: ‚Du bist auch hier nicht mehr erwünscht!!!‘. Er hatte seine Lektion gelernt, vielleicht im Gegensatz zu ihr. Diese Lektion war hart, aber nachhaltig.

Stufe 2

Anika schmollte. In der Wohnung sitzend begann sie die Welt zu hassen. Doch mit der Zeit kamen doch tatsächlich Zweifel, aber nicht an ihr selbst. Ihre Welt gab es nicht mehr. Alles, wofür sie gelebt hatte schien es nicht mehr zu geben, wobei eigentlich gab es das alles noch — nur ohne sie! Dieser Gedanke machte es nur noch viel schlimmer. So kamen die ersten Tränen und ganz langsam wandelte sich ihre Wut in eine handfeste Depression. Sie wusste gar nicht mehr, wann sie eingeschlafen war, aber am Sonntag kam sie nicht mehr aus dem Bett. Alles war bedeutungslos und es wurde immer schlimmer. Keine Musik, kein Fernsehen — einfach nur das abgedunkelte Zimmer. Ihre Lieblingsklamotten lagen verknittert in der Ecke, was für sie ganz untypisch war. Auch am Montag wurde sie erst wach, als die Sonne schon längst am Himmel stand. Kraftlos raffte sie sich auf, um sich wenigstens auf Arbeit krank zu melden, was dort lediglich zur Kenntnis genommen wurde. Am Dienstag reichten die Gedanken wenigstens, um über die unmittelbare Zukunft zu sinnieren. Und Mittwoch schleppte sie sich zu ihrem Hausarzt, einem alten Freund ihres Vaters.

Der Doktor hatte zwar viel zu tun, aber als er ihren Namen las, wurde sie bevorzugt aufgerufen. Onkel Fred, so nannte sie ihn schon seit ihrer Kindheit, erzählte sie nur grob, dass es ihr schlecht ging. Dies war ihr deutlich anzusehen, hatte er sie doch in den letzten zehn Jahren niemals ungeschminkt oder nicht aufgestylt gesehen. Aber Anika konnte auch ihm nicht ihr Herz ausschütten. Seine Ratschläge drangen gar nicht zu ihr durch. Letztendlich blieb es Onkel Fred nur übrig, ihr die Depression zu bescheinigen, die ihr deutlich anzusehen war. Medikamenten verweigerte sie sich, so dass er sie für eine, nein besser zwei Wochen krank schrieb.

In dieser Zeit ergoss sie sich in Selbstmitleid, aber wenigsten versiegten langsam ihre Tränen. Anika ging es aber nur oberflächlich besser. Sie konnte ihren Zustand nicht beschreiben und auch ihre Gedanken waren weiterhin wirr. Jedenfalls schaffte sie es nicht, ihr Verhalten und die Reaktionen der Umwelt in Verbindung zu bringen. Reflexion war nie ihre Sache gewesen.

Als ihr Kühlschrank leer war, wollte sie ihren Studenten bitte, einige Einkäufe für sie zu erledigen. Aber sie hatte ausgesprochenes Pech, denn er war nie zu Hause, als sie klingelte und auch das Telefon musste er zu Hause liegen gelassen haben, denn er ging nie ran. ‚Er hätte ja wenigstens kurz Bescheid sagen können, dass er verreist ist!‘ ärgerte sie sich. Das Auge hinter dem Türspion nahm sie nicht war. So schleppte sie sich selber zum Supermarkt um die Ecke, um nicht zu verhungern. Die Leute schienen sie nicht zu beachten, aber so ungepflegt erkannte sie auch niemand.

Don war in der Zwischenzeit nicht untätig. Ein Telefonat hier und ein Telefonat dort und er konnte jemanden einen Gefallen tun. Im Gegenzug erfuhr er einige interessante Dinge. Letztendlich gab es da einen Herrn Kästner, dessen Firma es leidlich gut ging, der aber beabsichtigte aktuell ein gewinnbringendes Geschäft zu machen um wieder finanziell in den sicheren Bereich zu kommen. Auch wenn die Firma einen guten Ruf hatte und in der Innenstadt vornehmlich die High Society bediente, so galten doch die Regeln der Wirtschaft und zwei, drei ungünstige Abschlüsse bedrohten den ehemaligen Erfolg.

Don setzte sich in seinen Lieblingsflitzer und schlug unangemeldet bei Herrn Kästner auf. Der Empfang war verwaist, was er aber vorher wusste — war dies doch der Grund seines Kommens. Die Sekretärin verführte er förmlich mit seinem Charme und stand dann vor dem überraschten Firmeninhaber. Die Überraschung wandelte sich bei diesem erst in Verwunderung, dann in Zorn und schließlich einer unbestimmten Existenzangst. Don kam nach den üblichen Floskeln schnell zur Sache und überforderte damit den Mann Ende 60: „Herr Kästner, ich mache mir ernsthafte Sorgen um ihre Geschäftszahlen! Ihre Geldgeber sind etwas besorgt um Ihre Investitionen.“ In diesem Augenblick klingelte das Telefon und Herr Kästner entschuldigte sich kurz und wurde von Don mit einer großzügigen Geste entlassen, blieb jedoch sitzen.

Das Telefonat führte zu tiefen Sorgenfalten auf seiner Stirn, schien doch die sorgfältig geplante Finanzierung zu platzen. Das Telefonat verlief immer schlechter und am Ende war auch er einer Depression nahe. Abwesend kehrte er zu Don zurück, der ihn freundlich lächelnd ansprach: „Sehen Sie Herr Kästner, das meinte ich — Ihr Rettungsversuch steht nur auf wackeligen Beinen und trotz Ihres guten Rufs ist die Existenz dieser Firma bedroht!“

Nun war ihm seine Angst deutlich anzusehen, doch Don sprach betont entspannt weiter. Er bot ihm eine Zwischenfinanzierung an, verzichtete auf die üblichen, formellen Sicherheiten und letztendlich wurden sie sich handelseinig. Nun gut, Herr Kästner hatte keine große Wahl, auch wenn er sich über das großzügige Angebot von Don wunderte, zumal dieser bestens informiert schien und dennoch keine überzogenen Forderungen stellte, eigentlich sogar fast nachteilige Bedingungen akzeptierte.

Noch während des Gesprächs veranlasste Don telefonisch bei seiner Bank eine entsprechende Überweisung. Am Ende fragte Herr Kästner Don noch, ob dieser denn keine Sicherheiten haben wolle? Dieser lächelte völlig entspannt mit einer unglaublichen Selbstsicherheit: „Herr Kästner, in der Vergangenheit haben Sie nie betrogen und waren immer ehrlich. Sogar auf die üblichen Steuertricks haben Sie verzichtet. Die jetzige Situation ist in meinen Augen einfach Pech gewesen und ich bin mir sicher, dass wir Ihr Schiff wieder auf den richtigen Kurs bringen werden.“ In einer kurzen Pause veränderte sich sein Gesicht nur für einen kurzen Sekundenbruchteil zu einer angsteinflößenden Maske: „Und glauben Sie mir, sie wollen mich gar nicht betrügen — nein, dass wollen Sie bestimmt nicht!“ Plötzlich fröstelte es Herrn Kästner, als sich Don wieder erhob und wieder wie vorher entspannt lächelte: „Herr Kästner, machen Sie sich keine Gedanken! Ich bin mir sicher, dass das Geschäft gut läuft, sie wieder in den grünen Bereich bringt und ihre Kunden mit ihnen wie bisher sehr zufrieden sein werden!“

Herr Kästner entspannte sich und ergriff die ihm zum Abschied hingehaltene Hand. Don drehte sich noch mal kurz um, ergänze mit einem Lächeln, dessen Charme sogar bei diesem älteren Herrn verfing: „Eine kleine Bitte hätte ich noch — einen ganz persönlichen Gefallen! Bei Ihnen arbeitet so ein junges Küken, Anika oder so — immer sehr aufgestylt!?“

Herr Kästner wusste sofort, wen er meinte: „Ja! Wieso?“ „Nun, würden sie sie bitte fristlos kündigen? Sie hat sich grundlos krank schreiben lassen und macht statt dessen Party! Um Beweise brauchen sie sich nicht zu sorgen — die bekommen sie bei Bedarf von mir. Werfen sie sie bitte einfach raus, wenn sie wieder auf Arbeit kommt — sie täten mir einen Gefallen…“

Herr Kästner war überrascht — damit hatte er gar nicht gerechnet. Und er traute sich bei seinem Gegenüber nicht einmal, nach dem Grund zu fragen. Kurz dachte er nach. Anika war eine willkommene Abwechslung in seiner Ehe. Sie war eine wirkliche Augenweide und ihre Unfähigkeit wurde allemal damit wett gemacht, dass sie ihm regelmäßig abends einen blies. Dies konnte sie, wie keine andere! Ab und zu setzte sie sich vor ihm auf den Schreibtisch und er schob ihren kurzen Rock hoch und spreizte ihre bestiefelten Beine. Ihre Jugend und auch ihr Outfit brachten immer Leben in sein bestes Stück, das zu Hause beim Anblick seiner Frau kaum noch zu beleben war. Er genoss es, wenn seine pralle Eichel ihre feuchten Lippen teilten und er in sie eindrang. Ihr Stöhnen zeugte jedes Mal von ihrer Lust, so dass ihm das Absp*itzen kein Problem bereitete und bereitwillig leckte sie im Anschluss sein bestes Stück wieder sauber. Dann verließ sie mit ihrem wackelnden Po sein Büro und warf ihm einen letzten, lüsternen Blick zu.

