DAS FRÜHLINGSOPFER

Ein Tag auf den Spuren der alten Wikinger.

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Veröffentlicht am 5. Oktober 2021

Es war ein Traumsommer. Sie hatten sich endlich ihren Herzenswunsch erfüllt und waren gemeinsam in den langersehnten Schwedenurlaub gefahren. Steffi wollte auf den Spuren der alten Wikinger auf die Suche nach den Zeugen der uralten Kultur gehen und sich in den lebendig gestalteten schwedischen Museen umschauen, und Matthias hatte nun endlich die Gelegenheit, die Tatorte und Wege von Kommissar Wallander aus seinen geliebten Krimis von Henning Mankell in Augenschein nehmen zu können.

Sie waren mit der Autofähre von Travemünde nach Trelleborg gefahren, ausgeschlafen und fröhlich gestimmt angekommen, und hatten sich nach nur zwei Stunden Fahrt durchs sonnige Schonen gleich hinter Ystad in Nybrostrand eine Ferienhütte mit Blick aufs Meer gemietet. Erstmal für drei Tage zum Eingewöhnen. Später sollte es dann in Etappen weitergehen bis Stockholm und Uppsala. Matthias kannte Schweden schon ziemlich gut und wusste von einigen Stellen, an denen die alten Wikinger Zeichen ihrer Kultur hinterlassen hatten, die auch heute noch einen Besuch lohnten.

Den ersten Tag waren sie voll beschäftigt. Endlich hatten sie Zeit, sich in Ruhe zu beschnuppern. Beim Einräumen der Hütte ging alles Hand in Hand, die ungewohnte Situation, auf nur einer einzigen Herdplatte mit einem Topf und einer Pfanne zu brutzeln, jeden Liter Wasser im Eimer herbeischaffen und zu zweit mit zehn Quadratmetern auskommen zu müssen, hatten sie ohne Probleme gemeistert. Die Sonne hatte sie am Strand verwöhnt, und die Ostsee ihre erhitzten Körper wohltuend gekühlt. Es sollte ein unvergesslicher Urlaub werden.

Die Spannung, die zwischen den beiden in der Luft lag, spürten sie sehr wohl. Gerade deswegen hatten sie ja auch beschlossen, gemeinsam auf Reisen zu gehen. Aber es war so vieles, was sie davon ablenkte, dass sie spät am Abend nach einem leckeren Mahl vor der Hütte im Sonnenuntergang und dem letzten mitgebrachten deutschen Bier wohlig schnaufend unter ihre Decken krochen und sich auch von den arg durchhängenden Bettgestellen nicht von einem langen, erholsamen Schlaf abhalten ließen.

Am Morgen wurden sie von Vogelgezwitscher und einer schon recht hoch stehenden Sonne geweckt. Beim Frühstück sagte Matthias, er habe heute eine ganz besondere Überraschung für Steffi. „Wir machen einen schönen Ausflug, gar nicht weit weg, zu Ales Stenar.“ Ein großes Fragezeichen erschien auf ihrer Stirn, aber er lächelte nur und sagte: „Du wirst schon sehen, das hast Du Dir doch immer gewünscht!“

Sie ließen die Kaffeetassen einfach stehen und setzten sich ins Auto. Matthias schlug den Weg weiter nach Osten ein und bog auf die kleine Straße ein, die entlang der Ostseeküste zu den südschwedischen Strandbadeorten Sandhammaren, Borrbystrand und weiter nach Simrishamn führt. Nach wenigen Kilometern bog er noch mal rechts ab auf eine schmale Straße, die laut Schild nach Kaseberga ging und zudem als Sackgasse gekennzeichnet war.

Sie waren noch gar nicht lange unterwegs, da stand ein seltsamer Wegweiser an der Straße mit einem Ornament, das Steffi sofort an ihre Wikingerbücher erinnerte. „Kulturminne“, sagte Matthias trocken, und erklärte ihr, dieses Symbol stamme tatsächlich von den Wikingern und stehe in Schweden auf allen Schildern, die zu irgendwelchen Kulturdenkmälern weisen.

