AUSPEITSCHUNG IM PFERDESTALL

Die hochnäsige Marlene bekommt eine furchtbare Abreibung.

3.8
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Veröffentlicht am 18. November 2021

Im Sommer 1937, als ich gerade zwölf Jahre alt geworden war, erlebte ich etwas sehr Ungewöhnliches, an das ich immer denken muss. Ich war mit meinen beiden Schwestern Gertrud und Annemarie mit dem Zug zu Tante Gisela gefahren. Mutti war auch dabei. Tante Gisela arbeitete auf einem Gestüt mit großen Reiterhof. Mit meinen zwölf Jahren verbrachte ich meine freie Zeit am liebsten bei den Pferden. Ich hielt mich oft im Stall auf, wo die edlen Warmblüter in ihren Boxen standen.

Manchmal lag ich einfach faul auf den in einer Ecke des Stalls aufgestapelten Heuballen und träumte vor mich hin oder las Heftchenromane. Ich hatte die hinteren Heuballen nach vorne geschoben und eine Heumauer gebaut, hinter der ich mich verstecken konnte. Eine kleine Lücke zum Herausspitzen hatte ich offen gelassen. Wollte mich jemand zum Arbeiten einspannen, musste er mich erst einmal finden.

Ich hatte es mir an jenem Tag gerade in meinem Versteck bequem gemacht, da wurden Stimmen laut. Eine Gruppe Mädchen kam in den Stall. Sie diskutierten erregt. Neugierig schaute ich zu meiner Sichtluke hinaus. Fünf ältere Mädchen standen mitten im Boxengang. Sie waren alle um die sechzehn Jahre alt. Ich erkannte Marlene und Waltraud, zwei Mädchen aus besserem Hause.

Marlene stand mit dem Rücken an eine Box gedrängt und war kreidebleich. Die vier anderen Mädchen umringten sie mit grimmigen Gesichtern.

„Jetzt ist es also heraus!“ rief Waltraud. „Endlich wissen wir, wer die Diebin ist! Es ist Marlene! Was hast du dir dabei gedacht, du unkameradschaftliche Trine?!“

„Bitte – bitte“, stotterte Marlene, „sagt meinen Eltern nichts! Ich werde das Geld zurückzahlen. Ehrlich! Aber bitte sagt niemandem etwas. Wenn meine Eltern das erfahren, das überlebe ich nicht!“ Sie zitterte am ganzen Leib und Tränen standen ihr in den Augen.

Ich sah Marlene an, dass sie panische Angst hatte.

Eins der Mädchen, das neben Waltraud stand, trat vor: „Das hättest du dir vorher überlegen sollen, gemeine Diebin! So ein Aas! Klaut seit Wochen Geld bei ihren Mitreiterinnen! So etwas Unkameradschaftliches muss beim BDM gemeldet werden! Dann bist du deine Stellung als Führerin los.“

Marlene wurde noch bleicher. „Nein!“ rief sie verzweifelt. „Tut mir das nicht an! Ich bitte euch!“

„Wer will uns daran hindern?“ fragte eins von den Mädchen. „Du hast gut und gerne vierzig Mark gestohlen. Dafür hast du eine Strafe verdient.“

„J-j-ja, habe ich“, stammelte Marlene. „Aber ich flehe euch an, verratet mich nicht. Mein Vater bringt mich um, wenn er das erfährt.“

„Wir müssen das aber melden“, sprach das Mädchen, „sonst bekommst du ja keine Strafe.“

„Vielleicht doch“, sagte Waltraud. Sie lächelte in die Runde. Ihr Lächeln verhieß nichts Gutes. „Wir könnten sie ja selbst bestrafen. Wenn sie bereit ist, das gestohlene Geld zurückzugeben, könnten wir das unter uns ausmachen.“

„Ja, ja, ich zahle alles zurück“, beeilte Marlene sich zu sagen.