Wäre sie nicht ein so geiles Stück, er hätte sie wegen ihrer absoluten Unfähigkeit längst gefeuert. Seine Mitarbeiterinnen waren sein Kapital und sie ließen ihn regelmäßig wissen, wie unfähig Anika war. Zugegeben, er hatte es vorher noch nie erlebt, dass jemand als Empfangsdame überfordert war… Doch jetzt ging es um die Zukunft seiner Firma und alles hing von diesem Deal ab. Die Entscheidung fiel ihm leicht, auch wenn er sicherlich ihren Mund und ihre Möse in den seltenen Fällen vermissen würde: „Gerne, wenn ich ihnen damit einen Gefallen tun kann!“

„Ich danke ihnen, das ist nett!“ Don verließ das Büro — und auch das Leben von Herrn Kästner. Dieser würde ihn nie wiedersehen. Das so dringend benötigte Geld war am nächsten Tag auf dem Firmenkonto und Herr Kästner konnte sein Glück kaum fassen, die Firma war gerettet! Lediglich der Gedanke an den Verlust von Anika erfüllte ihn kurz mit Bedauern. Dennoch rief er seine Sekretärin zu sich und teilte ihr mit, dass er die Empfangsdame nach ihrer Rückkehr sprechen möchte.

Nach den zwei Wochen zu Hause, zwang Anika sich förmlich auf Arbeit gehen. Onkel Fred hatte ihr bei einem erneuten Besuch geraten wieder ihr Leben zu leben. Er hatte zwar wieder nach dem Grund ihrer Stimmung gefragt, aber sie gedachte nicht, es ihm zu erzählen.

Sie stylte sich minimal und ihre Bemühungen waren bedingt von Erfolg gekrönt. Ihre schlechte Stimmung war ihr problemlos anzusehen. Zum ersten Mal verzichtete sie auf sexy Klamotten und begab sich auf Arbeit. Eine Stunde später kam die Chefsekretärin zu ihr und eröffnete ihr, dass der Chef sie sofort zu sprechen wünscht. Anika bereute sofort ihr Outfit und folgte ihr widerwillig. Im Büro des Chefs bat Herr Kästner sie Platz zu nehmen und zu ihrer Überraschung bat er auch seine Sekretärin zu bleiben. Er begrüßte sie auffallend distanziert. „Nun, ich möchte es kurz machen, da es keine Möglichkeit gibt, gewisse Dinge nett zu sagen. Wir sind leider gezwungen auf ihre weitere Mitarbeit zu verzichten und werden uns von ihnen trennen müssen. Die Gründe gehen von unserem Rechtsanwalt in den nächsten Tagen per Post zu. Sie sind fristlos entlassen! Bitte begleiten Sie meine Sekretärin zu Ihrem Arbeitsplatz, nehmen Sie ihre persönlichen Gegenstände und verlassen Sie das Gebäude. Es tut mir leid!“ Er wendete sich wieder der Arbeit auf seinem Schreibtisch zu. Seine Sekretärin war fast so überrascht wie Anika, die völlig perplex auf Ihren Stuhl saß. Nach einigen Sekunden hob er den Kopf und blickte sie fast mitleidig an: „Sie können jetzt gehen. Die Unterlagen und Ihre Papiere erhalten Sie, wie bereits gesagt, in den nächsten Tagen per Post. Auf Wiedersehen!“

Seine Sekretärin fasste Anika am Arm und zog sie raus. Als sie ihre Sachen zusammen sammelte begleiteten Anika hämische Blicke der Kolleginnen, die schnell erfassten, was los war. Verstört verließ sie die Firma und wankte wie in Trance nach Hause. Dort warf sie sich auf ihr Bett und heulte. Ihr Leben entglitt ihrer Kontrolle und sie konnte nichts dagegen tun. Sie hatte keine Ahnung, was los war und warum das Leben sie nicht wollte, aber sie konnte in dem Augenblick auch keinen klaren Gedanken fassen.

Nach einer weiteren, grausamen Nacht fasste Anika am nächsten Morgen einen Plan. Sie verstand zwar nicht, was los war, aber der alte Kästner war noch immer auf sie abgefahren. In einem schwachen Moment hatte er ihr gestanden, dass er auf junge Mädchen stand und da ihr zumindest unbewusst klar war, dass ihre Leistungen nicht wirklich gut waren, hatte sie ihn mit Ihrem Körper bei Laune gehalten. Ihr Frust wandelte sich in Trotz. Sie blickte in den Spiegel und erschrak. So war kein Land zu gewinnen! Zum ersten Mal seit zwei Wochen begann Sie am Nachmittag wieder sich zu stylen. Es wäre doch gelacht, wenn Sie den Alten nicht umstimmen könnte! Bis jetzt hatte es doch immer geklappt. Sie machte sich zwei Zöpfe, zog sich eine klassische Bluse an, die jedoch so eng war, dass ihre Brüste deutlich zur Geltung kamen. Dazu ein kurzer Minirock aus Karo-Stoff und schwarze, hochhackige Leder-Stiefel bis knapp über das Knie. Ein knallroter Kussmund und lange, schwarze Wimpern vervollständigten ihr Outfit. Sie sah aus wie ein sündiges Schulmädchen und genau das war ihre Absicht!

Für den Weg warf sie sich noch eine Lederjacke über und wartete schließlich vor dem Büro, bis der alte Kästner abends alleine im Büro war. Sie hatte noch die Schlüssel und schlich in sein Büro. Gurrend machte sie ihn im schummrigen Licht auf sich aufmerksam. Ungehalten hob er seinen Kopf, jedoch blitzte in seinen Augen Lust auf, als er sie erkannte. Anika war ein Widerspruch aus wahrhaftiger Lust und völliger Unschuld, als sie sich langsam und sinnlich auf ihn zu bewegte. Hinter ihm stehend knabberte sie an seinem Ohr und ihre Hand glitt an der Brust herunter, überwand den Gürtel und verschwand in der Hose. Sein praller S*hwanz zeigte ihr, wie es um ihn stand. „Ich brauche Deinen S*hwanz“ gurrte sie. „Das mit dem Rauswurf war doch nur eine Drohung, weil Du mich vermisst hast, oder? Ihre gierigen Finger wichsten ihn mit all ihrer Erfahrung und seine Antwort ging in seinem lustvollen Stöhnen unter. Ihre andere Hand zeigte sie seinen Fingern den Weg zu ihrer nassen M*schi, bevor sie seinen Nacken kraulte. Er atmete ihren schweren Duft ein und sein Herz pochte. Er bereute seine Entscheidung. ‚Scheiß auf Viagra und den ganzen Scheiß, bei ihr muss ich aufpassen, dass ich nicht zu früh spritze!‘. Sie hatte ihn da, wo sie ihn haben wollte. Ihr Auftritt war perfekt gewesen. Alleine schon das Schulmädchen-Outfit hatte sein Innerstes getroffen! Er schmolz in ihrer Hand dahin. Die Steifheit seines prallen S*hwanzes zeigte ihr den Erfolg.