Das Symbol wies in einen Feldweg, der kein Ende zu nehmen schien. Er führte durch die sonnenbeschienenen Hügel Schonens, hier und da zwischen ein paar vom Wind verkrümmten Bäumen hindurch, und endete doch tatsächlich an einem Weidezaun. Dahinter stand eine Schar buntgefleckter Kühe und starrte das Auto mit den beiden Touristen ziemlich dämlich an. In diese gottverlassene Gegend schien nur selten eine Menschenseele zu kommen, und das Auto war wohl eine Attraktion für die sturen Viecher.

Matthias grinste nur, nahm die Tasche mit den mitgebrachten Picknicksachen und die Wolldecke aus dem Wagen und schloß ihn ab. „Komm“, sagte er, „jetzt zeig ich Dir, warum wir hier sind.“ Er stieg über den Weidezaun und ließ sie hinterherkommen. Und da sah sie es auch schon. Unter den großen Bäumen am Rand der Wiese standen viele große Steinquader, aufrecht wie die Zinnsoldaten, und irgendwie seltsam angeordnet.

Jetzt fiel ihr ein, was das Wort Skeppssättning auf dem Hinweisschild an der Straße wohl heißen könnte. Klar, natürlich, das hätte sie auch schon früher kapieren können, Schiffssetzung! Die Steine waren entlang eines imaginären Schiffsrandes angeordnet und bildeten ein langgezogenes Oval mit zwei besonders großen Blöcken an Bug und Heck. Sie befanden sich also an einer heiligen Stätte der Wikinger. Mitten zwischen den Kühen, die sich glücklicherweise respektvoll in die andere Hälfte der Weide zurückgezogen hatten.

„Das hier sind Ales Stenar, Oles Steine, eine alte Kulturstätte der Wikinger, völlig im Original erhalten und anzuschauen. Du weißt bestimmt mehr darüber als ich“, sagte Matthias. „Heutzutage kümmert sich keine Mensch mehr darum, und das Gelände wird einfach als Weideland genutzt. Außer dem Bauern, der abends zum Melken kommt, ist hier keine Menschenseele weit und breit“.

Steffi war fasziniert und ging um die ganze Anlage herum, um jeden Stein zu inspizieren. Sie schlug vor, hier inmitten der Steine ein gemütliches Picknick zu machen und die Sonne zu genießen. Es war ein ziemlich heißer Tag, doch die hohen Bäume verhießen spätestens ab Mittag Schatten. Die beiden breiteten sich aus, futterten ihre Tasche leer und legten sich anschließdend auf den Rücken, um den Wolken auf ihrer Wanderschaft zuzuschauen.

„Hast Du eigentlich den großen Stein gesehen, der in der Mitte des Schiffes liegt?“ fragte Matthias plötzlich. Steffi richtete sich auf. Nein, der war ihr noch gar nicht aufgefallen, er lag ganz flach im Gras im Schatten der Bäume und war erst auf den zweiten Blick zu sehen. Sie ging hin und blieb sinnend neben ihm stehen.

„Sag mal, Matthias, der ist doch bestimmt schön kühl. Mir ist vom Sonnen dermaßen heiß, am liebsten würd ich mich nackt da drauf legen.“ „Ja, und? Tu’s doch einfach! Die Kühe stört’s nicht“, antwortete er und blickte sie herausfordernd an.

Steffi ließ sich das nicht zweimal sagen, riß sich das durchgeschwitzte T-Shirt vom Leib, die Shorts und das Höschen, und ließ sich splitterfasernackt auf dem Stein nieder. Er war ziemlich kalt. Zuerst schauderte sie es ein wenig, aber dann merkte sie die wohltuende Wirkung und streckte sich behaglich aus und schloß die Augen. „Wahnsinn!“, rief sie, „oh, Matthias, ist das geil!“

Sie hörte, wie er zum Picknickplatz zurückging und gleich darauf wiederkam. Er beugte sich zu ihr runter und streichelte ihren Körper. Es war ein traumhaftes Gefühl, so unter freiem Himmel mitten in der Natur auf dem kühlen Stein zu liegen und zu träumen. Sie rührte sich deshalb auch nicht, als sie spürte, wie er sich an ihren Händen und Füßen zu schaffen machte, denn sie vertraute ihm und wusste, er würde nie etwas mit ihr machen, was ihr schadet.