Sie saß böse in der Klemme, doch ich hatte wenig bis gar kein Mitleid mit ihr. Marlene war eine eingebildete, hochnäsige Ziege, die stets unfreundlich zu den Bediensteten des Reiterhofs war; auch zu Tante Gisela. Auch mich hatte sie schon oft grundlos angefaucht. Beschweren konnte man sich nicht über sie; ihr Vater war ein sehr einflussreicher SS-Führer. Marlene genoss Narrenfreiheit. Sie konnte sich alles herausnehmen. Deswegen fand ich es recht passend, dass sie einmal in der Position der Schwächeren war. Wie ein Häufchen Elend stand sie vor den vier Mädchen.

Waltraud trat vor: „Pass mal auf Marlene.“ Sie hob den Zeigefinger: „Hörst du mir zu?“

„Ja Waltraud“, wisperte Marlene.

Waltraud baute sich vor ihr auf: „Also erstens: du wirst uns das Geld wiedergeben, das du gestohlen hast und zweitens: du wirst die Abreibung deines Lebens bekommen, an die du noch lange denken wirst. Alles klar?“

Marlene nickte zitternd. Sie hatte keine andere Wahl.

„Gut“, sagte Waltraud. Sie trat zwei Schritte zurück und kommandierte mit schnarrender Befehlsstimme: „Zieh dich aus!“

„Was?!“ Marlene starrte das Mädchen ungläubig an.

Waltrauds Augen wurden zu schmalen Schlitzen. Ihre Stimme war nur noch ein Flüstern: „Noch einmal sage ich es nicht! Noch ein Widerwort von dir und ich melde dich auf der Stelle! Du hast die Wahl.“

Marlene schluckte. „A-A-Ausziehen?“ fragte sie mit großen Augen. Die vier Mädchen standen stumm. Sie warteten. Marlene fing an zu weinen. „Das kann ich nicht!“ Die anderen sagten kein Wort. „Oh Gott!“ wimmerte Marlene. „Oh lieber Gott!“

Sie bückte sich und zog ihre Reitstiefel aus. Den Stiefeln folgten die Socken. Nun stand Marlene barfuß vor ihren Kameradinnen. Ohne die hohen, glänzenden Stiefel sah sie gleich nach viel weniger aus. Ihre Füße waren klein und weiß. Marlene verkrallte ihre Zehen im Strohbelag des Bodens. Sie sah sehr klein und sehr ängstlich aus. Ein ganz klein wenig Mitleid verspürte ich für sie. Was für eine Vorstellung, sich vor aller Augen ausziehen zu müssen. Aber ein klein wenig gönnte ich der hochnäsigen Ziege auch, was ihr widerfuhr.

Geld gestohlen! Man stelle sich das einmal vor! Eine aus reichem Hause klaut vierzig Mark! Die Eltern von Marlene waren stinkreich.

Die vier Mädchen standen weiter schweigend um Marlene herum. Die zog sich langsam weiter aus. Bei jedem Teil, das sie ablegte, flennte sie ein bisschen mehr. Zum Schluss stand sie in Unterwäsche in der Boxengasse. Die großen, braunen Pferde schauten neugierig zu ihr hin. Das hatten sie wohl noch nie erlebt, dass einer von den Zweibeinern, die immerzu auf ihren Rücken herumrutschten, sich das eigene Fell über die Ohren zog.

„Bitte“, schluchzte Marlene.

Waltraud riss der Geduldsfaden: „Ich melde dich!“ Sie drehte sich um und marschierte zur Stalltür.

„Nein!“ schrie Marlene in Panik. „Waltraud! Ich tue es! Komm zurück! Bitte!“

Waltraud blieb stehen.

Zitternd zog sich Marlene ganz aus. Nackt stand sie vor den Mädchen. Ich schaute sie aus meinem Versteck aus an. Marlene war ein sehr schlankes Mädchen und für ihr Alter schon weit entwickelt. Voller Staunen starrte ich auf das Dreieck zwischen ihren Beinen. Dass die älteren Mädchen dort Haar hatten, wusste ich, aber Marlenes war dunkel und das, wo sie semmelblond war.

„Na bitte! Geht doch!“ sagte Waltraud schnippisch. „Sonst geht es bei der SS doch viel fixer.“ Sie ging zur Wand und nahm ein Seil vom Haken. Dann schubste sie die völlig verdatterte Marlene vor sich her, genau auf mein Versteck zu. Keine zwei Meter von meinem Spähplatz entfernt blieb sie stehen. „Hände nach vorne!“ blaffte Waltraut. Zitternd gehorchte Marlene.