Plötzlich riss er seine Augen weit auf und als sie seinem Blick folgte, sah sie eine Teenagerin vor dem Schreibtisch sehen. Sie war ganz in schwarzes Leder gekleidet: Overknee-Stiefel, Leder-Mini und eine Korsage, die ihre Brüste oben rausquellen ließ, so dass ihre steifen Nippel deutlich zu sehen waren. Sie schaute sich einige Sekunden interessiert die ganze Szene an, bevor sie um den Schreibtisch herum kam. Intuitiv machte Anika einen halben Schritt zurück, obwohl die Kleine vielleicht gerade mal 16 Jahre alt war. Als sie neben den Alten trat, sagte sie „Hi, ich bin Jennifer!“ Sie nahm seine Hand und legte sie auf ihren Po. Er fühlte das glatte Leder, begann es zu streicheln und der Umfang seines S*hwanzes nahm noch einmal deutlich zu. Frech hielt sie ihm ihren Ausweis hin: „Ich bin achtzehn und soll Dich glücklich machen!“ Dann beugte sie sich herunter und flüsterte ihm in sein Ohr: „Don schickt mich. Ich soll Dich vor einem dummen Fehler bewahren!“

Der Alte erstarrte vor Entsetzen und sein S*hwanz schrumpfte augenblicklich. Jennifer richtete sich auf, begann wieder den S*hwanz zu wichsen und wandte sich an Anika: „Du kannst jetzt gehen — ich werde ihn so glücklich machen, wie Du es nie könntest!“

Wütend setzte Anika zu einer Antwort an, als Kästner sich erhob. Jennifer wichste ihn im Stehen lustvoll weiter und genoss seine Hand auf ihrem Po. Das Leder turnte ihn sichtlich an.

Er drehte sich zur Seite und eine schallende Backpfeife schleuderte die überraschte Anika nach hinten: „Sie scheinen es nicht begriffen zu haben, Fräulein Anika. Ich kann es Ihnen gerne noch einmal erklären, aber verstehen müssen Sie es selber! Sie sind fristlos entlassen — endgültig und ohne wenn und aber. Wie sie sehen, sie sind ersetzbar — und zwar problemlos!“ Überrascht schaute sie ihn an, lief rot an und als sie seinen Blick sah, flüchtete sie aus seinem Büro. Jennifer stieß ihn zurück auf den Stuhl, hob ihr Bein hoch und schwang sich auf seinen Schoß. Sie lupfte ihren Ledermini und ließ seinen steifen S*hwanz problemlos in ihre feuchte M*schi gleiten. Ihre Schamlippen stülpten sich über seine Eichel und langsam ließ sie sich auf ihn sinken. Sie hatte bemerkt, wie sehr ihn das Leder anturnte und legte seine Hände auf ihre Stiefel, während sie genüsslich im Zeitlupentempo auf und ab glitt. Sie lächelte ihn an: „Dass war brav und Don sagte, dass es belohnt werden muss, wenn jemand brav ist!“ Sein Gesicht entspannte sich deutlich und seine Lust stieg sichtbar. Jennifer holte sich seine Hände an die Brüste und ließ diese nun aus ihrem Gefängnis frei. Vorsichtig zwirbelte er die steifen Nippel und genoss die Weichheit ihres Fleisches. Sie schaute ihm tief in seine Augen: „So! Du stehst auf junges Gemüse? Dann werde ich dir mal jetzt richtig Deinen Appetit anregen!“ und sie begann einen wilden Ritt. „Jetzt zeige ich Dir, wie man richtig f*ckt!“

Initial war Anika zutiefst verletzt und konnte sich kaum unter Kontrolle halten. Sie kochte vor Wut und konnte kaum noch einen klaren Gedanken fassen. Voller Aggressionen ging sie nach Hause. Dort angekommen war das Gefühl einer blanken, aber kontrollierten Wut gewichen. Als sie zu Hause war, begann wenigstens ihr Gehirn wieder zu funktionieren.

Stufe 3

Nach einer unruhigen Nacht begann Anika subjektiv ihr Schicksal zu akzeptieren. Wenn man sie schon raus warf, dann wollte sie wenigstens trotzdem Geld haben. Sie überlegte, ob sie den alten Sack anzeigen sollte, verwarf aber den Gedanken letztendlich wieder. Der Sex war zwar nicht gut gewesen, aber er hatte sie beide ein paar Mal gefilmt und wenn er diese Filmchen ausgraben würde, wäre klar, dass der Sex im Grunde einvernehmlich war. Und für das letzte Mal gab es eine Zeugin. Es war zum Mäuse melken, aber sie hatte nichts gegen ihn in der Hand. Aber vielleicht gibt es wenigstens etwas vom Arbeitsamt.

Gleich am nächsten Morgen meldete sie sich arbeitssuchend — soll halt der Staat ihr Leben bezahlen. So viel brauchte sie nicht und es gab eigentlich genug dumme Kerle, die sie aushalten würden – dachte sie jedenfalls. Sie wollte ihr Leben nun genießen und sie war ja nicht alleine. Als erstes ging sie am späten Vormittag in ihren Fitnessclub.

Sie kam da fast fröhlich an, freute sich darauf, jemanden zu haben, dem sie ihr Leid klagen konnte. Etwas verwundert bemerkte sie, dass sie am Empfang einsilbig begrüßt wurde. Das tat sie noch damit ab, dass es eine neue Mitarbeiterin war. Was sie jedoch nicht wusste war, dass sie einen gemeinsamen Bekannten hatten. Der Unterschied war nur, dass Don dieser Frau durchaus wohl gesonnen war. Und sie wollte sich nicht nur seine Gunst, sondern auch eine fette Prämie verdienen. Es war kein Zufall, dass sie jetzt seit fast zwei Wochen in dem Fitnessclub arbeitete. Auch wenn es nicht ganz einfach gewesen war, den Job zu bekommen, war es wichtig vor Anikas ersten Besuch anzufangen. Dazu hatte Sie einige Überredungskünste eingesetzt. Und im Gegensatz zu deren Chef war der Boss hier durchaus ansehnlich und wirklich nett. Lange hat er ihren Verführungskünsten nicht widerstehen können und sein muskulöser Körper hat sie seitdem bei fast täglichen F*cks genießen können. Das war endlich mal eine Arbeit, die ihr wirklich Spaß machte. Dazu kam Dons zusätzliche Bezahlung und die Aussicht auf die großzügige Prämie.

Ihre Aufgabe war einfach, Dons Anweisung kurz und präzise: „Zerstöre ihr Leben!“

Nun, Zickenterror war gestern, Mobbing ist viel subtiler. Sie war nett und schnell bei den Gästen und Mitarbeitern beliebt. Dann hatte sie sich umgehört und festgestellt, dass Anika hier oft war, jedoch kaum mitschnitt, wie unbeliebt sie war. Der Plan reifte in ihrem Hirn und sie begann ganz vorsichtig Fragmente eines Gerüchts zu streuen. Jeder erzählte sie etwas anderes und immer nur einen Teil. Die Leute tratschten, jeder mit jedem bzw. jede, da die Frauen hier fleißiger waren als die Kerle. So entstand langsam ein böses Bild — immer über Anika und da jede unterschiedliche Dinge erzählen konnte, kochte das Thema langsam, aber vor allem kontinuierlich hoch. Und auch den Kerlen, die fast alle einen Steifen beim Anblick Anikas bekamen, verging langsam die Lust — würde sich doch niemand bei Anika anstecken wollen. Ja, sie war böse, aber wirklich gut, und das nicht nur in Bezug auf Tratsch… Anika fühlte sich eigentlich wohl in ihrem Club. Vor ihrer Krankheit trainierte sie bis zu fünfmal die Woche hier. Doch jetzt war es irgendwie anders. Am ersten Tag bekam sie die verstohlen Blicke nur unbewusst mit. Außer einem unbestimmten Unwohlsein registrierte sie jedoch nichts.

Am nächsten Tag gab es jedoch die eine oder andere spitze Bemerkung, die jeweils zielgenau traf. Sie spürte zwar die Stiche, registrierte jedoch nicht, wie stark ihr Selbstbewusstsein unterminiert wurde.

Beim nächsten Mal stellte sie erfreut fest, dass endlich ihre „Freundinnen“ da waren, jedenfalls die Frauen, die sie dafür hielt. Auch wenn sie ihnen jahrelang die Kerle ausgespannt hatte, so hatte sich eigentlich nie jemand getraut, dies zuzugeben. Aber die Neue am Empfang hatte ihnen die Augen geöffnet und eine grundlegend menschliche Eigenschaft ist es, die Gemeinschaft zu suchen. Und einen gemeinsamen Feind zu identifizieren fördert sogar noch das Gemeinschaftsgefühl.