Als sie nach einer Weile aus ihren Tagträumen erwachte, stand er neben ihr und grinste. „Hallo Steffi, wo warst Du denn?“, fragte er schelmisch, denn er hatte ihre Geistesabwesenheit wohl gespürt. Sie schaute ihn glücklich an und wollte aufstehen, doch da merkte sie, dass das nicht ging. An Hand- und Fußgelenken war sie gefesselt und auf dem Stein festgebunden.

„Matthias, was soll das, wir sind doch hier mitten auf ner Wiese!“ protestierte sie, hin- und hergerissen zwischen Widerwillen und aufkommender Lust. „Ach Steffi, ich hab Dir heute morgen noch gar nicht erzählt, dass der Stein, auf dem Du liegst, ein Opferstein der alten Wikinger war. An jedem Frühlingsvollmond Ende März wurde hier eine bei fremden Völkern geraubte Jungfrau den Göttern geopfert, um für einen guten Sommer zu beten.“

„Du spinnst, Matthias, das ist doch Quatsch!“ sagte sie etwas unsicher,“ außerdem was soll das, ich bin weder Jungfrau, noch ist Frühling, und wir sind hier im Urlaub!“ Matthias räumte ein, das sei schon richtig, aber Vollmond sei heute schon, und sie könne ja mal so ein klein wenig nachfühlen, wie das damals war. Schließlich sei sie nach Schweden gekommen, um die Sitten und Gebräuche der alten Wikinger zu studieren. Und außerdem hätte er gerade festgestellt, dass er etwas ganz Wichtiges in der Hütte vergessen habe und mal eben schnell zurückfahren müsse.

Er drehte sich um und ging zum Auto. Steffi dachte im ersten Moment, das Ganze sei ein Traum, aber als er einstieg und anfuhr, wurde ihr blitzartig klar, dass er es ernst meinte. Sie fing an, an ihren Fesseln zu zerren und zu schreien. Matthias sah das, hielt an und kam noch mal zurück.

„Reg Dich nicht auf, meine Liebe“, sagte er ganz sanft, „ich bin doch spätestens in einer Stunde zurück. Du kannst die Stimmung der alten Wikingerzeiten genießen, und außerdem hast Du noch was bei mir gutzumachen.“ Er grinste und ergänzte: „Und wenn der Bauer kommt, der weiß sicher um die Sitten und Gebräuche der Wikinger, wenn er dieses Gelände besitzt.“ Sagte es, drehte sich um und fuhr weg.

Steffi lag da und wusste nicht, ob sie lachen oder weinen sollte. Sie entschied sich für Entspannung und Genießen. Die Sonne drang nur wenig durch das dichte Blätterdach, es war still und warm und von unten wohltuend kühl. Etwas unbequem vielleicht, aber nun ja, sie war ja ein Jungfrau, die geopfert werden sollte. Langsam fing sie an, sich vorzustellen, wie das damals gewesen sein musste. Ein wenig gruselig war das schon.

Plötzlich raschelte es neben ihr. Als sie aufblickte, schaute sie geradewegs in das grobschlächtige Gesicht einer buntscheckigen Kuh. Die schaute sie unbeweglich an, senkte die Schnauze und schnupperte an ihrem Körper. Ein paar weitere Kühe kamen heran und glotzten auf die nackte Frau, die da gefesselt auf dem Stein lag. Sie wussten augenscheinlich nichts mit der Situation anzufangen.

Ein Bulle zwischen ihnen schien das Ganze allerdings recht interessant zu finden und kam langsam näher. „Buuuhööööh“ meinte er schließlich und drängte sich durch die Kühe an Steffi heran. Sie erstarrte. Er wird doch nicht etwa auf dumme Gedanken kommen? dachte sie entsetzt und wurde sich schlagartig über ihre vollkommene Wehrlosigkeit im Klaren. Allerdings war ihr auch klar, dass sie so flach am Boden nicht viel von ihm zu befürchten hatte. Aber von einem Bullen auf einer schwedischen Wiese erdrückt zu werden, war auch nicht gerade ihre Wunschvorstellung.

Da hörte sie das Auto kommen. Es war gerade eine Viertelstunde her, dass Matthias weggefahren war. Kam er schon zurück? Die Angst schoß in ihr hoch, es könne jemand anderes den Weg zu Ales Stenar gefunden haben. Tatsächlich war es ein anderer Wagen mit einem Anhänger. Der Bauer kam, um seinen Viechern Wasser zu bringen. Steffi betete, er möge nur Augen für seine Kühe haben und sie zwischen den Steinen nicht entdecken.