Mit klopfendem Herzen schaute ich zu, wie Waltraut ihr die Hände überkreuzte. Sie fesselt Marlene, dachte ich ungläubig. Sie fesselt sie tatsächlich! Waltraut umwickelte Marlenes Handgelenke mit dem Seil. Sie zog es auch einmal zwischen den Händen durch. Dabei ging sie nicht gerade zimperlich vor. Sie zerrte das Seil richtig gemein fest; das sah ich. Marlene verzog schmerzlich das Gesicht, aber sie wagte nicht zu protestieren. Die anderen drei Mädchen schauten interessiert zu. Schadenfreude leuchtete aus ihren Augen. Waltraut machte zum Schluss einen festen Knoten ins Seil. Sie packte das Ende der dicken Schnur, es waren gut und gerne vier Meter, legte es in Schleifen zusammen und warf das Bündel in die Höhe. Oben unterm Dach flog es über einen der starken hölzernen Querbalken, die zum Dachstuhl gehörten und plumpste auf der anderen Seite wieder herunter.

„Ziehen!“ befahl Waltraud mit Stentorstimme. Sofort stürzten sich zwei der Mädchen auf das Seilende und zogen. Marlenes Arme wanderten in die Höhe. „Schön feste, damit sie ordentlich gestreckt ist“, verlangte Waltraut. „Wie es sich für ein SS-Mädel gehört: gerade und hochaufgerichtet.“ Die Mädchen gehorchten. Sie zogen, bis Marlene hochaufgerichtet am Seil hing. Sie konnte gerade noch auf ihren Füßen stehen. „Festmachen!“ ordnete Waltraud an. Die Mädchen schlangen das Seil um den oberen Abschlussbalken einer Pferdebox und verknoteten es.

„Nun noch die Füße“, meinte Waltraud. „Nicht dass sie auskeilt wie ein Gaul.“ Sie holte ihr Taschenmesser hervor und schnitt ein Stück überhängendes Seil ab. Es war mehr als genug davon da.

Mit heißen Ohren beobachtete ich den Fortgang von Marlenes Fesselung. Waltraud kniete vor Marlene nieder, um dem Mädchen die Füße zu fesseln. Sie wand das Seil in drei Windungen um Marlenes Fußknöchel, dann zog sie es zwischen den Füßen hindurch. Sie zerrte alles so fest es nur ging, umschlang Marlenes Gelenke noch einmal und machte hinter ihren Füßen einen Knoten. Marlene stand mit erhobenen Armen nackt mitten in der Stallgasse. Sie war völlig wehrlos. Ich sah die Furcht in ihren Augen. Vielleicht ahnte sie, was kommen würde. Schließlich hatte Waltraud von einer Abreibung gesprochen. Ängstlich blickte das gefesselte Mädchen von einer zur anderen.

Waltraud ließ sich Zeit. Sie kostete die Situation voll aus. Sie ließ Marlene in ihrem eigenen Saft schmoren. „Vierzig Mark!“ sagte sie schließlich. Sie ging ohne Eile zum Ende der Boxengasse. Dort wurde das Pflegezeug für die Pferde gelagert, Bürsten, Striegel, Hufauskratzer und anderes Kleinzeug. Waltraud kam zurück. Sie trug etwas in der Hand.

Als Marlene sah, was Waltraud geholt hatte, wurden ihre Augen groß. Die drei anderen Mädchen grinsten. Ihnen war die Vorfreude anzusehen. Endlich bekam die eingebildete Marlene mit ihrem hohen SS-Vater mal, was sie verdiente!

Waltraud hatte eine Reitgerte geholt. Sie stellte sich vor die hilflos gefesselte Marlene und ließ die biegsame Gerte probeweise durch die Luft sausen. Allein das Geräusch dabei ließ mich erschauern. Marlene erschauerte ebenfalls.

„Vierzig Mark“, sagte Waltraud. „Das macht vierzig Hiebe mit der Reitgerte, Marlene!“

Marlenes Augen wurden noch größer.