Freudestrahlend trat Anika zu ihren Freundinnen und war wirklich glücklich endlich nicht mehr alleine zu sein. Sie traf auf eine so eisige Kälte, dass wahrscheinlich der Teufel die zufrierende Hölle fluchtartig verlassen hätte. Unverständnis zeigte sich auf ihrem Gesicht und ein Gefühl von Angst trieb eine Kullerträne auf die Wange. Eine spitze Bemerkung ließ sie einen Schritt zurück treten: „Was ist denn los? Ich habe mich so gefreut euch wieder zu sehen und endlich wieder mit euch trainieren zu können!“ „Tja, wir freuen uns nicht mehr“ antwortete eine. Eine andere ergänzte hart: „Tun wir doch — wenn Du endlich verschwindest!“ So ging es weiter, jede ließ mindestens einen bissigen Kommentar ab und panikartig trat Anika den Rückzug an.

Sie war alleine — diese Erkenntnis traf sie wie ein Schlag. Sie war ganz alleine und hatte niemanden! Dies nagte an ihr viel mehr, als sie sich eingestehen konnte. Doch sie war hart im nehmen und wollte es am nächsten Tag noch mal versuchen.

Zu einer Zeit, an dem die Zicken sicher nicht da waren, ging sie wieder in den Club und sah während des Trainings zwei Kerle, mit denen sie vor einiger Zeit ein paar Mal viel Spaß gehabt hatte, einmal sogar zusammen. Nach dem Training gesellte sie sich wie zufällig zu ihnen. Ihre Fingerspitzen berührten zärtlich den Nacken und wanderten langsam um den Rippenbogen nach vorne in den Schritt. Der Kerl blickte sich um und als er sie erkannte entgleisten seine Gesichtszüge. Er schlug förmlich ihre Hand weg: „Ey Alte, lass mal gut sein! Lass mich in Ruhe.“ Auch sein Kollege schaute sie fast angewidert an: „Sag mal Mädchen, merkst Du es nicht? Dich will hier niemand mehr — schleich dich! Lass uns einfach in Ruhe!“ Selbst die Kerle, von denen sie sich mal hat f*cken lassen, hatten nur noch höhnische Blicke für sie übrig.

Diese Ablehnung traf sie viel stärker als die bissigen Kommentare der Zicken am Vortag. Sie fühlte den Hass, der sich in Wut verwandelte. Damit konnte sie umgehen und ging noch mal an die Geräte. Schließlich wollte sie Gewichte stemmen und legte sich auf die Bank. Da sie sich aber doch etwas übernommen hatte, schaffte sie es am Ende nicht mehr die Gewichte zu stemmen und diese lagen wie Blei auf ihrer Brust. Und sie wurden immer schwerer! Mit Erleichterung erkannte sie ihren Lieblingstrainer. Er beugte sich über sie, aber anstatt sie vom Gewicht zu befreien, nahm er einen Zeigefinger und drückte seicht auf das Gewicht. Die Luft wurde knapp und ein Gefühl der Panik stieg in ihr auf. Seine Augen hielten ihren Blick stand und wurden kalt: „Mädchen — das hätte ich von Dir nicht gedacht. Hier will Dich niemand mehr sehen und es wird Zeit, dass Du es endlich verstehst.“ Die Panik verliehen ihr Bärenkräfte, doch gegen dieses Tier hatte sie keine Chance. „Hast Du es verstanden?“ Die Luft reichte nicht für einen einzigen Laut, doch sie nickte. Er hob mit einer Leichtigkeit das Gewicht von ihr herunter und drehte sich um. Als sie wieder zu Luft gekommen war, war er verschwunden und sie war völlig alleine in dem großen Raum. Sie floh nach Hause.

Sie wusste nicht was los war, aber es machte sie fertig. Niemand wollte sie. Es war niemand der Nachbarn da, wenn sie klingelte — nicht einmal ihr Student, obwohl sie sicher war, dass er da war. Nicht, dass ihr die Nachbarn wichtig waren, aber sie lebten immerhin unter einem gemeinsamen Dach. Auch mit ihren Anrufen erreichte sie niemanden mehr. Irgendwann hatte sie eine Idee und sie unterdrückte ihre Rufnummer. Nun nahmen zwar ihre Bekannten ab, legten aber sofort auf, wenn sie Anika erkannten. Sie verstand, was war, aber sie verstand nicht das Warum. Dies machte sie langsam, aber sicher mürbe. Aber wenn Don etwas machte, dann machte er es richtig — aber davon hatte Anika keine Ahnung!

Dennoch gab es noch ein Fünkchen Trotz in ihr. Sie machte sich fertig, stylte sich auf und sah wirklich zum Anbeißen sexy aus. Sie strahlte Sex aus und wollte sich von einem Kerl vögeln lassen, von irgendeinem Kerl. Nicht weil sie geil war, aber ihr Ego brauchte endlich einen anderen Menschen, und vor allem ein Erfolgsgefühl. Sie bemerkte nicht die Gestalt, die ihr folgte, als sie das Haus verließ. Die Gestalt telefonierte und noch bevor sie in der Innenstadt ankam war die Gestalt nicht mehr alleine. Zwei Frauen und ein weiterer Kerl waren dazu gestoßen und die vier ließen sie nicht aus den Augen.

Anika ging in Kneipen, in denen sie noch nie war. Ohne nachzudenken mied sie nach den Erlebnissen der letzten Woche Orte, wo man sie kannte. Sie guckte sich Kerle aus, die sie noch nie vorher gesehen hatte, nahm Blickkontakt auf und flirtete. Und zwar erfolgreich. Die Kerle sprangen auf sie an, aber jedes Mal machten diese im letzten Augenblick einen Rückzieher und ließen sie dann doch überraschend abblitzen. Die Verzweiflung bei Anika stieg. Sie bekam nicht mit, dass die aufgegeilten Kerle jeweils von einer der ihr folgenden Gestalten in einem unbeobachteten Moment unmissverständlich gewarnt wurden.

Frustriert kehrte sie nach Hause zurück. Am nächsten Tag versuchte sie ihr Glück in der Nachbarstadt. Auch diesmal folgten ihr mehrere Gestalten und das Spiel wiederholte sich. Nur einer der Kerle verstand die Warnung nicht. Genau genommen wollte er sie nicht verstehen. Zuviel Blut war schon in seinen S*hwanz geschossen, so dass es für das Hirn nicht mehr zu reichen schien. Doch bevor Anika von der Toilette zurückkam, legte sich eine Hand um den Hals des Verehrers und drückte unauffällig kurz zu, so dass er ohnmächtig wurde. Entschuldigend schleppten die beiden Männer den Kerl nach draußen: „Er verträgt nicht so viel“, eine der beiden Frauen zahlte seine Rechnung und eine halbe Minute später kehrte Anika an den leeren Tisch zurück. Die Verzweiflung gewann langsam Überhand!

Als wäre sie verwunschen, traf sie zu Hause auf dem Weg in ihre Wohnung ihren Studenten. Den Bruchteil einer Sekunde spürte sie ein Gefühl der Freude, sah schon vor sich, wie er sie f*cken würde — es war ihr gerade alles egal, Hauptsache irgendein Kerl, Hauptsache nicht mehr alleine! Genau in diesem Augenblick kam eine junge Ökotussi in ihr Gesichtsfeld. Sie war hässlich, doch er zog sie an sich und küsste sie leidenschaftlich. Mitten im Treppenhaus fuhr er mit seiner Hand unter ihren selbst gestrickten Pulli und spielte mit ihren Brüsten, was sie mit einem Kichern quittierte. Anika wurde von ihm mit keinem Blick gewürdigt, so dass sie sich wütend schnaubend an den beiden vorbei zwängte: „Darf ich bitte mal?!“

Jetzt fühlte sie die Einsamkeit umso mehr — und verkroch sich in ihrer Wohnung. Der Schmerz hatte gewonnen – ihre Verzweiflung stieg.

Stufe 4

Die Verzweiflung und die Einsamkeit konkurrierten um Anikas Aufmerksamkeit. Dabei wurden beide immer größer und ließen kaum noch Platz für irgendetwas anderes. Langsam entwuchsen aus der Verzweiflung Zweifel, Zweifel an sich und Zweifel an der Welt.