Aber schon durch das verlassene Picknick wurde er aufmerksam und kam schnell auf sie zu. Es war ein großer rotblonder, kräftiger junger Mann mit Bart und Wuschelkopf, der gut und gerne als Wikinger durchgegangen wäre. „Wie damals“, schoß es ihr durch den Kopf, „gut, dass wir nicht Frühling haben“. Er stellte sich neben sie und sprach ein paar schwedische Worte. Sie zuckte nur hilflos mit den Armen und versuchte, ihm irgendwie auf Deutsch klarzumachen, dass alles in Ordnung sei und er wieder wegfahren könne. Doch er verstand sie offensichtlich nicht. Oder wollte er es nur nicht? ging ihr durch den Kopf.

Er schaute sie mit einem Mal ganz seltsam an und murmelte irgendwelche fremden Worte. Das einzige, was sie verstand, waren Namen wie Odin und Thor und einige Brocken, an die sie sich aus ihren Wikingerbüchern erinnerte. Sie schloß die Augen und grübelte, was sie nur tun könnte, um die Situation zu retten. Als sie sie wieder öffnete, sah sie mit Schrecken, dass auch er sich entkleidet hatte. Klar, ging es ihr durch den Kopf, es ist Vollmond und er kennt die alten Sitten, er weiß, dass ich damals hier für alle frei gewesen wäre. Und nutzt die Gelegenheit, auch wenn es ihm ein völliges Rätsel sein muß, wie er und ich in diese Situation geraten sind.

An die folgenden Minuten konnte sie sich später nur wie an einen Traum erinnern. Der moderne Wikinger nutzte die Gunst der Stunde und nahm sich, was sich ihm so unverhofft darbot. Sie hatte völlig wehrlos dagelegen und zwischen Traum und Wirklichkeit geschwankt. Genau so mußte es damals gewesen sein, nur dass damals die Jungfrau anschließend geopfert worden war. Bei diesen Gedanken schwanden ihr die Sinne.

Als sie wieder zu sich kam, hörte sie nur noch das Auto samt dem schlingernden Anhänger den Feldweg hinauffahren und verschwinden. Sie lag immer noch am gleichen Platz, die Vögel zwitscherten und die Kühe hatten sich in die andere Ecke der Weide zum Wasserbecken verzogen. Was war geschehen? Hatte ihre Fantasie ihr nur einen Streich gespielt? Was sollte sie tun? Sie beschloß, Matthias keinen Ton von all dem zu verraten. Das sollte für immer ihr Geheimnis bleiben.

Ein vertrautes Geräusch näherte sich, Matthias‘ Auto hielt am Weidezaun, und er kam, nach ihr zu schauen. „Na, wie geht’s?“ fragte er sie mit maliziösem Lächeln. „Gut!“, antwortete sie schnippisch. „Hattest Du Besuch?“ fragte er plötzlich aus heiterem Himmel. „Ich habe vorn an der Straße den Bauern gesehen, er kam aus der Richtung hier und hatte den Wassertank hinten dran. Ich hab schon gedacht, ob er wohl ausgerechnet heute hier war?“

Da brach es aus ihr heraus und sie berichtete zwischen Weinen und Lachen, was passiert war. Jedenfalls das Meiste. Alles wollte sie denn doch nicht preisgeben, sie war sich auch nicht wirklich sicher. Doch Matthias tröstete sie und sagte ihr, so ähnlich müsse das damals eben auch gewesen sein, und es sei doch nicht schlimm und alles wieder in Ordnung. Er streichelte sie, doch plötzlich hielt er inne.

„Du hast mir nicht alles erzählt, nicht wahr?“ fragte er sie streng, „ich fühle und ahne, da ist noch mehr passiert!“ Steffi gestand, sich wie in einem Traum als Frühlingsopfer gefühlt und auch nicht allzu ernsthaft Widerstand geleistet zu haben.