Waltraud trat noch dichter an sie heran. „Vierzig Schläge mit der Gerte“, sagte sie. „Zehn Schläge von jeder von uns. Dann ist alles vergessen und vergeben. Aber hör gut zu, Marlene! Während der Bestrafung wirst du keinen Mucks von dir geben, verstanden? Kein Getöse! Kein Geplärr! Du kannst von mir aus soviel flennen, wie du willst, aber ich habe keine Lust mir dein Geschrei anzuhören. Du wirst es aushalten, ohne einen Ton von dir zu geben! Wenn du doch anfängst zu brüllen, erhältst du für jeden Schrei nochmal zwei Extrahiebe. Hast du mich verstanden?“

Marlene nickte stumm. Sie brachte kein Wort heraus. Panische Angst stand in ihren Augen.

Waltraud reichte die Reitgerte an das Mädchen direkt neben ihr: „Du fängst an. Aber feste druff, wenn ich bitten darf. Schlagen, nicht Streicheln! Denk daran, als du ins Kino wolltest und plötzlich dein Eintrittsgeld weg war. Die da hat es dir gestohlen!“

Das Mädchen nickte grimmig: „Keine Angst, Traudel, ich werde sie bestimmt nicht schonen.“ Sie griff nach der Gerte und nahm hinter Marlene Aufstellung. Das gefesselte Mädchen spannte sich unwillkürlich an. Die mit der Gerte holte aus und ließ das Schlaginstrument haarscharf an Marlenes Po vorbeisausen. Marlene versteifte sich. Ringsum ertönte leises Lachen. Das Mädchen holte erneut aus. Diesmal traf die Reitgerte Marlenes ungeschützten Hintern mit voller Wucht. Sie zuckte zusammen und stieß ein erschrockenes Keuchen aus. Der zweite Hieb folgte. Marlene schossen Tränen in die Augen. Sie biss die Zähne zusammen, um nicht laut aufzuschreien. Ihre Peinigerin schlug weiter. Nach jedem Schlag ließ sie Marlene Zeit, den Schmerz voll auszukosten.

Marlene hielt noch einige Schläge aus, die Zähne fest zusammengebissen, das Gesicht vor Pein verzerrt. Dann brach sie in Schluchzen aus. Sie gab sich größte Mühe, nicht laut zu schreien.

„Zehn“, sagte das Mädchen laut und reichte die Gerte weiter.

Ihre Kameradin übernahm sie. Sie ging es nicht so langsam an wie ihre Vorgängerin. Mit aller Kraft schlug sie auf Marlenes nackten Hintern. Das gefesselte Mädchen wand sich schluchzend und keuchend.

Mit klopfendem Herzen und heißen Ohren schaute ich zu, wie Marlene ausgepeitscht wurde, wie sich ihre weißen Pobacken mit flammend roten Striemen überzogen. Sie drehte sich langsam um die eigene Achse, um den Schlägen zu entgehen. Es gelang ihr natürlich nicht. Bei jedem Schlag, der ihren Hintern traf, klatschte es laut. Marlenes feste Pobacken zuckten unter jedem Treffer.

Ihre Peinigerin schlug ohne Hemmungen zu.

„Au!“ schrie Marlene.

„Zwei Extrahiebe“, sprach Waltraud kalt.

„Nein! Nicht!“ keuchte Marlene. „Oh Gott!“ Der nächste Schlag traf sie mit voller Wucht. Keuchend bäumte sie sich in den Fesseln auf. Mit einer Mischung aus Schrecken, Angst und Faszination schaute ich zu, wie das Mädchen mit der Reitgerte das Dutzend voll machte. Marlene drehte und wand sich, um den Hieben zu entgehen. Alles was sie damit erreichte war, dass auch ihre Hüften etwas abbekamen. Ihr hochaufgerichteter Körper überzog sich mit einem dünnen Schweißfilm. Ströme aus Tränen rannen ihr übers Gesicht. Aber sie schaffte es, ohne weitere Schreie durchzuhalten.