Das Verlassen der Wohnung wurde zur Qual, so dass sie nur noch selten raus kam. Sie kaufte nur noch kurz das Nötigste ein und war froh, als sie wieder sicher in der Wohnung war. Die Gestalten, die ihr auf Schritt und tritt folgten, bemerkte sie nicht. Auch nicht, dass jeden Tag ihr Briefkasten geleert wurde und nur ein Teil der Post wieder nach einer Kontrolle hineingelegt wurde.

Anika verlor ihr Gefühl für die Zeit. Und sie bemerkte nicht, dass sie über ihre Verhältnisse lebte. Das Konto war längst völlig überzogen und die Miete nicht mehr bezahlt. Die Mahnungen bekam sie nie zu Gesicht und war völlig ahnungslos. Ihr Vermieter war eine große Immobilienfirma. Doch jemand kannte einen der dortigen Sachbearbeiter und dieser war über einige Ecken motivierbar, bei Anika die rechtlichen Möglichkeiten sehr eng auszulegen. Dons Einfluss auf die Dinge war nicht zu unterschätzen.

Sie war völlig überrascht, als plötzlich ein Vertreter der Immobilienfirma mit dem Gerichtsvollzieher vor Ihrer Tür stand. Sie führte sich wie eine Furie auf und konnte von der herbei gerufenen Polizei nur langsam beruhigt werden. Die Polizistin war nett zu ihr und so ließ sie sich schließlich von ihr überzeugen, dass es rechtlich keine andere Möglichkeit mehr gab. So packte sie schnell das Nötigste in drei Taschen zusammen und verließ am Boden zerstört das Haus. Es zerriss ihr das Herz, als sie mit ansehen musste, wir Ihre Wohnung von einem Transportunternehmen lieblos leer geräumt und in einem Container verstaut wurde. Sie schaute dem LKW nach und blieb noch paralysiert stehen, als die Polizei, der Gerichtsvollzieher, der Vertreter der Immobilienfirma und der Hausverwalter den Ort schon längst wieder verlassen hatten. Die Tragik war für sie nicht nur die Wohnung, sondern dass sie mit der Polizistin seit Wochen endlich zu jemanden Vertrauen gefasst hatte, die sie dann auch wieder alleine gelassen hatte. Die auf sie gerichteten Augenpaare in den Fenstern nahm sie nicht wahr. Erst als die Abendkälte in ihr hoch kroch begann sie sich zu bewegen und ging die leere, dunkle Straße entlang. Sie fand ein kleines, billiges Hotel in dem sie erst einmal unter kam.

Sie verließ ihr kleines Zimmer kaum noch. Dann kam der Augenblick, wo der Geldautomat ihr kein Geld mehr ausspuckte und sie dann auch die Hotelrechnung nicht mehr bezahlen konnte. Sie war gebrochen. Sie fühlte nur noch eine große Leere und fast reflexartig machte sie dass, was auch sonst immer geklappt hatte. An einem regnerischen Nachmittag passte sie den Besitzer des Hotels ab und klagte ihm ihr Leid, das sie kein Geld mehr habe und nicht wisse wo hin. Sie begann zu weinen und er nahm sie in seine starken Arme. Sie war das immer noch hübsche, inzwischen aber kaum noch gepflegte, schwache Mädchen, dass er intuitiv beschützen wollte. Sie schmiegte sich an ihn und er fühlte ihre Wärme. Die Weichheit ihres Busens an seiner Brust weckten seine niederen Instinkte und das Blut schoss in seine Lenden. Schon lange fühlte er sich nicht mehr so begehrt wie in diesem Augenblick.

Anika spürte seinen Steifen und ihre Hand öffnete die Hose und begann zärtlich zu erkunden. Der Hotelbesitzer zog sie in das Hinterzimmer, wo sie ihn, vom lästigen Stoff befreit, weiter verwöhnte. Sie stülpte ihre Lippen über seine S*hwanzspitze, fuhr mit den Fingern den Schaft auf und ab, während die andere Hand seinen Sack kraulte. Sie wurde immer schneller und sein Keuchen empfand sie als Nähe. Als er schließlich explodierte und seinen Samen tief in ihren Rachen pumpte, schluckte sie begierig jeden Tropfen seines Spermas. Als er ihr einen Kuss auf die Stirn drückte, umarmte sie ihn dankbar. Seit Ewigkeiten interessierte sich endlich wieder ein Mensch für sie, fühlte sie endlich wieder die Nähe eines anderen Menschen. Der Preis, den sie dafür gerade gezahlt hatte, war ihr völlig egal — Hauptsache nicht alleine sein! Dann hörten sie Schritte auf der Treppe. Seine Frau kam nach Hause. Er schob Anika unter den Schreibtisch und zog schnell seine Hose hoch, gerade noch rechtzeitig. Doch sie nahm diese demütigende Situation nicht war, war einfach glücklich über die Wärme, die sich bei ihr ausbreitete, auch wenn der Kerl eigentlich alt und hässlich war, und kuschelte sich unter dem Tisch an seine Beine.

Die Zimmerrechnungen waren von da an immer als bezahlt markiert und fast täglich gab sie sich ihm hin. Sie blies ihn, ließ sich von ihm f*cken, doggystyle oder klassisch — oder sie ritt ihn wild. Doch nach einer guten Woche wurden die Gestalten langsam misstrauisch, da ihnen klar war, dass sie kein Geld mehr haben dürfte und immer noch nicht rausgeflogen war. Sie wurden neugieriger und bemerkten, was dort geschah. Eine der Frauen gab der Ehefrau des Hotelbesitzers einen entsprechenden Hinweis — ganz zufällig in der Schlange an der Supermarktkasse. Sie schien naiv und verplapperte sich scheinbar zufällig.

Der Effekt war grandios. Die gehörnte Ehefrau raste nach Hause und erwischte die beiden in flagranti. Sie warf die halbnackte Anika einfach kurzerhand aus dem Haus und verprügelte Ihren Ehemann, der versuchte vor der Furie zu flüchten. Es gelang ihm noch, wenigstens eine von Anikas Taschen zu ihr aus dem Fenster zu werfen, die beiden anderen wurden von seiner Frau regelrecht zerfleddert und er schaute verängstigt zu, wie sie mit einem großen Messer den Inhalt in kleine Fetzen zerschnitt. Die Aktion sorgte auf der anderen Straßenseite in dem Van mit den verdunkelten Scheiben für schalendes Gelächter. Erst nach gut zwei Stunden kehrte langsam wieder Ruhe ein und Anika traute sich mit der einzigen ihr verbliebenen Tasche aus ihrem Versteck. In der Dämmerung irrte sie umher und bei recht milden Abendtemperaturen gelangte sie schließlich in einen Park. Auch dorthin folgte ihr eine der Gestalten.

Stufe 5

Sie verkroch sich weinend in eine dunkle Ecke des Parks. Hinter einem Wall und im Schutze einer fast vergessenen Mauer hüllte sie sich in eine Jacke, kuschelte sich an ihre Tasche und weinte leise vor sich hin, bis sie letztendlich einschlief. Am nächsten Morgen wurde sie von einer streunenden Katze geweckt. Sie fühlte sich grausam und nur langsam wurde es ihr bewusst, wo sie war und was passiert ist. Die Tränen liefen wieder und sie war deprimiert. Irgendwann versiegten die Tränen und der Hunger trieb sie aus dem Versteck. Ihr Geldbeutel war leer und sie hatte keine Ahnung, wie sie an Geld oder noch besser an etwas zu Essen kam. Als sie durch die Büsche schlich, näherte sie sich einem der Wege. Die Gestalt, die sie beobachtete, bemerkte sie nicht. Dann sah sie, wie ein Schulkind sein Frühstück nach einen Blick auf den Belag angewidert in den Mülleimer warf. Anika stürzte auf den Mülleimer und kramte das Esspaket heraus. Gierig verschlang sie die Brote, die irgendeine Mutter voller Liebe geschmiert hatte und die voller Undank lieblos den Weg in den Müll fanden. Der ebenfalls enthaltene Apfel stellte für sie förmlich einen Gaumenschmauss dar. Auch fand sie eine Flasche Wasser im Mülleimer, die sie an sich nahm.