„Du bist doch kein Freiwild, Du gehörst doch mir!“ rief er und lief zum Wagen. „Bleib hier!“ schrie sie hinter ihm her, doch er kam schon wieder, die Hände auf dem Rücken verborgen. Sie schloß die Augen und dachte: „Mach mit mir was Du willst, ich bin doch nur das Opfer und werde alles ertragen, was Du mit mir machst.“

„O.k., ich habe Dich hier allein gelassen, aber das gibt Dir nicht das Recht, alles mit Dir machen zu lassen!“ sagte er ganz sachlich zu ihr. „Gut, Du sollst das Vollmondopfer sein, so wie Du es Dir erträumt hast!“

Die Schläge mit dem Gürtel kamen unvermutet, aber zuerst ganz sanft. Steffi stemmte sich in ihre Fesseln, doch sie waren fest verzurrt, und der Stein gab keinen Millimeter nach. Zusätzlich beschwert von ihrem eigenen Gewicht, lag er seit Jahrhunderten an diesem Platz. Sie stellte sich vor, wie damals die Wikinger um ihren Anführer herumgestanden und das Schauspiel des Jungfrauenopfers (und wohl noch einiges mehr…) genossen hatten. Sie fing an, die Schmerzen zu genießen und war in Gedanken weit, weit weg, vielleicht in einem früheren Leben.

Sie erwachte aus ihren Träumen, als die Schläge aufhörten. Matthias‘ Blick erwiderte sie schon wieder wie gewohnt mit einem frechen Grinsen.

„Ich werde dafür sorgen, dass jeder weiß, dass Du mir gehörst!“ sagte er nur kurz. Er zog sein scharfes Schweizer Taschenmesser hervor und kniete sich neben sie. Ein schneidender Schmerz durchzuckte sie, und sie fing an zu schreien. Gleichzeitig wurde ihr klar, dass sie keine Menschenseele hören konnte, und den Kühen waren ihre Schreie sowieso völlig egal. Die hatten nur Angst vor den fremden Menschen und standen zusammen in der entfernten Zaunecke.

„Ich markiere Dich mit einem großen M“, hörte sie ihn wie durch einen Nebel sagen, und spannte sich mit all ihrer Kraft in ihre Fesseln, um die Schmerzen zu ertragen. Sie spürte, wie sie völlig naß wurde und es an ihrem Po heruntertropfte. Sie wusste nicht, ob sie vor Qualen schreien oder vor Lust stöhnen sollte. Es waren unglaubliche Sekunden, und immer wieder verloren sich ihre Gedanken bei den Opferszenen der Wikinger in grauer Vorzeit.

„So, Du hast’s geschafft“, hörte sie Matthias sagen. „Steffi, geliebtes Opfer der Götter, nun werde ich es vollbringen, so wie Odin und Thor es vorschrieben!“

Er beugte sich über sie, streichelte sie am ganzen Körper liebevoll und drang in sie ein. Es war wie in einem unbeschreiblichen Traum. Ihre Gefühle quollen über, und sie war kurz vor dem Höhepunkt. Da legten sich seine Hände um ihren Hals und schlossen sich immer fester und fester. Sie hörte noch die Worte: „Thor, Odin, nehmt diese Frau an und gewährt uns Eure Gnade!“, da packte sie gleichzeitig das Grauen und die Lust, und sie wusste, nun war ihre Zeit gekommen, ganz und gar in die Welt der Wikinger überzugehen.

Die Wellen der Lust raubten ihr fast das Bewusstsein. Als Steffi wieder richtig zu sich kam, war es schon spät am Nachmittag, die Sonne stand tief zwischen den Bäumen, kein Vogel war mehr zu hören. Matthias saß neben ihr auf der Wolldecke, deren eine Hälfte er um sie gewickelt hatte, streichelte sie zärtlich und redete ganz ruhig auf sie ein.

Sie seufzte tief und schmiegte sich glücklich an ihn. Sie hatte eine weite Reise gemacht. Ales Stenar würden für immer in ihrem Gedächtnis haften bleiben. Und sie wusste nun mehr über die Welt der Wikinger und ihre Rituale, als sie jemals zu träumen gewagt hatte.

Sie packten schweigend ihre Sachen und stiegen zurück über den Zaun. Als das Auto den Feldweg verließ, wusste Steffi, dass sie wieder hierher zurückkehren würde. Allerdings niemals an einem Tag im März bei Vollmond.

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Diese BDSM Geschichte wurde von unguis veröffentlicht.

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