Das dritte Mädchen übernahm die Reitgerte. Sie probierte etwas Neues aus. Ohne Vorwarnung schlug sie die Gerte über Marlenes Rücken. Mit einem lauten Aufschrei bäumte sich das gefesselte Mädchen auf.

„Zwei Extrahiebe“, sagte Waltraud.

„Nein!“ schluchzte Marlene verzweifelt. Ein neuer Hieb traf sie, wieder auf den Rücken. Marlene schrie erneut.

„Vier Extrahiebe“, sprach Waltraud. Sie schaute Marlene feixend an: „Sammelst du die? Möchtest du ein Sparbuch aufmachen?“ Die Mädchen lachten. Die mit der Gerte holte weit aus. Marlene beobachtete es aus dem Augenwinkel. Sie spannte sich in den Fesseln an. Das Mädchen schlug sie. Diesmal traf die Reitgerte mit voller Wucht Marlenes nackten Hintern. Auf das laute Aufklatschen folgte Marlenes Schmerzensschrei.

„Sechs Extrahiebe“, verkündete Waltraud vergnügt. „Die kann gar nicht genug bekommen.“ Lachen ringsum.

Die mit der Gerte schaute zu Marlene: „Rücken oder Podex?“ Sie grinste. Und schlug auf Marlenes Hintern; sofort danach auf den schmalen Rücken des gefesselten Mädchens. Marlene bäumte sich in den Seilen auf, die sie hielten. Sie gab einen unterdrückten Laut von sich und keuchte laut, aber sie schrie nicht. Noch ein Schlag. Wieder lautes Keuchen.

In atemloser Spannung verfolgte ich Marlenes grausame Bestrafung. Beim nächsten Schlag hielt sie wiederum stand, obwohl das Mädchen mit aller Kraft auf ihren schlanken Körper eindrosch. Beim folgenden Schlag schluchzte Marlene laut auf.

„Nochmal zwei extra“, zählte Waltraud auf.

„Nein!“ weinte Marlene. „Ich habe nicht geschrieen!“

„Es war laut genug“, befand Waltraud. Ihre Stimme klang gehässig. Ich merkte deutlich, wie sehr sie es genoss, Macht über Marlene zu haben.

„Ich habe doch nur geschluchzt!“ heulte Marlene. „Das ist ungerecht!“

„Finde ich auch“, sagte die mit der Reitgerte. Sie hielt das Schlaginstrument locker in der Hand. „Sie hat bloß geschluchzt.“ Ihre Augen begannen zu leuchten: „Na ja – ein wenig zu laut vielleicht, aber ich finde, wir sollten ihr die zwei Extrahiebe darauf erlassen.“

Marlene ließ sich erleichtert in die Fesseln sinken, die ihre Arme in die Höhe hielten.

„Stattdessen soll sie ab jetzt für jeden echten Schrei DREI Extrahiebe bekommen“, sagte die mit der Gerte. Marlenes Augen wurden groß.

„Genehmigt“, meinte Waltraud. „Du bist die Dritte, die ihr eine Abreibung verpasst, also drei Extraschläge für jeden Regelverstoß. Ich bin die Vierte. Bei mir gibt es dann vier.“

Bei diesen Worten fing Marlene noch mehr an zu weinen.

Das Mädchen mit der Reitgerte begab sich in Position. Marlenes Tortur ging weiter. Sie setzte alles darein, nicht mehr zu schreien. Sie biss die Zähne zusammen. Hätte sie lediglich zehn Schläge erhalten, hätte sie es womöglich geschafft, es auszuhalten, aber sie hatte sechs Extras angesammelt und irgendwann brach ihr Widerstand. Sie konnte nicht anders; sie schrie, als die Gerte ihren nackten Hintern mit solcher Wucht traf, dass ich mich wunderte, dass nicht die Haut aufsprang. Aufheulend wand sich Marlene in ihren Fesseln. Ihr Schrei war laut und gellend.

„Das sind nochmal drei für dich“, sprach Waltraud ungerührt.

„Aufhören! Bitte aufhören!“ schluchzte Marlene. „Ich kann nicht mehr! Ich halte es nicht länger aus!“ Sie hielt es aus. Sie musste. Die Fesseln ließen ihr keine Wahl.