Im Anschluss wurde ihr die Situation bewusst und sie schämte sich. Sie zog sich wieder zurück in ihr Versteck und brütete vor sich hin. Ihre Gefühle waren widersprüchlich, und ihre Gedanken träge. Sie bemitleidete sich nicht mehr, aber sie verstand einfach nichts mehr, ihre Situation war für sie unfassbar. Fast regungslos verharrte sie dort Stunde um Stunde. Erst nach Einbruch der Dunkelheit fiel sie in einen unruhigen Schlaf. Zum Glück waren die Nächte warm. Am nächsten Morgen wurde sie erst durch ihren Hunger geweckt. Sie erleichterte sich hinter einem Busch und schlich wieder in die Nähe des Mülleimers und wartete. Sie empfand es dumpf als einen Hauch von Glück als dasselbe Kind vom Vortag wieder sein Essenspaket im Mülleimer entsorgte. So ging es noch zwei weitere Tage. Ohne dass sie es bemerkte, war immer eine der Gestalten in der Nähe und behielt sie im Auge, denn so war der Auftrag.

Dann kam der Tag, an dem das Kind nicht kam. Samstags war keine Schule, aber das war Anika nicht bewusst. Sie fühlte nur, dass sie auch das letzte bisschen Glück verlassen hatte und sie begann im Park ziellos umher zu laufen. Letztendlich vergingen Stunden, ohne dass Sie etwas zu essen fand. Anderen Besuchern ging sie aus dem Weg und ihre Beobachter spürten förmlich ihre Angst, diesen zu begegnen. Die Depression nahm immer weiter zu und sie war unfähig eine Lösung zu erkennen. Sie war am Ende. Sie sah keinen Sinn mehr und es war ihr alles egal.

Als es dunkel wurde, setzte ein leichter Nieselregen ein. Anika irrte weiter umher und kam an eine Bahn-Strecke. Ein Zug näherte sich und sie schaute gebannt, wie er vorbei fuhr. Ein Ruck ging durch ihren vorher schlaffen Körper, ihre Muskeln baute Spannung auf und wie magisch ging sie auf die Gleise zu und legte sich mit dem Kopf auf die Schiene, um auf den nächsten Zug zu warten.

Dons Anweisung war klar: Nicht entdecken lassen, keinen Kontakt! Ihr Beobachter, jetzt gerade ein Mann, griff zu seinem Telefon und wählte eine Geheim-Nummer. Don meldete sich und nach einer kurzen Schilderung gab er neue Anweisungen. Er hörte kurz zu. Der nächste Zug nahte und der Beobachter spurtete los. Nur Sekunden bevor der Lichtkegel der Lok die Stelle erfassen würde, wo Anika ihren Kopf auf die Schiene legte, erreichte er sie. Mit einem harten Griff fasste er kräftig in ihre Jacke und zerrte sie von den Schienen in den rettenden Graben. Dann warf er sich auf sie. Als der Zug vorbei war, erhob er sich von ihr und zerrte sie kommentarlos aus dem Graben. In einem Gebüsch neben dem Weg schubste er sie bäuchlings auf den Boden und kniete sich auf sie. Er sagte kein Wort und wartete. Sie war panisch und weinte, dann resignierte sie und verstummte. Letztlich versuchte sie sich zu wehren, hatte aber keine Chance gegen ihren Beobachter.

Dann näherten sich Motorräder. Der auffällig dumpfe Sound schwoll langsam an und war letztlich ohrenbetäubend, als sich ein Dutzend schwerer Maschinen den beiden näherte. Der Beobachter griff sich Anika und verließ das Gebüsch mit ihr. Er blieb mitten auf dem Weg mit ihr stehen und hielt sie vor sich, als die Lichtkegel der Motorräder sie erfassten.

Stufe 6

Das tiefe Brummen der Motorräder erfüllte die Luft. Es waren mindestens ein Dutzend Harleys und die Fahrer waren furchteinflößend. Auf einigen Maschinen saßen die typischen Sozia. Sie hielten vor Anika, die nun bäuchlings auf dem Boden lag. Über ihr steht ein Mann und nickte dem Anführer der Gang zu. Dann ließ er sie liegen und zog sich schnell aus den Lichtkegeln der Motorräder in das Dunkel der Büsche zurück. Sein Auftrag war beendet.

Der Anführer griff sich Anika und legte sie quer über seinen Tank, wie über ein Pferd. Er spürte ihr Zittern und gab trotzdem Gas. Die anderen Maschinen folgten. Anika kämpfte gegen ihre Panik und machte sich vor Angst so steif wie es ging, damit sie nicht herunterfiel. Es war glücklicherweise nicht weit bis zum Heim der Gang, einer alte Werkstatt. Im ersten Stock war ein großer Raum, der als eine Art Wohnzimmer diente. Wie ein Trophäe wurde Anika auf den Boden gelegt und einfach liegen gelassen. Sie zitterte und hatte wahnsinnige Angst. Erst langsam legte sich das Gefühl, als sich scheinbar niemand um sie kümmerte. Man beachtete sie nicht und Schritt für Schritt kehrte in ihr das Gefühl der Leere wieder zurück. Im Verlauf des Abends verschwanden die Bewohner zum Teil alleine, zum Teil als Pärchen mit ihren Sozia im Dunkel des Hauses.

Je mehr sich Anika entspannte, desto leerer wurde es in ihr. Sie kroch an den Rand des große Raumes und wollte dort auf eine Couch, als eine der Frauen kam. Mit ihren hohen Lederstiefeln kickte diese sie von der Couch und deutete mit ihren in langen Lederhandschuhen steckenden Fingern in die Ecke, wo ein schäbiger Teppich lag. Sie griff hinter sich und warf ihr eine löchrige Decke hin. Als Anika sich nicht schnell genug bewegte, half sie kommentarlos mit einem Tritt nach. Sobald sie auf dem Teppich lag, erlosch das Licht. Erst nach einiger Zeit wurde sie von einem unruhigen Schlaf erlöst. Die Leere tagsüber wurde von unklaren, unangenehmen Alpträumen abgelöst. Sie schlief schlecht und wenig erholsam.

Am nächsten Tag wurde sie mit Nicht-Beachtung gestraft. Dies sollte sich auch in der nächsten Zeit nicht mehr ändern, außer wenn sie jemandem zu Nahe kam. Sie wurde jedes Mal wieder unsanft und unmissverständlich auf ihren Platz gewiesen und nach zwei Tagen erhielt sie ein abschließbares Lederhalsband, dass mit einer langen Kette an der Wand des Gemeinschaftsraumes fest gedübelt wurde. Es reichte gerade bis zur Toilette, aber sie hatte ohnehin nicht mehr die Kraft irgendwohin zu verschwinden. Eine der Frauen stellte ihr einen Suppenteller hin und dann und wann wurden Essensreste hinein geschüttet, die sie irgendwann mal aß. Wasser gab es nur aus dem dreckigen Wasserhahn auf der Toilette.

Nach einigen Tagen prallte eine der Gang-S*hlampen vor ihr zurück und rümpfte die Nase. Angewidert verzog sie ihr Gesicht, „Ey, die stinkt ja unerträglich!“ Längst war Anika ihre Körperhygiene egal, sie dachte nicht einmal mehr darüber nach. Doch der angeekelte Gesichtsausdruck auf dem Gesicht der nun wirklich nicht zimperlichen Gespielin zeugte vom schlechten Zustand Anikas. Daraufhin ergriffen zwei Kerle Anika, nachdem ihr Halsband gelöst worden war, und schleiften Sie in eine der Garagen. Unsanft stießen sie sie auf den Boden und wie bei ihren Maschinen begannen Sie mit dem Hochdruckstrahler sie abzusp*itzen. Fast teilnahmslos ließ sie es über sich ergehen, selbst als man ihr die mittlerweile völlig versifften Klamotten entfernte. Nackt wurde sie zurück zu ihrem Platz gezerrt. Erst auf Geheiß des Bosses brachte eine Gespielin ihr alle Klamotten. Nun sah sie aus wie eine von ihnen: alte, abgenutzte Overknee-Stiefel, ein abgewetzter Ledermini und eine zerschlissene, schwarze Lederkorsage. Sie sah jetzt aus wie eine herunterkommende N*tte und vor nicht allzu langer Zeit hätte sie sich mit Händen und Füßen gewehrt, so etwas zu tragen — aber es war ihr mittlerweile völlig egal. Eigentlich war alles egal, komplett egal. Ohne jegliche emotionale Regung ließ sie alles über sich ergehen.

Vor einer Woche hatte sie noch bei einer der Gruppensex-Partys versucht wenigstens etwas Zuneigung zu bekommen, indem Sie sich anbot bzw. versuchte einem der Kerle einen zu b*asen. Doch ein gezielter Tritt machte ihr endgültig ihre Bedeutungslosigkeit klar. Die Verachtung auf dem Gesicht des ansonsten aufgegeilten Kerls sprach Bände. Sie war nichts mehr wert und niemand wollte mehr etwas mit ihr zu tun haben. Selbst der Hund der Gang gab sich nicht mit ihr ab: Sie versuchte ihn erfolglos mit etwas ihres spärlichen Essens anzulocken, in der Hoffnung von wenigstens etwas Nähe. Dies brach sie endgültig.

Stufe 7

Nach einiger Zeit fand sie unerwartet nochmals wieder Beachtung: Der Boss stolperte fast über sie und grölte, dass Sie nun der Gang gehören würde. Jemand entgegnete, halb im Scherz, dass man sie dann auch entsprechend markieren solle. Ein Dritter grinste: „Ja, drückt ihr einen S*hlampenstempel auf — unseren S*hlampenstempel!“ Unter dem lauten Grölen der Gang ließ man sie auf dem Tisch knien und machte ihren Rücken samt Hinterteil frei. Jemand holte das Tätowierbesteck und völlig apathisch ließ sie das Tattoo eines Arschgeweihs über sich ergehen. In den symmetrischen Ranken war das Symbol der Gang versteckt. In Anbetracht ihrer Teilnahmslosigkeit wanderte die Tätowiernadel tiefer, zwischen ihren Arschbacken an der Rosette vorbei zu ihren Schamlippen nach vorne. Aufgrund der Schmerzen hatte bislang noch keine Frau den Tätowierer dort stechen lassen, aber Anika verzog keine Miene.

So vegetierte sie vor sich hin. Apathisch, fast kataton, ohne irgendeine Regung lag sie meist in ihrer Ecke. Tritte oder einzelne Schläge ließ sie reaktionslos über sich ergehen, bis sie letztendlich gar nicht mehr beachtet wurde.

Dann kam irgendwann Don zu Besuch. Es galt einige Geschäfte zu klären, die von so großer Bedeutung waren, dass dies persönlich erfolgte. Nach zähen Verhandlungen kam es nach einer langen Stunde zu einer Einigung, die entsprechend gefeiert wurde. Irgendwann fiel sein Blick in ihre Ecke und er sah ihren völlig leeren Blick. Teilnahmslos lag sie auf dem Boden und versuchte, wenn überhaupt, nicht beachtet zu werden. Anikas Augen waren leer und glasig und er wusste, dass es das gewesen ist: Seine Rache war komplett, sie war nicht nur gebrochen, sondern zerbrochen.

In diesem Augenblick verlor Don sein Interesse. Als er den fragenden Blick des Gangbosses sah, zuckte er nur mit den Schultern. „Hast Du noch was mit ihr vor?“

„Egal — mach was Du willst…“ antwortete Don gelangweilt. „Kann sie weg?“ Als Antwort nickte Don kaum merklich. Damit war ihr Schicksal besiegelt.

Ende

Am späten Abend packten zwei der Gangmitglieder Anika, lösten das Halsband und zerrten sie nach draußen. Um ihre Maschinen mit ihr nicht zu beschmutzen, warfen sie sie hinten auf ihren Pickup und fuhren los.

Auf der anderen Seite der Stadt hielten Sie im Dunkel einer Allee und warfen Anika in der Kälte der Nacht auf die Straße. Sie trug noch immer die schäbigen Lederklamotten, die sie kaum vor der Witterung schützten. Sie stürzte in den Dreck und nahm den davon fahrenden Pickup nicht einmal mehr wahr. Unsicher versuchte Sie sich aufzurichten und auf den hohen Absätzen der Overknee-Stiefel die Balance zu finden. Sie sah aus wie eine billige, heruntergekommene N*tte.

Teilnahmslos setzte sie langsam einen Fuß vor den anderen, ohne zu wissen wohin sie ging. Sie funktionierte völlig automatisch, in ihrem Gehirn gab es keinen einzigen Gedanken mehr.

In einer Kurve lief sie unbewusst geradeaus, als sie von Scheinwerfern erfasste wurden. Bremsen quietschten und ein Rückspiegel streifte ihre Seite und brachte sie kurz ins Taumeln. Sie ging unbeeindruckt und teilnahmslos weiter. Aus dem Auto stieg ein junger Mann und lief ihr hinterher. Erschrocken und voller Panik dachte er, die junge Frau verletzt zu haben. Dann aber realisierte er ihre normalen Bewegungen und nahm ihr Outfit wahr. Von hinten sah sie in der Dunkelheit durchaus ansehnlich aus und unbewusst regte sich etwas in seiner Hose.

„Hey, bleiben sie doch stehen! Haben sie sich weh getan?“ Keine Antwort. Er lief weiter, legte seine Hand auf ihre Schulter. „Tut mir leid, ich wollte das nicht!“, aber sie reagierte nicht. Er fasste kräftiger zu und drehte sie um.

Er erschrak, als er ihre glasigen Augen sah. Fast leblos blickte sie ihn wie ein Zombie an. Auf seine Fragen reagierte sie gar nicht. Er dachte schon, dass sie eine Gehirnerschütterung habe, ohne zu realisieren, dass er sie gar nicht am Kopf getroffen hatte.

„Wie heißt Du?“ – keine Reaktion. So jedenfalls konnte er sie nicht hier in der Kälte und Dunkelheit alleine lassen. Ihre Hilflosigkeit berührte sein Herz. Er war immer großzügig und hilfsbereit. Polizei? Rettungsdienst? Aber was sollte er ihnen sagen? Spontan traf er einen Entschluss und schob sie einfach auf seinen Beifahrersitz. Er fuhr zu sich nach Hause. Sie schwieg die ganze Zeit und reagierte auf nichts, auch nicht auf auffordernde Berührungen.

Zu Hause angekommen brachte er sie kurz entschlossen in seine Wohnung. Dort setzte er sie in einen Sessel und zog sich einen Stuhl heran, um sich ihr gegenüber zu setzten. Fragend hob er eine Augenbraue, doch sie reagierte nicht. Mit glasigem Blick starrte sie förmlich durch ihn durch. „Oh, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt — tut mir leid! Ich bin Dirk, und wie heißt du?“

Keine Antwort. Auch weitere Versuche der Kontaktaufnahme blieben unbeantwortet. Mit völlig leerem Blick schaute sie durch ihn durch.

Als sie nach einiger Zeit leicht zu zittern begann, schrak er hoch. „Oh entschuldige, dir muss elendig kalt sein. Was ist nur mit dir passiert?“ Sie blieb ihm eine Antwort schuldig. Dann nahm er ihren Geruch wahr…

Er nahm sie und sie ließ sich in sein Badezimmer führen. Dort entkleidete er sie, was sie sich regungslos gefallen ließ. Er schob sie unter die Dusche und stellte eine angenehme Wärme ein. Das Wasser prasselte auf ihren ansehnlichen, aber bewegungslosen Körper. Er erinnerte sich daran, dass er mal etwas über Katatonie gelesen hatte und dass ein schweres psychisches Trauma dies auslöst.

„Was ist dir bloß passiert, dass du in so einem Zustand bist?“ fragte er verwundert, inzwischen mehr zu sich selber. Vorsichtig berührte er sie, worauf sie kaum merklich zuckte. Er nahm Duschgel und begann sehr vorsichtig sie abzuseifen. Nur zögerlich berührte er ihre durchaus ansehnlichen Brüste, sie reagierte jedoch in keiner Weise. Schließlich hatte er sie komplett abgeseift, auch an ihrer intimsten Stelle, ohne dass sie irgendeine Reaktion zeigte. Vorsichtig begann er nun mit Shampoo ihre langen Haare zu waschen. Im Anschluss begann er ihre Schultern zu massieren und spürte, dass sie sich kaum merklich entspannte. Letztendlich drehte er den Wasserhahn zu und zog sie vorsichtig vor die Dusche. Da sie auf das hingehaltene Handtuch nicht reagierte, begann er sie abzutrocknen, bevor er dann ihre Haare föhnte. Er brachte sie zurück ins Wohnzimmer und setzte sie auf die Couch.

Die Lederklamotten und Stiefel verbannte er auf den Balkon, auch wenn sie eigentlich geil aussahen, aber so wie sie stanken, waren sie mehr als abtörnend. Er würde sie später reinigen.