Von meinem Versteck aus sah ich zu, wie sich ihr schlanker, weißer Leib in wilden Schmerzekstasen wand und drehte. Marlene tanzte schluchzend unter der Reitgerte. Auf jeden Schlag, den sie stumm wegsteckte, folgte fast zwanghaft einer, der ihr einen lauten Schmerzensschrei entriss. Sie weinte ohne Unterlass. Sie litt unvorstellbare Qualen. Ihr Stolz war längst gebrochen. Immer wieder flehte sie ihre Peinigerinnen an, von ihr abzulassen. Die dachten im Traum nicht daran. Sie zählten Marlene laut ihre Extrahiebe vor.

Als Waltraud an die Reihe kam, vertrimmte sie Marlene nach Strich und Faden. Sie legte all ihre Kraft in die Schläge. Mir wurde schwummerig beim Zusehen. Marlene hatte aufgegeben. Sie konnte nicht mehr. Sie schrie fast immer, wenn sie einen Schlag empfing. Waltraud peitschte sie erbarmungslos aus und zählte genüsslich die Extrahiebe auf. Marlene heulte und schrie. Sie wand sich. Mit allen Extras brachte sie es auf über achtzig Hiebe. Marlene war am Ende. Das sah man. Hätte das Seil, das vom Deckenbalken herabreichte, sie nicht gehalten, wäre sie zusammengebrochen. Sie schwitzte. Sie weinte. Sie wand sich verzweifelt.

Längst überwog bei mir das Mitleid für das Mädchen. Marlene war ein eingebildetes Ding, aber sie tat mir leid. Was ihr da angetan wurde, hatte sie nicht verdient. Es war schlicht eine Folter! Und Waltraud war ein Dreckstück! Ein ganz mieses Aas! Aber das hatte ich ja schon immer geahnt; bloß dass sie heute ihr wahres Gesicht zum ersten Mal offen zeigte. Sie schlug mit einer Begeisterung auf die wehrlose Marlene ein, dass mir speiübel wurde. Wenn ich nicht so total verängstigt gewesen wäre, ich wäre aus meinem Versteck herausgesprungen und hätte ihr die Reitgerte weggenommen und sie angeschrieen. Dieses Miststück! Wie eine Irre drosch sie auf Marlene ein.

Marlene schrie und weinte. Sie konnte die Schreie nicht mehr unterdrücken und sammelte eifrig Zusatzhiebe. Wenn sie bei einem Schlag einmal stumm blieb, war das schon beinahe ein kleines Wunder. Die grausame Bestrafung zog sich ewig hin. Waltraud schlug und schlug. Marlene tanzte in ihren Fesseln. Sie schien komplett die Kontrolle über ihren Körper verloren zu haben; er bewegte sich wie ein eigenständiges Wesen, gesteuert und gelenkt von den Fesseln, die ihn hielten und den Gertenhieben.

Irgendwann war Schluss.

„Das wars“, verkündete Waltraud. Sie wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Geschafft.“

Marlene sank schluchzend in ihrer Fesselung zusammen. Sie war nur noch ein Häufchen Elend.

Waltraud wartete, bis das Mädchen sich soweit beruhigt hatte, dass es zuhören konnte.

„Wir vier machen jetzt einen kleinen Spaziergang“, sagte sie zu Marlene. „Deine Abstrafung hat uns so sehr angestrengt, dass wir uns an der frischen Luft erholen müssen.“

„Nein!“ wimmerte Marlene entsetzt. „Ihr könnt mich doch hier nicht so stehen lassen! Ich bin nackt. Bitte nicht!“ Sie fing wieder an zu weinen. Die Mädchen scherten sich nicht darum. Ungerührt spazierten sie hinaus. Beiläufig legte Waltraud die Reitgerte an ihren Platz zurück.

„Kommt zurück!“ bettelte Marlene. Sie zerrte an ihren Fesseln. „Bitte kommt zurück! Lasst mich nicht hier! Das könnt ihr nicht machen!“ Sie geriet außer sich vor Angst. „Bitte Waltraud, bitte!“

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Diese BDSM Geschichte wurde von Grussilda veröffentlicht.

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