Anika war in sein Handtuch gewickelt und er deckte sie vorsichtig mit einer Decke zu. Er schaute sie an und voller Mitleid nahm er ihren leeren Blick wahr. Hinter ihrem gebrochenen Gesichtsausdruck konnte er ihre Schönheit jetzt deutlicher erkennen. Einer Intuition folgend streichelte er ihr über die Wange, nahm ihr Gesicht in seine beiden Hände und näherte sich ganz langsam ihrem Gesicht. Schließlich drückte er ihr ganz sachte und vorsichtig einen Kuss auf die Stirn.

„Du tust mir so leid! Was immer dir passiert ist, es muss entsetzlich gewesen sein, dass du so leidest!“ Er blickte ihr voller Mitleid in die Augen, in die plötzlich ein Fünkchen Leben kam. Er sah fasziniert, wie sich in Zeitlupe eine Träne in ihrem linken Auge bildete. Sie blickte ihn kurz an, bevor ihr Blick sich senkte. „Ich bin Anika — Danke!“ Dann warf sie sich ihm förmlich in die Arme und begann hemmungslos zu weinen. Völlig überrascht drückte er sie an sich und spürte ihre ganze Verzweiflung, mit der sie sich an ihm festhielt. Sie weinte laut schluchzend und schier endlose Tränenströme rannen über ihr Gesicht. Sie weinte die halbe Nacht, während er sie geduldig hielt. Seine Wärme tat ihr gut und sie schmiegte sich an ihn, bis sie tränenüberströmt in seinen Armen erschöpft einschlief.

Überraschung

Auch er schlief schließlich an sie gekuschelt tief und fest bis weit in den nächsten Tag. Als sie aufwachten waren beide initial desorientiert und schreckten auseinander. Anika hatte kurz wieder einen leeren Blick, schien sich dann jedoch zu erinnern und schmiegte sich wieder an ihren Retter. Er verstand sie einfach nicht und konnte ihr auch nur wenige Worte entlocken, die jedoch für ihn in Bezug auf Ihren Zustand keinen Sinn ergaben. Sie ließ ihn nicht von ihrer Seite und selbst auf die Toilette musste er sie begleiten. Den Rest der Zeit war er einfach für sie da.

Mit der Zeit spürte er ganz langsam einen gewissen Zauber von ihr ausgehen und auch ihrer Schönheit wurde er sich nun endgültig bewusst.

Es dauerte mehrere Tage, bis er mit ihr die Wohnung verlassen konnte, um das Nötigste einzukaufen — vor allem normale Kleidung, aber ihre Anwesenheit erfüllte ihn mit einem tiefen Gefühl der Vertrautheit und des Glücks. Die Welt um sie herum verlor jegliche Bedeutung. Der Anrufbeantworter wurde ignoriert, Emails blieben unbeantwortet. Wenn er ehrlich zu sich selber war, war er auf dem besten Wege sich in sie zu verlieben. Ihr schien es ähnlich zu gehen. Inzwischen konnte sie ihm in die Augen zu schauen und die Blicke der beiden trafen ihre Herzen. Erst langsam begann sie ihm einzelne Dinge zu erzählen, aber was mit ihr passiert war, konnte oder wollte sie nicht erzählen. Nur schwer konnte er sich damit abfinden, dass sie scheinbar keine Vergangenheit hatte.

Nach fast zwei Wochen einer seltsamen Zweisamkeit, die beide sehr genossen, weckte sie ihn vorsichtig mit einem Kuss, ihrem ersten! Verschlafen öffnete er die Augen.

„Dirk, ich glaube, ich bin total verliebt in Dich — Danke, dass Du für mich da bist!“

„Geht mir auch so, Anika!“ antwortete er und beide versanken in einem innigen Kuss.

Egal wie nahe sie sich in den letzten beiden Wochen gekommen waren, so wenig ging es um Sex. Umso überraschter war er, als er ihre Hand forschend in seinem Schritt spürte. Sein bestes Stück reagierte sofort und die Steifheit war Ausdruck seiner Liebe und seines Verlangens. Vorsichtig berührte er ihre Brüste. Sofort versteiften sich auch ihre Brustwarzen und ein Gefühl der Sehnsucht durchströmte ihren Unterleib und landete zwischen ihren Schenkeln. Sie lagen nebeneinander, streichelten und küssten sich. Sie kuschelten und verloren sich in einem intensiven Petting, bis sie ihn irgendwann ungeduldig auf sich zog, so dass sein steifer S*hwanz über ihre M*schi streifte. Sie führte ihn langsam und vorsichtig ein. Ihre Feuchtigkeit zeugte von ihrem Verlangen. Immer schneller bewegte er sich hin und her. Ihrer beiden Stöhnen zeugte von der wachsenden Lust, die sich letztendlich in einem intensiven, gemeinsamen Orgasmus entlud. Erschöpft sanken sie nieder und schliefen aneinander gekuschelt ein.

Der Sex in den nächsten Tagen wurde immer intensiver, und auch ihre Liebe zueinander wuchs im Maße ihrer zunehmenden Vertrautheit. Besonders geil war der Sex, wenn sie doch mal wieder ihr zwischenzeitlich gereinigtes, nuttiges Lederoutfit trug, dass sie bei ihrem Kennenlernen an hatte. Mittlerweile hatten sie ihr aber aus dem Internet natürlich auch normale Klamotten besorgt. Er verstand zwar immer noch nicht, warum sie sich nicht an ihre Vergangenheit erinnerte, aber eigentlich war es auch egal. Zu einem Arzt wollte sie auf keinen Fall. Er wunderte sich auch über ihre Tätowierung, aber sie blendete das völlig aus. Auch wenn sie hinten irgendwie seltsam aussah, vorne machte sie ihn doch irgendwie an — aber es war nichts aus ihr herauszubekommen. Nun denn – bei den Gedanken aneinander klopften ihrer beiden Herzen, was wollten sie mehr?

Plötzlich klingelte es an der Tür und als wenn ein Schalter umgelegt worden wäre war Dirk wieder in der Realität. Er öffnete die Wohnungstür und sein Bruder stand vor ihm. „Hey, kleiner Bruder, was ist los? Von dir hört und sieht man ja gar nichts mehr!“

„Hi Don, alles cool man — kein Grund zur Sorge, mir geht’s richtig gut!“ lächelte er ihn an.

Im Hintergrund sah er die Silhouette einer großen, schlanken, langhaarigen Frau. Don grinste breit: „Alles klar — ich verstehe! Hatte mir schon Sorgen gemacht!“

Die Frau trat aus dem Schatten und kam näher: „Hi Schatz, wer ist denn das?“

„Mein großer Bruder Don, komm her — ich möchte euch bekannt machen! Man kann keinen besseren Bruder haben!“

Don traf die Erkenntnis mit voller Wucht, als er Anika erkannte. Er brauchte einige Sekunden um den Mund wieder zu schließen. Sie trat zu Dirk, nahm ihn verliebt in den Arm und drückte ihm einen dicken Schmatzer auf den Mund, ehe sie sich zu Don umdrehte und ihn anlächelte: „Ich bin Anika. Freut mich, den großen Bruder meines Retters kennenzulernen!“ In ihren Augen sah er Liebe und Zuneigung zu seinem kleinen Bruder. Don ergriff die Hand, die sie ihm hin hielt und lächelte zurück: „Freut mich auch! Sei lieb zu ihm!“ Sie antwortete lächelnd: „Immer!“ und ging wieder in die Wohnung zurück, ohne Don erkannt zu haben.

Fragend blickte Don zu seinem kleinen Bruder: „Und?“

„Mir geht’s wirklich richtig gut, ich bin über beide Ohren verliebt und ihr geht es scheinbar mit mir auch so.“ Und nach einer kurzen Pause ergänzte er: „Das seltsame ist nur, dass sie scheinbar keine Vergangenheit hat.“ Kurz erzählte er das Wenige, dass er wusste. Sein Bruder lächelte kurz geheimnisvoll, drückte ihn an sich und gab ihn einen brüderlichen Kuss auf die Stirn. „Genieß‘ es und werdet glücklich miteinander! Ich muss wieder los.“ Er machte sich kurz winkend wieder auf den Weg zu seinem Auto.

Anika stand neben Dirk am Fenster und hielt ihn in ihrem Arm. „Er ist nett!“ sagte sie. „Ja, das ist er!“ antworte er und gab ihr liebevoll einen weiteren Kuss.

Don blickte kurz zu ihnen hoch, winkte und lächelte kopfschüttelnd beim Einsteigen in sich hinein: ‚Zufälle gibt’s, die gibt’s gar nicht!’…

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Diese BDSM Geschichte wurde von sweetdreamers veröffentlicht.

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